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Warten aufs Christkind

Meine Woche: Ostern wäre geschafft – ab jetzt steuern wir stramm auf den diesigen Herbst zu. Das zumindest ist die Wunschvorstellung, wenn man auf Wärme und Sonne gut und gerne verzichten kann.

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Es sind diese ersten Tage nach der frühjährlichen Zeitumstellung, an denen ich mir wünschte, gleich liefen „Wham“ oder Rolf Zuckowski im Radio. Wenn die Sonne sich besonders grell zeigt und tief steht, weiß ich: Jetzt heißt es „Zähne zusammenbeißen bis September!“. Im Sommer bin ich, ehrlich gesagt, zu nichts zu gebrauchen. Alles und überall ist es mir zu warm, zu grell, zu voll, zu laut. Ich sehne mich schon jetzt nach Laubfegen, nach Winterjacke, Herbststurm und frostigen Feldern links und rechts.

Und so war in dieser Woche für mich auch eine nicht unerhebliche Etappe auf dem Weg dorthin bewältigt: Ostern liegt hinter uns. Das höchste christliche Fest, keine Frage. Aber die dekorativen Begleitumstände gehen mir alljährlich ganz erheblich auf den Zeiger. Vor jeder Haustür müssen – meine Meinung – kitschige Ostereier in den Sträuchern baumeln. Hinter jedem 3. Fenster lugen die Löffel hölzerner Osterhasen hervor. Und bittesehr, wir brauchen Primeln, Narzissen – Pink und Gelb in Hülle und Fülle, bevor noch jemand übersieht: Der Lenz ist da!

Aber jetzt, nach Ostern, wird dieser ganze Frühlings-Overkill heruntergefahren und wieder eingekellert. Als nächsten Schritt gilt es, den Sommer zu überstehen. Rappelvolle Außengastronomie, wo es im Winter den gemütlichen Ecktisch unter griechischem Fischernetz gibt, 30 Grad warme Schlafzimmer und pollenverklebter Autolack...

Wie freue ich mich auf die Steinpilz-Zeit im Herbst, die stillen Tage im November und den Moment, in dem ich erstmals wieder im Wintermantel vor „meinem“ Poffertjes-Mann auf dem Lambertimarkt stehen und sagen kann: „Einmal mit Butter und Puderzucker, bitte!“

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