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Warum die Corona-Krise eine Chance für das Oldenburger Münsterland birgt

Die Landräte Wimberg und Gerdesmeyer stellen als Vorteile der Region die Lebensqualität und die Wirtschaftskraft heraus. Sie rechnen mit weiterem Zuzug.

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Blicken optimistisch in die Zukunft: (von links) Johannes Knuck (Verbund Oldenburger Münsterland), Tobias Gerdesmyer (Vechtaer Landrat), Johann Wimberg (Cloppenburger Landrat) und Jan Kreienborg (Geschäftführer des Verbundes Oldenburger Münsterland). Foto: Tzimurtas

Blicken optimistisch in die Zukunft: (von links) Johannes Knuck (Verbund Oldenburger Münsterland), Tobias Gerdesmyer (Vechtaer Landrat), Johann Wimberg (Cloppenburger Landrat) und Jan Kreienborg (Geschäftführer des Verbundes Oldenburger Münsterland). Foto: Tzimurtas

Positive Effekte der Corona-Krise für die Region? Auch die gibt es. Davon ist der Cloppenburger Landrat Johann Wimberg überzeugt. Angesichts der Herausforderungen rund um die Pandemie habe sich gezeigt, dass der ländliche Raum in den vergangenen zwei Jahren „wieder deutlich an Attraktivität gewonnen“ habe. Es habe eine Veränderung der Perspektive auf den ländlichen Raum gegeben – und damit auch auf das Oldenburger Münsterland.

Zum Beispiel aus diesem Grund: Als die Gastronomie, Geschäfte und Kultureinrichtungen coronabedingt geschlossen waren, habe sich die Frage gestellt, welche Vorteile eigentlich das Leben in einer Großstadt habe. Vielmehr seien die Probleme der urbanen Lebenswelt deutlicher geworden: schlechte Luft, Verkehrsüberlastung, Anonymität.

In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta aber sei in solch einer Krisensituation die Lebensqualität höher als in einem engeren urbanen Raum, sagte Wimberg als Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland, der am Donnerstag in Langförden zu einem Pressegespräch geladen hatte.

Zuzug aus Städten kann die Folge von Corona sein

Die konkrete Chance, die sich infolge der Corona-Pandemie ergebe, bestehe darin, dass es zu einem Zuzug aus den Städten kommen könne – auch wegen der hohen Wirtschaftskraft vor Ort.

Der Vechtaer Landrat Tobias Gerdesmeyer schloss sich den Worten Wimbergs an. Er lobte, dass der Verbund als Marketing- und Kommunikationsorganisation „die Marke Oldenburger Münsterland“ weit vorangebracht habe – und die beiden Landkreise noch enger zusammengeführt habe.

Fachkräftegewinnung weiter im Fokus

Gerdesmeyer hob auch hervor, dass die Herausforderungen der Zukunft nur in dieser größeren Einheit zu bewältigen seien. Weiter steht die Gewinnung von Fachkräften im Fokus. Gerdesmeyer nannte unter anderem diese Stärken der Region: eine wachsende Bevölkerungszahl, Kinderreichtum und Familienfreundlichkeit. Firmen, die auf dem Weltmarkt aktiv sind, haben hier ihren Sitz.

Beim Fachkräftemarketing gebe es keine grundsätzliche Umorientierung, sagte Verbund-Geschäftsführer Jan Kreienborg. „Für uns ist wichtig, dass wir junge Leute hier halten.“ Um überregional für den Standort zu werben, sei ein Auftritt nötig, der das Oldenburger Münsterland als Ganzes zeige – authentisch.

Spargelessen erstmals über eine ganze Woche

Im Binnenmarketing gebe es die klassischen Formate Wirtschaftstag, Spargelessen (in diesem Jahr erstmals eine ganze Woche vom 2. bis 8. Mai), Unternehmerpreis und Familientag (18. September in Garrel). Stärker dargestellt werden soll das Oldenburger Münsterland als Gründerregion.

Aktuell werde ein neues Tourismuskonzept erarbeitet, sagte der Verbund-Abteilungsleiter Johannes Knuck. Es soll dem Trend zum nachhaltigen Tourismus Rechnung tragen. 2019 habe es 860.00 Übernachtungen in der Region gegeben. Bis 2024 soll das Ziel erreicht sein, mehr als eine Million Übernachtungen pro Jahr zu verzeichnen.

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