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Wanderausstellung findet ihren Abschluss in Cloppenburg

Menschen mit Beeinträchtigung erheben ihre Stimme für das Thema Inklusion. Die Aktion hat der Caritasverein Altenoythe während der Corona-Pandemie organisiert und umgesetzt.

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Portraits und Statements: Menschen mit Beeinträchtigung erheben ihre Stimme für Inklusion. Foto: Hermes

Portraits und Statements: Menschen mit Beeinträchtigung erheben ihre Stimme für Inklusion. Foto: Hermes

Ihren Abschluss feiert die Wanderausstellung „Meine Stimme für Inklusion“ nun in Cloppenburg. „Wir freuen uns, dass wir hier im Kreishaus sind“, erklärte Andreas Wieborg, Vorstand des Caritasvereins Altenoythe, der die Aktion organisiert hat.

Seit Juni 2001 haben die Portraits von Menschen mit Beeinträchtigung in verschiedenen Rathäusern des Landkreises gestanden. Damit verbunden sind Wünsche und die Forderung nach Verbesserungen im Alltag. „Wir möchten, dass die gleichberechtigte Teilhabe umgesetzt wird“, erklärte Wieborg dazu. Dies sei auch in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben. Man wolle gar keine Sonderbehandlung, sondern am Leben mit den gleichen Chancen beteiligt werden.

Caritasverein-Vorstand Andreas Wieborg. Foto: HermesCaritasverein-Vorstand Andreas Wieborg. Foto: Hermes

Anfang 2020 sei die Idee entwickelt worden. „Wir hoffen, dass viele Menschen diese Ausstellung noch sehen“, sagte Irene Block vom Caritasverein, die bei allen Eröffnungen in den Rathäusern mit dabei war. Im Gespräch stellten die Teilnehmer ihre Wünsche vor.

Unter anderem ging es um eine einfache Sprache bei behördlichen Formularen, automatische Türöffner für Rollstuhlfahrer in Geschäften oder barrierefreie Bahnsteige. Auch gemeinsame Gruppen für Menschen mit und ohne Behinderung wurden angeregt. Oftmals wird in den Portraits von Ausgrenzung und Ablehnung gesprochen, dies müsse unbedingt überwunden werden.

„Es ist eine tolle Aktion und dieses wichtige Thema wurde so gut ins Bild gesetzt.“Landrat Johann Wimberg

„Es ist toll, dass ihr eure Stimme erhebt“, sagte Block in Richtung der Teilnehmer. Die Ausstellung sei eine Reaktion während der Corona-Pandemie gewesen. Denn zum regelmäßigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung habe man keine Aktionen in Präsenz organisieren können. Mit der Ausstellung seien dann 33 ganz persönliche Anliegen entstanden. „Wir hätten auch noch mehr Teilnehmer finden können“, so Block. Gemeinsames Ziel ist, Grundlagen für eine Gleichstellung zu schaffen. Damit viele Barrieren, mit denen man heute immer noch konfrontiert sei, gar nicht mehr entstehen könnten. „Es ist eine tolle Aktion und dieses wichtige Thema wurde so gut ins Bild gesetzt“, erklärte Landrat Johann Wimberg.

Auch Wieborg bedankte sich bei den Teilnehmern, aber auch bei den Kommunen: „Alle Bürgermeister waren interessiert und die Resonanz war durchweg positiv.“ Es sei eine gute Entscheidung gewesen, in die Gemeinden zu gehen und die Ausstellung breit zu streuen.

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