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Warum die Kirchengemeinde St. Catharina bis in den Kongo laufen will

Mit den Spendengeldern der Aktion soll ein Krankenhaus-Bau finanziell unterstützt werden. Es ist für das Projekt "Zukunft für Tshumbe" gedacht, das eine Österreicherin schon 2020 vorgestellt hat.

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Wirbt für das Projekt: Ludger Baumann hofft, dass viele Spenden für den Verein "Zukunft für Tshumbe" erlaufen werden. Foto: Böckmann

Wirbt für das Projekt: Ludger Baumann hofft, dass viele Spenden für den Verein "Zukunft für Tshumbe" erlaufen werden. Foto: Böckmann

Alle paar Jahre veranstaltet die katholische Kirchengemeinde Dinklage einen Solidaritätslauf. Mal sammelten die Teilnehmer für die SOS-Kinderdörfer Kilometer um Kilometer, dann waren sie für Misereor sportlich aktiv. Auch im vergangenen Jahr sollte es einen Spendenlauf geben – und zwar für das  Projekt "Zukunft für Tshumbe". Der Lauf fiel coronabedingt aus, wird jetzt aber nachgeholt. Seit dem 1. Juni und noch bis zum 15. Juli läuft die Kirchengemeinde St. Catharina für die Hilfsaktion "Zukunft für Tshumbe" der Österreicherin Manuela Erber.

Worum geht es bei dem Projekt? Der Verein unterstützt Menschen in dem kleinen, von Armut und Krankheiten geplagten Dorf in der Demokratischen Republik Kongo, um die täglichen Lebensanforderungen besser zu bewältigen. Dazu gehört laut Manuela Erber "die individuelle persönliche Förderung der Lebensgrundlagen ebenso wie die Bildung der Menschen, aber auch die Verselbstständigung der bisher entwickelten Projekte".  Kurz: Hilfe zur Selbsthilfe. Mit den Spenden wurden unter anderem ein Kindergarten und eine Grundschule gebaut.  Jetzt möchte "Zukunft für Tshumbe" ein Krankenhaus mit 120 Betten, spezialisiert auf Frauen- und Kinderheilkunde, entstehen lassen. 300.000 Euro kostet die Baumaßnahme, rund 150.000 Euro fehlen dem Hilfswerk noch.

Es muss nicht zwingend gelaufen werden

Den Kontakt zu der Österreicherin hat Ludger Baumann hergestellt. Der Dinklager Allgemeinmediziner Baumann kennt Erber schon seit 20 Jahren, weil er mehr als ein Dutzend Mal auf seinem Wanderurlaub in St. Johann in dem Gästehaus der Familie übernachtete. Er versichert: "Das Geld kommt zu 100 Prozent bei dem Projekt an. Das Geld ist super angelegt." Einige Dinklager kennen Manuela Erber schon, weil sie im vergangenen Jahr bei einem Gottesdienst im Freibad auf ihren Verein aufmerksam machte. Damals kamen auf dem Woandersgottesdienst 1.193 Euro als Kollekte zusammen.

Weitere Spenden für den Krankenhaus-Bau im Tshumbe möchte nun die Kirchengemeinde sammeln. Pfarrer Johannes Kabon sowie Renate Dunker und Rita kl. Sextra vom Pfarreirat berichten, dass der Solidaritätslauf bereits gut gestartet sei. Viele Einzelpersonen oder Gruppen sind bereits aktiv und werden von Spendern unterstützt.  Es gibt auch Dinklager, die einfach so gespendet haben – bewegungslos, weil sie das Projekt an sich bewegt. 

Wichtig auch: Es muss auch nicht zwingend gelaufen werden. Auch mit dem Roller, Fahrrad, E-Bike, Rollator, Inlinern oder Rollstuhl können Kilometer gemacht werden. Die sollten möglichst über eine App erfasst werden. Aber auch das ist nicht zwingend.  Das Ziel für die fast 7-wöchige Aktion sind 10.300 Kilometer. Das ist die Entfernung per Luftlinie zwischen Dinklage und Tshumbe.

Der Abschluss der Aktion ist für den 25. Juli (Sonntag) geplant. Dann gibt es vor oder im Feuerwehrhaus einen Abschlussgottesdienst. Musikalisch begleitet wird die Messe von der Band Kölsch & Klüngel – natürlich mit Ludger Baumann, dem Frontmann der Gruppe. Baumann wird  auch in den Gottesdiensten am Wochenende (Samstag 17 Uhr, Sonntag 9.30 Uhr und 11 Uhr) das Projekt vorstellen. 


Fakten:

  • Fragen: Näheres zum Projekt gibt es unter www.zukunft-fuer-tshumbe.or.at oder unter Telefon +43/6641304383 und E-Mail info@zukunft-fuer-tshumbe.or.at.
  • Spendenkonto: IBAN: DE64 2806 5108 0007 0041 08
  • Anmeldung zum Lauf: soli-lauf.dinklage@ewe.net: Danach gibt es den Zugang zur App.
  • Infos: Gibt es auch auf der Homepage der Kirchengemeinde unter https://www.sankt-catharina-dinklage.com/soli-lauf

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