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Warnstufe 2 wird immer wahrscheinlicher: Vechtaer Inzidenz überschreitet 400

Die Vechtaer 7-Tage-Inzidenz steigt: Am Freitag liegt sie über der 400er-Marke. Das ist während der Pandemie noch nie passiert. Das RKI meldet für Cloppenburg einen Wert von 334,8.

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Im Labor: Negativ und positiv auf Corona getestete Proben. Symbolfoto: dpa

Im Labor: Negativ und positiv auf Corona getestete Proben. Symbolfoto: dpa

Es ist ein neuer Höchstwert im Landkreis Vechta, den das Robert-Koch-Institut am Freitag meldet. Demnach übersteigt die 7-Tage-Inzidenz jetzt erstmals seit Beginn der Pandemie die 400er-Marke und liegt jetzt bei 407,1 (Vortag: 386,9). Das ist der höchste Wert in Niedersachsen - knapp vor Salzgitter mit 406,3. Der dritthöchste Wert in Niedersachsen wird für den Landkreis Cloppenburg gemeldet. Hier gibt das Robert-Koch-Institut einen Wert von 334,8 an. Damit ist die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag (307,0) wieder gestiegen.

Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Donnerstag 98 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. Im Landkreis Cloppenburg waren es am Donnerstag deutlich mehr: Mit 184 Fällen binnen 24 Stunden ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie gemeldet worden. Beide Landkreis befinden sich aktuell in Corona-Warnstufe 1 - damit einher geht eine flächendeckende Beschränkung auf 2G. Im Landkreis Cloppenburg geht man jetzt einen Schritt weiter. Ab Samstag gilt eine neue Allgemeinverfügung mit einer weitergehenden Kontakt- und Zugangsbeschränkung. 

Derweil wird die Corona-Warnstufe 2 im Oldenburger Münsterland immer wahrscheinlicher - denn die Voraussetzungen dafür sind jetzt den dritten Werktag in Folge sowohl im Landkreis Cloppenburg als auch im Landkreis Vechta gegeben.

Die erste Voraussetzung: Die lokale 7-Tage-Inzidenz. Zum einen liegen Zahlen in beiden Landkreisen weiterhin sehr deutlich über dem 100er-Grenzwert. Dass die Werte diese Marke bis kommende Woche unterschreiten werden, gilt aus ausgeschlossen. 

Die zweite Voraussetzung: Die Hospitalisierung. Der Leitindikator, der auf den Zahlen aller Krankenhäuser in Niedersachsen basiert, ist am Freitag noch einmal gestiegen und liegt jetzt bei 6,7 (Vortag: 6,6). Damit ist der Grenzwert für Warnstufe 2, der bei 6 liegt, jetzt den dritten Werktag in Folge überschritten worden. Wenn der Fünftagesabschnitt (Sonn- und Feiertage werden nicht mitgezählt) erreicht wurde, ist die maßgebliche Vorgabe für Warnstufe 2 gegeben. Dann wird auf die lokale 7-Tage-Inzidenz geschaut. Liegt die ebenfalls an fünf Werktagen in Folge über 100, müssen die Kreishäuser die Warnstufe 2 amtlich feststellen.

Die dritte (alternative) Voraussetzung: Die Intensivbettenquote. Der Indikator, der den Anteil von Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Niedersachsen angibt, liegt zurzeit unterhalb des Grenzwertes für Warnstufe 2. Laut aktuellen Angaben aus Hannover liegt die Quote bei 8,5 Prozent (Vortag: 8,6 Prozent). Der Grenzwert liegt bei 10 Prozent. Sollte dieser Indikator neben der Hospitalisierung ebenfalls innerhalb des Fünftagsabschnitt über der Grenze liegen, erfolgt die Ausrufung von Warnstufe 2 für ganz Niedersachsen durch die Landesregierung. Dieses Szenario ist aktuell noch nicht in greifbarer Nähe.

Wie geht es jetzt weiter? Der Fünftagesabschnitt kann frühestens am kommenden Montag erreicht werden. Sollte dies der Fall sein, wird per Allgemeinverfügung dieser Tag amtlich festgestellt. Die Warnstufe 2 tritt ab dem übernächsten Tag nach Ablauf des Fünftagesabschnitts in Kraft - in diesem Fall also frühestens Mittwoch.

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