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Was sich Ehrenamtliche im Kreis Vechta wünschen

Der CDU-Kreisverband hat eine Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfragen finden Sie hier.

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Präsentieren den Fragebogen und die Ergebnisse der Umfrage: Josef Harpenau (links, Geschäftsführer der Jungen Union im Landkreis Vechta) und Matthias Warnking (Kreisvorsitzender der CDA im Landkreis Vechta). Foto: Privat

Präsentieren den Fragebogen und die Ergebnisse der Umfrage: Josef Harpenau (links, Geschäftsführer der Jungen Union im Landkreis Vechta) und Matthias Warnking (Kreisvorsitzender der CDA im Landkreis Vechta). Foto: Privat

Immer mehr Vereine im Landkreis Vechta klagen über Mitgliederschwund. Gewachsene Strukturen des Ehrenamts und der Freiwilligenarbeit lösen sich mehr und mehr auf. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen gehen auch am Landkreis Vechta nicht vorbei.

Was genau die Vereine und Bürger im Landkreis Vechta benötigen, das sollte nun eine Umfrage des Fachausschusses Soziales des CDU-Kreisverbandes ermitteln. So wird vor allem eine organisatorische Unterstützung bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen und bei der Einwerbung von Fördermitteln gewünscht, heißt es in einer Mitteilung, in der der Kreisverband seine Ergebnisse präsentiert. Aber auch beim digitalen Vereinsmanagement und der Weiterbildung der Mitglieder würden Bedarfe gesehen.

Ein wichtiger Bereich sei auch die Unterstützung in Rechtsfragen. Die Anforderungen und rechtlichen Vorgaben für Vereine würden immer komplizierter werden. Ein ehrenamtlicher Vereinsvorstand kann dies häufig kaum mehr überblicken und eine professionelle Rechtsberatung ist teuer. Hier braucht es unkomplizierte Möglichkeiten, verlässliche Informationen einzuholen, damit verantwortliche Entscheidungen getroffen werden können, heißt es in der Mitteilung. Vereinsvorstände würden sich hier häufig allein gelassen fühlen. Das mache es nicht einfacher, Menschen zu finden, die in einem Verein Verantwortung übernehmen wollen.

Kleine Vereine wünschen sich mehr Beachtung

Von der Politik im Landkreis Vechta werde in puncto Ehrenamt auch erwartet, dass Strukturen geschaffen würden, die auch im Ehrenamt Integration und Inklusion förderten. Viele wollten sich engagieren, brauchten aber aufgrund verschiedener Barrieren hier und da Unterstützung und jemanden, der sie an die Hand nimmt, so der Kreisverband.

Letztlich sei häufig auch mehr Anerkennung eingefordert worden. Ohne den selbstlosen Einsatz von Ehrenamtlichen und Freiwilligen würden viele Angebote im Landkreis untergehen und eingestampft werden müssen, heißt es. Gerade die kleinen Vereine beklagten, dass sie oft nicht gesehen würden und ihr Engagement nicht unterstützt, manchmal belächelt und viel zu oft blockiert werde. Eine tatkräftige und unkomplizierte Unterstützung – das würden viele Ehrenamtliche als Anerkennung ihres Engagements verstehen. Zusätzliche Formen der Anerkennung, wie zum Beispiel die Ehrenamtskarte oder Ehrungen, würden dann als positiv wahrgenommen, wenn sie angemessen seien. Hohe Hürden für kleine Vergünstigungen für Ehrenamtliche oder Sonntagsreden und Plaketten ohne echte Unterstützung würden eher als demotivierend wahrgenommen, heißt es in der Mitteilung.

Die Befragung sei ein Projekt unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Matthias Warnking gewesen. Sie wurde vom Kreisgeschäftsführer der Jungen Union, Josef Harpenau aus Steinfeld, programmiert und ausgewertet. Die Befragung stand online zur Verfügung und wurde am Tag der Vereine vor dem kaiserlichen Postamt in Vechta persönlich durchgeführt. Von den rund 60 Befragten waren demnach zwei Drittel männlich und ein Drittel weiblich. 85 Prozent waren ehrenamtlich engagiert und rund drei Viertel über 30 Jahre alt, so der CDU-Kreisverband.

60 Ehrenamtliche haben an der Befragung teilgenommen

Aufgrund der Ergebnisse fordere der CDU-Fachausschuss Soziales, nun eine systematische und nachhaltige Förderung des Ehrenamtes im Landkreis aufzubauen. So solle zum Beispiel die Freiwilligenagentur in Lohne so strukturiert und finanziert werden, dass die Unterstützung der Ehrenamtlichen im gesamten Landkreis besser gewährleistet werde, schlägt der Kreisverband vor.

Dafür ständen auch Landesmittel zur Verfügung stehen, die derzeit noch nicht ausgeschöpft würden. Auch der Aufbau einer Ehrenamtsstiftung durch den Landkreis und die Kommunen wäre aus der Sicht des Projektleiters, Matthias Warnking sinnvoll, um die Unterstützung des Ehrenamts besser zu koordinieren und dauerhaft strukturiert zu verbessern.

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