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Warum ein 25-Jähriger trotz Ebay-Betrugs nicht ins Gefängnis muss

Der Barßeler ist drogenabhängig. Er verkauft auf Ebay vermeintliche iPhones. Doch sein Betrug fällt schnell auf. Nun steht er vor dem Cloppenburger Amtsgericht.

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Symbolfoto: Vorwerk

Symbolfoto: Vorwerk

Nur eine Entgiftung hat einen drogenabhängigen Mann aus Barßel vor dem Gefängnis bewahrt. Das Cloppenburger Amtsgericht hat am Dienstag den 25-Jährigen wegen Ebay-Betrugs in fünf Fällen zu 16 Monaten Haft verurteilt. Weil der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichts nun aber sein Suchtproblem in den Griff bekommen will und mit der Entgiftung einen Anfang gesetzt hat, setzte das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus. 

Mit Betrügereien hat der Barßeler bisher seine Sucht finanziert. Dabei handelte es sich um klassische Ebay-Betrügereien: Ware anbieten, Vorkasse kassieren, Ware nicht liefern. In den aktuellen Fällen hat der 25-Jährige teure Handys zum Schnäppchenpreis und Spielekonsolen im Gesamtwert von 1500 Euro angeboten, das Geld kassiert, die Ware aber nicht geliefert. Er besaß gar keine Handys und Spielekonsolen.

Der 25-Jährige gibt auf Ebay seine echten Daten preis

Doch seine Drogensucht wurde ihm wohl zum Verhängnis. Bei allen betrogenen Käufern hat der 25-Jährige seine echten Daten, sein eigenes Konto und seine Handynummer hinterlassen. Die Zeit zum Verschleiern soll ihm nicht mehr geblieben sein.

Zu den Auflagen des Gerichts gehört auch: Der Angeklagte muss sich um eine Langzeit-Therapie kümmern – und bis dahin clean bleiben. Zurzeit konsumiert der Barßeler nach eigener Aussage keine Drogen mehr. Er sei mit seiner Partnerin zusammengezogen. Das alles nahm das Gericht zum Anlass, dem 25-Jährigen eine günstigere Sozialprognose als Vorbedingung für eine Bewährungsstrafe zu stellen. Erfüllt der 25-Jährige die Auflagen nicht, muss er ins Gefängnis.

Daneben muss er auch zahlen. Täter müssen das, was sie durch Straftaten erlangen, an den Staat zurückzahlen. Im Fall des Barßeler sind das 1500 Euro.

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