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Was Sie zum Thema Ernährung im Lockdown wissen müssen

Ernährungsberaterin Katrin Bünnemeyer aus Dinklage gibt Tipps, was für die eigene Gesundheit aktuell getan werden kann. Auch sportliche Aktivitäten sind dabei entscheidend.

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Obst und Gemüse sollten ausreichend gegessen werden, rät Katrin Bünnemeyer. Foto: Duzat

Obst und Gemüse sollten ausreichend gegessen werden, rät Katrin Bünnemeyer. Foto: Duzat

Die Corona-Pandemie hat alles verändert, auch die Arbeitswelt. Immer mehr Menschen arbeiten zu Hause, im "Homeoffice". Ohnehin verbringen die Bürgerinnen und Bürger viel mehr Zeit in ihren eigenen 4 Wänden, als vor der Pandemie. Das Problem dabei ist, dass bei vielen die Bewegung und eine ausgewogene Ernährung zu kurz kommen.

Diesen Eindruck bestätigt Katrin Bünnemeyer. Sie ist Diabetesberaterin und Diätassistentin in der Vechtaer Diabetologische Schwerpunktpraxis Dr. Silke Otto-Hagemann. "Nicht nur bei chronisch Erkrankten, sondern auch bei Gesunden stellen wir aktuell Mangelerscheinungen fest", berichtet die Dinklagerin. In ihrer Arbeit betreuen sie und ihre Kollegen die Patienten immer über einen längeren Zeitraum; dabei sei der Blick für Entwicklungen durchaus geschärft.

Doch welche Probleme gibt es genau? Die Ernährungsberaterin sieht vor allem den Bewegungsmangel kritisch. Die Sportvereine dürften maximal ein Online-Training anbieten; Fitnessstudios seien geschlossen. Nicht jeder könne sich aufraffen, durch den Wald zu joggen. 

Ernährungsberaterin empfielt ausreichend Obst und Gemüse zu essen

Daneben sei das Essverhalten aktuell nicht sonderlich gut. "Da viele  im Homeoffice keine geregelte Tagesstruktur haben, neigen einige dazu, dass sie aus Frust oder auch Langeweile essen", erzählt die 37-jährige Dinklagerin. Dieses Phänomen habe sie schon bei einigen Patienten feststellen müssen. Die Entwicklung sei bedenklich. "Es ist extrem wichtig sich ausgewogen und bunt zu ernähren", sagt Bünnemeyer.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung habe da einen ganz einfachen Tipp: "5 am Tag." Dahinter verberge sich, dass die Menschen am Tag 3 Portionen Gemüse sowie 2 Portionen Obst essen sollten. Die Portionsgröße sei unterschiedlich, erklärt Bünnemeyer. Am einfachsten sei es laut der Diätassistentin, immer eine Handvoll Obst oder Gemüse zu nehmen.

Als weiteren Tipp hat die 37-Jährige, dass man die Mahlzeiten im Vorfeld durchplanen solle. "Sie können zum Beispiel eine Kleinigkeit, wie etwa einen Gemüseteller vorbereiten", erklärt Bünnemeyer. Schon beim Einkaufen könne darauf geachtet werden, möglichst gesunde Lebensmittel zu kaufen. Und: "Gehen Sie niemals hungrig einkaufen", betont Bünnemeyer.

Zu der Planung der Mahlzeiten zähle laut der Dinklagerin auch, dass man genau festlege, wann man im Homeoffice etwas esse. Heißhunger-Essen solle man tunlichst vermeiden. Was oft zudem vergessen werde sei das Trinken, berichtet Bünnemeyer. Für den Körper sei es aber extrem wichtig am Tag mindestens eineinhalb Liter Flüssigkeit zu bekommen. Ihr Tipp: Immer eine Flasche Wasser an den Arbeitsplatz stellen. Am Anfang müsse man sich vielleicht noch zum Trinken zwingen, doch mit der Zeit setze sich die Routine durch.

Zum Thema Bewegung empfiehlt die 37-Jährige, täglich einen kleinen Spaziergang einzuplanen. Wer aktiver sein wolle, der könne natürlich kleine Workouts einbauen oder auch joggen gehen. Am Ende sei laut Bünnemeyer das Ziel, möglichst fit und gesund durch den Lockdown zu kommen.

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