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Weihnachtsimpfaktion: Das gesetzte Ziel ist erreicht worden

10.000 Impfungen bis Weihnachten waren das Ziel – und es ist geschafft. Landrat Johann Wimberg sieht in der Aktion einen "vollen Erfolg". Der Wermutstropfen: Es gab nur wenige Erstimpfungen.

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Sehen in der Weihnachtsimpfaktion einen vollen Erfolg (von links): Jan Hoffmann, Geschäftsführer des DRK Kreisverbands Cloppenburg, Landrat Johann Wimberg und Professor Dr. Joachim Schrader. Foto: Rühl

Sehen in der Weihnachtsimpfaktion einen vollen Erfolg (von links): Jan Hoffmann, Geschäftsführer des DRK Kreisverbands Cloppenburg, Landrat Johann Wimberg und Professor Dr. Joachim Schrader. Foto: Rühl

Mission erfüllt. So kann man die Bilanz der Weihnachtsimpfaktion im Landkreis Cloppenburg überschreiben. Zu Beginn hatte man sich im Cloppenburger Kreishaus ein ambitioniertes Ziel gesetzt: 10.000 Impfdosen sollten verabreicht werden. Und die Zahl ist am Donnerstag auch "geknackt" worden, berichtet am selben Tag ein sichtlich zufriedener Landrat. 

Johann Wimberg bezeichnet die Impfaktion als einen "vollen Erfolg". Nachdem auch die unter 30-Jährigen mit dem Impfstoff von Biontech versorgt werden konnten und somit ein Angebot an fast die gesamte Bevölkerung möglich war, sei der Andrang sehr groß gewesen, so der Landrat. Wie berichtet, ist in der Vorweihnachtszeit in allen 13 Städten und Gemeinden vor Ort oder in einem der drei Impfstützpunkte geimpft worden.

"Wir haben es mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung geschafft."Landrat Johann Wimberg

100 Mitarbeiter des Kreishauses hatten die Aktionsimpfteams unterstützt, die um die mobilen Impfteams in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz ergänzt wurden. Personal wurde auch aus den 13 Rathäusern abgestellt. "Wir haben es mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung geschafft, die Hausarztpraxen deutlich zu entlasten und das noch im November mangelnde Angebot auszugleichen“, erklärte Wimberg. Es gab aber auch ein Lob in Richtung Ärzteschaft: Sie hätten eigenverantwortlich größere Impfangebote auf die Beine gestellt: "Das ist im Praxisbetrieb nicht einfach und daher verdient das unseren Respekt und Dank."

„Das war ein ambitioniertes Ziel, aber niedrigschwellige Angebote sind in dieser Zeit wichtig. Wir hatten eine spannende Woche mit einem hervorragenden Ergebnis“, resümiert Jan Hoffmann, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Cloppenburg. Zahlen liefert Professor Dr. Joachim Schrader, der ehemalige medizinische Leiter des Impfzentrums: "Mit 2 Tagen Vorlauf 15.000 Angebote zu schaffen, war verrückt. Das hat am Ende aber besser geklappt als gedacht. Wir haben in einer Woche 25 Prozent auf die vorhandenen Auffrischungsimpfungen draufgelegt." Der aktuelle Stand bei den Impfquoten: 66,17 Prozent der Einwohner im Landkreis Cloppenburg haben eine Erst-Impfung, 64,47 Prozent sind vollständig geimpft und 26,74 Prozent geboostert.

Nur wenige bislang Ungeimpfte haben das Angebot angenommen

Den überwiegenden Anteil der Impfungen seien demnach die "Booster" gewesen. In den wenigsten Fällen seien es Erst-Impfungen gewesen. Das ist für Wimberg ein "Wermutstropfen", er hätte sich mehr gewünscht. "Leichter als jetzt, mit einer Terminbuchung, kurzer Wartezeit und einem ausreichenden Angebot vor Ort, können wir es den Menschen nicht machen.“ Gerade im Hinblick auf die aktuellen Infektionszahlen und die befürchtete Omikron-Welle sei ein bestmöglicher Impfschutz in der Bevölkerung überlebenswichtig. Mit Stand von Donnerstag sind mittlerweile acht Einwohner positiv auf die Omikron-Variante getestet worden.

Allein im letzten halben Jahr hätten sich 7000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. "Mit dem damit verbundenem Immunschutz geht der Landkreis immerhin besser vorbereitet ins neue Jahr als vor einem Jahr", so Wimberg. Gleichzeitig forderte er die Bevölkerung auf, den Regeln auch am Weihnachtsfest zu folgen.

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