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Was wird aus dem Bahnhofstunnel? Das sagen Stadt und Bahn

Auch ein Jahr nach dem letzten Gutachten zeigt sich bei dem denkmalgeschützten Gebäude in Cloppenburg dasselbe Bild, der Beton ist immer noch drin. Getan hat sich seitdem noch nichts.

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Weiter verfüllt: Im Bahnhofstunnel liegt weiter der eingegossene Beton. Foto: Hermes

Weiter verfüllt: Im Bahnhofstunnel liegt weiter der eingegossene Beton. Foto: Hermes

Auch ein Jahr nach dem Gutachten des Landesamtes für Denkmalpflege (NLD) zeigt sich beim Bahnhofstunnel dasselbe Bild. Die Verbindung unter der Erde ist seit Oktober 2018 teilweise mit Beton verfüllt, die Deutsche Bahn hatte das Material überraschend eingegossen.

Letzter Stand der Planung war eine weitere Auffüllung mit reversiblem Leichtbeton bis zur Unterkante der Decke, um eine entsprechende Prüfung hatte die Stadt beim NLD gebeten. Nach Einschätzung der Experten sei dies auch genehmigungsfähig, wenn vorher die beiden denkmalgeschützten Überdachungen der Zugänge zum Gleistunnel denkmalgerecht instand gesetzt werden. Zudem müsste die Substanz der Treppenabgänge durch eine Folie oder ein anderes geeignetes Mittel flächig vom Leichtbeton zu trennen sein.

Die beiden Häuschen müssten erst einmal denkmalgerecht instand gesetzt werden. Foto: HermesDie beiden Häuschen müssten erst einmal denkmalgerecht instand gesetzt werden. Foto: Hermes

Die Stellungnahme des Landesamtes liegt seit rund 1 Jahr vor. Damals hieß es seitens der Stadt und der Bahn, dass sich die Prüfung und Bearbeitung aufgrund der Urlaubszeit verzögert. Die Redaktion hat 12 Monate später erneut nachgefragt. „Wir befinden uns mit der Stadt Cloppenburg und dem Denkmalschutzamt in enger Abstimmung über die nächsten Schritte. Wir werden in Kürze nähere Infos zum weiteren Vorgehen kommunizieren und bitten daher noch um etwas Geduld“, teilte eine Bahnsprecherin auf Nachfrage mit. Die Stadtverwaltung verwies auf das untereinander abgestimmte Statement der Bahn.

Wie eng der Kontakt mit dem Landesamt dabei wirklich ist, bleibt fraglich. „Ich kann nichts Neues berichten. Bislang scheint nichts unternommen worden zu sein und wir haben keine Kenntnis über weitere Planungen“, erklärte nämlich dessen Pressesprecher Tobias Wulf.

Die Begründung der Bahn für die Verfüllung lag seinerzeit an der Substanz des Tunnels: „Die Personenunterführung entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen an die Statik“. Unterschiedliche Auffassung bestand zudem, welche Bereiche unter Denkmalschutz stehen. Ein früheres Ermittlungsverfahren der Stadt Cloppenburg gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn wurde 2019 eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte keine „hinreichend sicheren Verdachtsmomente für eine bewusste und gewollte Zerstörung eines Kulturdenkmals“ gesehen.

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