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Weiterer Schritt auf Weg zu "herzsicherer Gemeinde"

An der Sporthalle in Varrelbusch wurde nun ein für jedermann zugänglicher Defibrillator angebracht. In der Gemeinde Garrel sollen noch weitere Geräte installiert werden.

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Herzsicher: Hubert Meyer-Rohen (von links), Wilfried Schewe und Torsten Krüger nahmen den Defibrillator an der Sporthalle Varrelbusch in Betrieb. Foto: Looschen

Herzsicher: Hubert Meyer-Rohen (von links), Wilfried Schewe und Torsten Krüger nahmen den Defibrillator an der Sporthalle Varrelbusch in Betrieb. Foto: Looschen

Den Titel „herzsichere Gemeinde“ verleiht die Björn-Steiger-Stiftung. Zu diesem Kreis zählt seit Kurzem auch Garrel. Die jüngste Aktion im Rahmen des Projekts fand in Varrelbusch statt: An der Sporthalle wurde ein Defibrillator (AED) installiert. Er ist jederzeit für jedermann zugänglich, weil er außen neben dem Eingang angebracht wurde. Zur Inbetriebnahme des Geräts kamen Torsten Krüger, Projektkoordinator der Björn-Steiger-Stiftung, Wilfried Schewe von der Gemeinde Garrel und Hubert Meyer-Rohen vom Vorstand des BV Varrelbusch.

Für „herzsichere Gemeinden“ möchte die Stiftung pro 1500 Einwohner ein Gerät zur Verfügung stellen. In der Gemeinde Garrel wurde jetzt der zweite „Lebensretter“ angebracht. Gemeinsam wollen die Gemeinde und die Stiftung weiter auf Sponsorensuche gehen, um die angestrebte Zahl zu erreichen. „Wir suchen Orte und Räume, die von vielen Gästen aufgesucht werden und viele Stunden am Tag oder immer öffentlich zugänglich sind“, erklärt Wilfried Schewe das weitere Vorgehen.

Schulungen sind geplant

Nach der Installation beginnt die Ausbildung. Dafür stellt sich Torsten Krüger zur Verfügung oder er vermittelt den Kontakt zu örtlichen HiIfsorganisationen. 90 Minuten dauert die Einweisung, die Sicherheit in der Nutzung vermitteln soll. Hubert Meyer-Rohen will in Kürze Vereinsmitglieder und Turnhallennutzer zur einer Schulung einladen. Das Ziel der Björn-Steiger-Stiftung in den „herzsicheren Gemeinden“: Zehn Prozent der Einwohner sollen das Gerät sachgemäß einsetzen können und entsprechend geschult sein.

Torsten Krüger wusste zu berichten, dass es wegen Corona im vergangenen Jahr 20 Prozent mehr Herz-Tote gegeben hat. Die Leute gingen bei Beschwerden nicht in die Arztpraxen. Meyer-Rohen befürchtet, dass jetzt im Frühling, wenn im Garten schwere Arbeit angesagt ist, gesundheitliche Probleme gehäuft auftreten können. Umso wichtiger seien öffentlich zugängliche Defibrillatoren. Ein Gerät der Stiftung hängt schon im Rathaus. Als weitere Standorte sind Tweel und Falkenberg geplant. In Beverbruch und Nikolausdorf sowie an weiteren Stellen in der Gemeinde dank privater Initiativen bereits sind Defibrillatoren vorhanden.

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