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Weg mit dem Schlamm: Dinklages Burggräften werden sauber

Die Gräften der Burg Dinklage müssen entschlammt werden, damit das Gebäude keinen Schaden nimmt. Das kostet. Die Schwestern hoffen nun auf weitere Spenden.

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Schlammsauger in Aktion: Mit diesem Amphibienfahrzeug wird der bis zu 80 Zentimeter hohe Schlamm aus dem Burggraben abgesaugt und über einen Schlauch zum Trockenbecken gepumpt. Foto: Vollmer

Schlammsauger in Aktion: Mit diesem Amphibienfahrzeug wird der bis zu 80 Zentimeter hohe Schlamm aus dem Burggraben abgesaugt und über einen Schlauch zum Trockenbecken gepumpt. Foto: Vollmer

Die Entschlammung der Gräften rund um die Burg Dinklage, die den 23 Schwestern des Benediktiner-Ordens als Kloster dient, hat begonnen. Projektleiterin Schwester Ulrike Soegtrop zeigt sich zufrieden, dass diese wichtigen Arbeiten für den Erhalt der Burg und des Lebensraumes von Fauna und Flora nun zügig vorangehen.

Zwei Arbeiter des Unternehmens Vebiro GmbH aus Sachsen-Anhalt haben bereits mit Vorbereitungen begonnen. Wichtigster Bestandteil ist die Verlegung der Druckleitung, die von der Gräfte bis zum Acker führt, der als Spülfeld dient.

Schwester Ulrike Soegtrop erklärt, dass bereits mit einem Grob-Rechen die Grobteile wie heruntergefallene Zweige und Äste entfernt worden sind. Im weiteren Verlauf der Arbeiten wird zunächst der Schlamm der Außengräfte und danach der Innengräfte direkt um die Burg herum mit einem großformatigen Schlauch abgesaugt und durch die Druckleitung auf den naheliegenden Acker gespült. Dort können die erwarteten 2.500 Kubikmeter Schlamm langsam austrocknen. Das Wasser wird wieder in die Gräfte zurückgeleitet.

Absaugen hat mehrere Vorteile

Es gibt gute Gründe, weshalb die Entschlammung durch Absaugen und nicht durch Ausbaggern geschieht. So wird die Uferböschung geschont und eine Trockenlegung der Gräfte ist nicht notwendig. Zudem haben Amphibien und Fische bessere Fluchtmöglichkeiten. Schmutz und Lärm werden auf diese Weise in dem Naherholungsgebiet minimiert, meint die Projektleiterin. Wenn die Entschlammung nicht durchgeführt würde, sei zu befürchten, dass das im 15. Jahrhundert erbaute und unter Denkmalschutz stehende Gebäude Schaden nimmt. Denn die Holzpfähle, die das Fundament der Burg abstützen, müssen vor dem Austrocknen bewahrt werden.

Kontrollblick: Noch ist das vom Lohner Unternehmen Averdam hergestellte Schlamm- Auffangbecken längst nicht gefüllt. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Foto: VollmerKontrollblick: Noch ist das vom Lohner Unternehmen Averdam hergestellte Schlamm- Auffangbecken längst nicht gefüllt. Das wird sich in den nächsten Wochen ändern. Foto: Vollmer

Die Kosten summieren sich auf 120.000 Euro. Zuschüsse in Höhe von 20.000 Euro von der Niedersächsischen Bingo-Stiftung sowie 15.000 Euro von der Stadt Dinklage verringern den Betrag auf 85.000 Euro. Diese Summe konnte unter anderem durch Spenden noch einmal reduziert werden. „Bisher gingen 26.000 Euro ein. Wir Schwestern sind sehr dankbar für die großherzige Unterstützung. Ohne sie wäre es uns nicht möglich, dieses Anwesen in Schuss zu halten“, berichtet Schwester Ulrike Soegtrop. Weitere 9.000 Euro Spenden werden noch erhofft, um die Finanzierung zu sichern.

Spender dürfen auf Preise hoffen

Als Anreiz für großzügige Geldbeträge ab 85 Euro, die bis zum 15. Oktober eingehen, werden Preise verlost. Dazu gehören zehn Gutscheine für je zwei Personen für eine Kaffeetafel im Burgpark mit anschließender Bootsfahrt auf der Gräfte. Zudem sollen zehn Einladungen zu einem Foto-Shooting für zwei Personen im Burgpark verlost werden.

Die Verwaltung der Stadt Dinklage gab unterdessen im jüngsten Umweltausschuss bekannt, dass auch die gegenüberliegenden Gräften, die im Eigentum der Stadt Dinklage sind, gereinigt werden sollen. Die Stadt hat eine Firma kontaktiert, die mit einer langen Baggerschaufel die Gräben säubert. Meistens liegen diese Gräben fast trocken, da hier kein Wasser zugepumpt wird, wie bei den Burggräften.

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