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Wasserverband: Bei Abwasserabgabe gelten Sondervereinbarungen erst mal weiter

Der Protest hat Erfolg gehabt. Auch im kommenden Jahr bekommen Dammer Haushalte, die eine Sondervereinbarung mit dem Verband OOWV haben, Stromkosten für ihr Abwasser angerechnet.

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Symbolbild: dpa

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Eine gute Nachricht für alle Haushalte, die mit dem Verband OOWV zu den Abwassergebühren eine Sondervereinbarung geschlossen haben: Wie Kay Schönfeld, Regionalleiter des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes OOWV, mitteilt, laufen diese Sondervereinbarungen auch 2023 erst mal weiter. Entsprechende Vereinbarung hatten unter anderem Bürgerinnen und Bürger in Bergfeine und in Rottinghausen geschlossen.

Im Zuge der Umstellung wollte OOWV Sondervereinbarungen aufkündigen

Der Hintergrund: Der OOWV hatte im Zuge der Umstellung der Abwasserabrechnung auf öffentliches Recht angekündigt, alle bislang geltenden Sondervereinbarungen aufzukündigen. Dagegen hatte sich etwa in Bergfeine Widerspruch erhoben.

Die Bergfeiner hatten sich Mitte der 1995er Jahre auf eigene Kosten an die Abwasserkanalisation angeschlossen und auf ihren Grundstücken stromgetriebene Kleinpumpwerke installiert. Nach der Sondervereinbarung vergütet der OOWV den von den Anschlussnehmern für die Pumpwerke verbrauchten Strom mit 15 Cent je Kubikmeter Abwasser.

Dabei wird es auch ab dem 1. Januar vorläufig bleiben. Während der normale Abwasserpreis je Kubikmeter in Damme dann auf 2,40 Euro steigt, zahlen die Haushalte mit einer Sondervereinbarung 2,25 Euro. Insgesamt strebe der OOWV eine einheitliche Regelung mit den betroffenen Haushalten in seinem Verbandsgebiet an. Dazu sollen noch Gespräche stattfinden, sagte Kay Schönfeld.

Bürgermeister Otte sieht Beitragsgerechtigkeit gewährleistet

Christa Kampsen, SPD-Ratsfrau und Bergfeinerin, zeigte sich mit der Ankündigung zufrieden. Sie hatte das Thema öffentlich gemacht. Für Gespräche sei sie offen, sagte sie weiter.

Bürgermeister Mike Otte bestätigte, dass ihn ein entsprechendes OOWV-Schreiben erreicht habe. Er hatte sich in der Angelegenheit am Mittwoch letzter Woche an den Verband gewandt. "Im Sinne der von mir eingeforderten Beitragsgerechtigkeit begrüße ich diese Entscheidung sehr und freue mich insbesondere auch darüber, dass der OOWV in dieser Frage dann doch sehr schnell Klarheit für alle Beteiligten geschaffen hat", sagte der CDU-Politiker.

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