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Warum es in Bakum warm bleibt

Eine große Menge der Wärmeversorgung in den kommunalen Gebäuden ist unabhängig von fossilen Energieträgern. Rathaus, Schwimmbad und Schulen werden ebenfalls beheizt bleiben.

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Symbolfoto: dpa/Dittrich

Symbolfoto: dpa/Dittrich

Während andere Kommunen die Temperaturen in ihren Schwimmbädern oder in Verwaltungsgebäuden angesichts der aktuellen Energiekrise absenken, muss man in den meisten der kommunalen Gebäude in der Gemeinde Bakum nicht fürchten, diesen Winter frieren zu müssen. Wie Bürgermeister Tobias Averbeck auf Nachfrage wissen lässt, werden 9 der 12 kommunalen Gebäude der Gemeinde Bakum mit Fernwärme aus Biogasanlagen beheizt. „Das bedeutet, dass circa 91 Prozent der gesamten Wärmeenergie unserer kommunalen Gebäude unabhängig von fossilen Energieträgern bereitgestellt werden kann.“ Und bedeutet ebenso, dass das Thermostat nicht heruntergedreht werden muss.

Die Verwaltung sei derzeit im Gespräch, weitere Gebäude an das Fernwärmenetz anzuschließen, sagt Averbeck. Der Bauhof, die Feuerwehr Bakum und der Kindergarten St. Josef in Bakum werden aktuell noch nicht mit der Fernwärme beheizt. Die drei Schulen, beide Sporthallen, die Schwimmhalle, das Rathaus und der Kindergarten St. Anna an der Loher Straße und die Feuerwehr in Lüsche dagegen schon.

Dach der Sporthalle wird derzeit saniert

In den mit fossilem Erdgas beheizten Gebäude wende die Gemeinde die " Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung" – kurz EnSikuMaV – des Bundeswirtschaftsministeriums an. Das heißt: Sie senke die Raumtemperaturen auf die erforderlichen Mindestwerte.

Die Schaltzeiten der Straßenbeleuchtung bleiben dagegen wie gehabt, wie der Bürgermeister weiter wissen lässt, „da wir im Vergleich mit anderen Kommunen ermittelt haben, dass wir bereits sehr geringe Schaltzeiten haben und gleichzeitig unserer Bevölkerung ein Mindestmaß an Sicherheitsgefühl gewähren wollen“. Zudem sei die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt und habe daher ohnehin sehr geringe Verbrauchswerte.

Derzeit wird das Dach der Sporthalle saniert. Die Fenster werden ausgetauscht und das Gebäude erhält eine Photovoltaikanlage. Wenn die Arbeiten im November abgeschlossen sind, könne die Gemeinde mit der PV-Anlage „einen nennenswerten Anteil am Eigenverbrauch erreichen“, sagt Averbeck. Weitere Gebäude würden derzeit für derartige Maßnahmen überprüft.

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