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Wachtums Schüler ziehen für ein Jahr nach Löningen

Die Grundschule in der Bauerschaft wird erweitert. Daher wird das Dachgeschoss der Gelbrink-Schule zum Ausweichquartier.

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Wird zum vierten Klassenraum umgebaut: Der Dachboden der Gelbrinkschule ist nach den Sommerferien für voraussichtlich ein Jahr das Ausweichquartier der Wachtumer Grundschüler. Foto: Brundiers

Wird zum vierten Klassenraum umgebaut: Der Dachboden der Gelbrinkschule ist nach den Sommerferien für voraussichtlich ein Jahr das Ausweichquartier der Wachtumer Grundschüler. Foto: Brundiers

Einhellige Zustimmung und einen einstimmigen Beschluss fassten die Mitglieder des Ausschusses für Familie, Bildung, Kultur und Gesundheit des Stadtrates auf ihrer Sitzung am Mittwochabend für das Ausweichquartier der Wachtumer Grundschüler während der Erweiterungsarbeiten ihrer eigenen Schule ab den Sommerferien: Für ein Jahr werden die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse in den Räumen der Gelbrink-Grundschule in Löningen unterrichtet.

Fachbereichsleiter Andreas Brundiers präsentierte in der Sitzung die Ausbaupläne für das Dachgeschoss, um die Kinder hier unterrichten zu können und die ohnehin notwendigen Ergänzungen für den Brandschutz. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung geplant, die Kinder während der Bauarbeiten zum Ausbau ihrer Gebäude in der Berufsbildenden Schule (BBS) des Kreises am Weldemannsweg unterzubringen. Das hatte sich zerschlagen, weil die Räumlichkeiten noch voraussichtlich bis zum Herbst 2021 von einigen Klassen des Copernicus-Gymnasiums Löningen genutzt werden müssen, da sich die Erneuerung der Gebäude dort verzögert hat und die BBS nicht bereits im Sommer für die Grundschüler wieder frei ist.

Gesamtkosten des Projektes liegen bei 286.000 Euro

Die Gesamtkosten des Projektes veranschlagte der Diplom-Ingenieur auf 286.000 Euro. Dafür gebe es aus der Kreisschulbaukasse einen Zuschuss von fast 96.000 Euro, so dass die Stadt höchstens 190.000 Euro selbst aufbringen muss. Zusätzlich habe sich die Stadt bereits um eine weitere Förderung des Landes aus dem Programm des beschleunigten Infrastrukturausbaus für Grundschulkinder beworben, erläuterte Brundiers.

Sollte Löningen in den Genuss der im Wind- hundverfahren an die schnellsten Antragsteller vergebenen Gelder kommen, gebe es weitere 124.000 Euro als Zuschuss, so das im günstigsten Fall für die Stadt nur noch 67.000 Euro übrig blieben. Da bereits zwei Räume in normaler Klassengröße und ein großer Förderraum vorhanden sind, werden das vierte Klassenzimmer, eine weitere WC-Anlage und ein Büro auf dem 110 Quadratmeter großen, noch nicht ausgebauten Dachboden geschaffen.

60.000 Euro für zusätzliche Brandschutzmaßnahmen

Allein 60.000 Euro müssen für zusätzliche, vom Kreis geforderte Brandschutzmaßnahmen aufgewandt werden. Wichtigste Neuerung ist ein zweiter Rettungsweg über eine neue Außentreppe aus Stahl, die neben dem Fahrstuhlschacht auf den Buswendeplatz führen wird. Bürgermeister Marcus Willen dankte den Verantwortlichen der Gelbrink-Schule für die Bereitschaft, buchstäblich für ein Jahr zusammenzurücken. Die Schule werde als Mehrwert mit  einem zusätzlichen großen Raum und weiteren Büroflächen sowie einer zusätzliche Toilettenanlage entschädigt. Auch für die Schulgemeinschaft Wachtum gebe es Vorteile, denn sie könne die ohnehin vorhandene Infrastruktur nutzen. Das gelte auch für die Mensa, die durch zeitliche Staffelungen von allen Kindern genutzt werden kann.

Es gebe berechtigte Hoffnung auch auf Fördergelder des Landes, da dieses Programm relativ neu sei, so Willen. Ziel sei es, so viel wie möglich in den Sommerferien zu erledigen, das könne aber angesichts des Umfangs nicht ganz gelingen, reagierte Brundiers auf eine Frage von Carsten Osinski (CDU). Der erste Schritt sei jetzt die Baugenehmigung. SPD-Sprecher Rainer Kroner nannte das Projekt ein tolles Beispiel für eine optimale Lösung. Dies schaffe eine „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten, freute sich Christina Wieborg (CDU). Lob gab es auch von UfL-Sprecher Jörg Bremersmann: „Ich denke, meine Fraktion wird das Projekt mittragen."

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