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Weniger Geburten, aber Steinfeld wächst

Wohl auch durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Bauanträge 2020 zurückgegangen. Dennoch wächst die Gemeinde im Mittelkreis.

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Trotz weniger Geburten wächst die Gemeinde in vielen anderen Bereichen stark an. Symbolfoto: dpa

Trotz weniger Geburten wächst die Gemeinde in vielen anderen Bereichen stark an. Symbolfoto: dpa

Die Gemeinde Steinfeld ist 2020 erneut gewachsen. Die Einwohnerzahl ist laut Statistik der Gemeindeverwaltung zum Stichtag am 31. Dezember leicht auf 10.681 gestiegen. Ende 2019 zählte die Verwaltung noch 10.607 Einwohner im Gemeindegebiet. Für den Anstieg sorgt ein Geburtenüberschuss: Das Meldeamt konnte im vergangenen Jahr mehr neue Erdenbürger als Todesfälle verzeichnen. Zudem gab es Zuzüge. Es wurde kräftig gebaut – allerdings etwas weniger als noch im Vorjahr.

Laut der Statistik für 2020 wurden bei der Gemeinde insgesamt 8 Bauvoranfragen und 87 Bauanträge eingereicht – 2019 waren es noch 91 Anträge. Stärker ist der Rückgang beim Blick auf die Verteilung der Vorhaben: Bei den Bauanträgen aus dem vergangenen Jahr bezogen sich 21 auf den Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern – im Vorjahr waren dies 37. Gleichzeitig wurden auch 15 Umbauten oder Erweiterungen von Wohnhäusern beantragt – 3 mehr als im Vorjahr.

Im Bereich der Bauvorhaben landwirtschaftlicher Betriebe sank die Zahl der Anträge von 11 im Vorjahr auf 7. Ein Plus gab es dagegen bei der Erweiterung von Unternehmensstandorten. Hier wuchs die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 5 auf 23.

Gemeinde rechnet für 2021 mit mehr Anträgen

Die Gemeinde kann ab diesem Jahr mit mehr Anträgen rechnen. Derzeit laufen die Planungen für neue Bauflächen. Konkret: Das Baugebiet "Vor Holsen" soll im Kreuzungsbereich B 214/Diepholzer Straße entstehen. Vorgesehen sind dort etwa 20 Grundstücke mit Ein- und Zweifamilienhäusern sowie 2 für Gebäude mit höchstens 4 Wohnungen. Außerdem geplant ist das "Wohngebiet an der Graf-von-Galen-Straße" mit etwa 30 Baugrundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie mit 4 Grundstücken für Mehrparteienhäuser mit maximal 4 Wohneinheiten.

Der Bedarf an Grundstücken könnte sich aus der Bevölkerungsentwicklung ergeben. 2020 konnte die Gemeinde 122 Geburten verzeichnen – ein Rückgang um 4 im Vergleich zu 2019. Demgegenüber stehen für das vergangene Jahr 91 Sterbefälle – 5 mehr als im Vorjahr.

Das Ja-Wort vor dem Standesamt gaben sich 42 Paare – wohl der Corona-Pandemie geschuldet 14 weniger als im Vorjahr. Von 10.681 Einwohnern haben in der Gemeinde 1.717 Menschen einen ausländischen Pass. Der Ausländeranteil liegt bei 16,08 Prozent – im Vorjahr lag die Quote bei 15,72 Prozent. Größte Gruppe unter den 66 ausländischen Nationalitäten sind 528 Personen mit einem rumänischen Pass, gefolgt von 302 polnischen und 150 türkischen Bürgern.

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