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Vreeser Basar-Erlös für polnische Ukraine-Hilfe übergeben

Mit 3500 Euro unterstützen KFD und die Gemeinde die Bemühungen ihrer Partnergemeinde Lubomino bei der Hilfe für deren ukrainische Partnerstädte Kostopol und Wikna.

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Die KFD-Verantwortlichen Maria Beckmann (von links), Marianne Dinklage und Martha Schweers haben mit Kim Rickermann 1500 Euro als Erlös ihres Basars an Bürgermeister Heribert Kleene übergeben.   Foto: W. Siemer

Die KFD-Verantwortlichen Maria Beckmann (von links), Marianne Dinklage und Martha Schweers haben mit Kim Rickermann 1500 Euro als Erlös ihres Basars an Bürgermeister Heribert Kleene übergeben.   Foto: W. Siemer

Eine unerwartet große Bedeutung für die Bemühungen der Bewohner der Gemeinde Vrees, den Opfern von Krieg und Gewalt in der Ukraine möglichst unmittelbar zu helfen, hat die Partnerschaft der Emsländer mit der polnischen Gemeinde Lubomino erhalten.

„Mit dem Weiterleiten unserer Spenden an Bürgermeister Andrzej Masur und die Hilfsorganisation 'Hilfe für die Ukraine' von Gosia Ofierska können wir sicher sein, dass die Mittel dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden“, erläutert Bürgermeister Heribert Kleene. 

Denn die Gemeinde im Bereich der masurischen Seenplatte unterhält ihrerseits Partnerschaften zu den beiden ukrainischen Kommunen Kostopol und Wikna. Sie haben inzwischen auch mithilfe mehrerer Geldspenden auch aus Vrees schon drei Hilfstransporte ins Nachbarland gestartet und dabei gezielt die dringend benötigten Hilfsgüter gekauft beziehungsweise gespendete medizinische Produkte aus Lingen befördert. Bisher haben die Vreeser insgesamt 3500 Euro überwiesen.

Gemeinsame Solidarität belebt auch Partnerschaft

1500 Euro hat die Frauengemeinschaft (KFD) mit einem Basar und einer Kaffeetafel beigesteuert und Kleene überreicht. Die Frauen hatten die Schränke des Heimathauses durchforstet und dabei allerlei entdeckt, was dort nicht mehr benötigt, aber noch brauchbar ist, und es versteigert. Der Bürgermeister dankte für die „tolle Initiative“. Die übrigen 2000 Euro stammen aus der Samtgemeinde-Kasse. In mehreren E-Mails hat sich Bürgermeister Mazur bereits bei den Vreesern für die Hilfe und Solidarität mit den polnischen Hilfsanstrengungen bedankt. Kleene freut sich neben der konkreten Hilfe für die Partner auch über die durch diese gemeinsame Solidarität und Verbundenheit wiederbelebten Kontakte nach Lubomino.

Die seit 2006 bestehende Partnerschaft sei bis zum Corona-Lockdown 2019 eine lebendige gewesen, die nicht nur durch regelmäßige Besuche auf die Offiziellen beschränkt gewesen sei, sondern auch von den Vereinen, Familien und der für die Vreeser Kinder zuständigen Oberschule Lorup gelebt worden sei. „Wir haben bereits konkrete Termine für Besuche vereinbart“, freute sich Kleene. Es gibt bereits seit Jahren eine Partnerschaft des Kreises Emsland mit der Woiwodschaft Ermland-Masuren und seiner Kreisstadt Lidzbark Warminski und zusätzlich auch zwischen mehreren Kommunen, wie die Beziehung Vrees-Lubomino.

Kreis Emsland spendet Woiwodschaft 200.000 Euro

Angesichts der inzwischen 2 Millionen Kriegsflüchtlinge aus dem Nachbarland unterstützen die Emsländer als Zeichen ihrer Solidarität und Hilfe auf Beschluss ihres Kreistages den Partnerkreis mit 200.000 Euro für die Hilfe vor Ort. Bei der Korrespondenz, das heißt beim Übersetzen, können alle an den Partnerschaften Beteiligte auf die Hilfe von Zbigniew Leszczynski zurückgreifen, dem offiziellen emsländischen Beauftragten für die deutsch-polnische Zusammenarbeit.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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