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Warum Holdorf ein Fest für alle Kulturen feiern will

Alle Menschen, Kulturen und Religionen sollen am 25. September (Sonntag) am Jugendtreff miteinander ins Gespräch kommen und zeigen, wie vielfältig die Gemeinde ist.

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Gegen Schubladendenken: (von links) Timo Donner, Elisabeth Vodde-Börgerding und Andrea Stangenberg fiebern dem „Fest der Kulturen“ beim Jugendtreff Holdorf entgegen. Foto: Böckmann

Gegen Schubladendenken: (von links) Timo Donner, Elisabeth Vodde-Börgerding und Andrea Stangenberg fiebern dem „Fest der Kulturen“ beim Jugendtreff Holdorf entgegen. Foto: Böckmann

Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen sollen aufeinander zugehen. Sie sollen sich begegnen, die Teilhabe und die Integration leben. Gerade in Zeiten eines erstarkten Rechtspopulismus scheint Solidarität und Gleichberechtigung wichtig. Worum es geht? Um die Interkulturelle Woche (IKW), die in Deutschland in diesem Jahr vom 25. September bis zum 2. Oktober stattfindet. Sie ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie und wird seit 1975 jedes Jahr Ende September in mehr als 5000 Städten und Gemeinden gelebt. Teil der IKW ist der „Tag des Flüchtlings“ am 30. September.

Auch in Holdorf findet 2022 eine Veranstaltung statt. Genauer gesagt: beim Jugendtreff an der Badberger Straße. Denn für den 25. September (Sonntag) laden der Verein „Zukunft für Jugend Holdorf“ und das Caritas-Sozialwerk von 12 bis 18 Uhr zu einem „Fest der Kulturen“ für alle Holdorfer ein. Unter dem Motto #offengeht wollen die Organisatoren am Jugendtreff "Schubladen aufdenken". Sie wollen zeigen, wie bunt, wie vielfältig, wie lebendig die Gemeinde Holdorf ist, erklären Timo Donner (Jugendtreffleiter) sowie Elisabeth Vodde-Börgerding und Andreas Stangenberg (Zukunft für Jugend). Das soll sich unter anderem kulinarisch zeigen.

Kulinarisch wird an dem Wochenende einiges geboten

Zwei geflüchtete Familien haben angekündigt, dass sie Mahlzeiten für bis zu 200 Gäste kochen werden – und zwar mit ukrainischen, kasachischen, russischen, kurdischen, deutschen und syrischen Köstlichkeiten. Eine Russin hat zudem versprochen, etwas Leckeres ukrainisches vorzubereiten – ganz im Sinne der friedlichen Völkerverständigung. Außerdem gibt es Zuckerwatte und Popcorn.

Der Jugendtreff möchte beim „Fest der Kulturen“ natürlich Werbung für seine Arbeit machen. Timo Donner wird seine Arbeit vorstellen und erklären, wie sich Ehrenamtliche engagieren können. Die Mitarbeiter des Vereins "Zukunft für Jugend" und das Caritas-Sozialwerk werden erzählen, wie die Flüchtlinge in Holdorf noch besser in das Gemeindeleben integriert und Vorurteile abgebaut werden können. Timo Donner findet: „Die Integration läuft gut in Holdorf, aber es geht noch besser.“ Das Caritas-Sozialwerk bietet außerdem mit seinem Pro-Aktiv-Center (PACE) und seinem Jugendmigrationsdienst Beratungen für Jüngere, zum Beispiel bei der Berufswahl, an.

Der Spaß soll beim Fest der Kulturen natürlich nicht zu kurz kommen. „Wir wollen uns austauschen und etwas erleben“, sagt Vodde-Börgerding. „Das wird alles nichts Kompliziertes.“ Das Freizeitprogramm bietet Ablenkung bei der Slotcar Bahn (die 10 Bestplatzierten erhalten Preise und alle eine Teilnehmerurkunde), bei einem Segwayparcours, auf der Hüpfburg, dem Karussell, beim Dosenschießen und einem Weltpuzzle. Die Organisatoren hoffen auf eine große Beteiligung. Sie haben auch dank der Unterstützung des Caritas-Sozialwerkes, des Vereins "Zukunft für Jugend"  und dem Programm  „Startklar in die Zukunft“ des Landes Niedersachsen keine Ausgaben. Die Einnahmen und Spenden sind für die Arbeit des Jugendtreffs.

Alle Zugewanderten sollten im Vorfeld der Veranstaltung den Flyer und ein Anschreiben von Elisabeth Vodde-Börgerding erhalten. Inoffiziell eröffnet wird das „Fest der Kulturen“ um 11 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Peter-und-Paul-Kirche. Danach soll es dann nahtlos am Jugendtreff weitergehen.

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