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Vrees will Fördergelder für Fahrradstraßen

Zwei weitere fast zwei Kilometer lange Radwegprojekte wurden ebenfalls beantragt. Die Förderung  beträgt jeweils 80 Prozent.

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Sollen als Radwege ausgebaut werden: Bürgermeister Kleene (rechts) und der neue Bauausschuss-Vorsitzende Christoph Hömmken auf dem Eschweg. Der Ausbau auch der Straße Zum Kleinen Esch auf 2,50 Meter Breite  wird mit 80 Prozent gefördert. Die fehlenden 50 Zentimeter zu einer Drei-Meter-Straße finanziert die Gemeinde selbst. Fotos: Siemer

Sollen als Radwege ausgebaut werden: Bürgermeister Kleene (rechts) und der neue Bauausschuss-Vorsitzende Christoph Hömmken auf dem Eschweg. Der Ausbau auch der Straße Zum Kleinen Esch auf 2,50 Meter Breite  wird mit 80 Prozent gefördert. Die fehlenden 50 Zentimeter zu einer Drei-Meter-Straße finanziert die Gemeinde selbst. Fotos: Siemer

Den Begriff Fahrradstraßen-Ausbau-Programm verbinden die meisten  mit Projekten in Großstädten, wo mit dem Umbau oder dem Umwidmen von bisher ausschließlich an den Bedürfnissen des motorisierten Verkehrs orientierten Verbindungen das Umsteuern zu weniger Autos in der Stadt gefördert wird. Dass dieses neue Programm auch auf dem platten Land mit der nötigen Phantasie genutzt werden kann, stellt zurzeit die kleine emsländische Gemeinde Vrees unter Beweis.

Als eine der ersten Kommunen im Land haben die Verantwortlichen unter der Regie ihres alten und neuen Bürgermeisters Herbert Kleene die Anträge für den Neu- und Umbau von fünf innerörtlichen Straßen zu Fahrradstraßen bereits im August für das Mitte Juli gestartete Programm auf den Weg gebracht. Die Nachfrage sei sehr groß gewesen, denn schon kurz nach der Veröffentlichung sei bereits der Annahmeschluss verkündet worden, so Kleene.

Kosten für den fast 1,4 Kilometer-Ausbau werden auf fast 730.000 Euro geschätzt

Ausgebaut werden sollen die Alte Linderner Straße, die Raiffeisen-, und die Poststraße, „Zum großen Esch“ und „In den Straßen“ entweder ganz oder in Teilbereichen. Dies seien keine Hauptverkehrsverbindungen, sondern überwiegend von den Anliegern, darunter auch Landwirten, genutzte Verbindungen, so Kleene. Die Zuschüsse in Höhe von 80 Prozent der Kosten gibt es für einen Ausbau auf einer Breite von 4,30 Metern, der auch schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen standhält

Die Kosten für den fast 1,4-Kilometer-Ausbau werden auf fast 730.000 Euro geschätzt, der Förderanteil beträgt über 580.000 Euro, sodass die Gemeinde selbst nur noch rund 145.000 Euro aufwenden muss. Auf diesen Verbindungen haben Radfahrer Vorrang vor dem übrigen Verkehr, es gilt grundsätzlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. „Auf diese Art und Weise können wir die Radfahrer und insbesondere Kinder und Jugendliche unter ihnen besser schützen“, so Kleene.

Hoffnung auf Zuschüsse: Mit Hilfe des neuen Förderprogramms will die Gemeinde ebenfalls fünf sanierungsbedürftige innerörtliche Verbindungen, wie In den Straßen“ zu Fahrradstraßen ausbauen.Hoffnung auf Zuschüsse: Mit Hilfe des neuen Förderprogramms will die Gemeinde ebenfalls fünf sanierungsbedürftige innerörtliche Verbindungen, wie „In den Straßen“ zu Fahrradstraßen ausbauen.

„Selbst bei positiven Förderbescheiden aus Hannover haben aber die Anwohner für jede einzelne Straße das letzte Wort in dieser Frage“, betont der Bürgermeister. Gemeinsam mit den gleichzeitigen Anträgen auf den Bau von zwei „normalen“ Radwegen, die bisher als dringend sanierungsbedürftige Straßen genutzt werden, hoffen die Verantwortlichen auf Fördergelder für Neubauten von insgesamt 3,2 Kilometer Straßen. „Wir als vergleichsweise kleine Gemeinde können derartige Projekte nicht ohne eine Co-Finanzierung stemmen“, begründet Kleene die Anträge. „Wir haben mit der Sanierung der sieben Straßen lange herumgedoktert und überlegt, jetzt haben wir wahrscheinlich eine gute Lösung gefunden“, so der Bürgermeister. Denn ebenfalls mit 80 Prozent gefördert wird der Neubau des Eschwegs und „Zum kleinen Esch“ zu einem Radweg mit 2,50 Metern Breite auf insgesamt fast zwei Kilometern Länge.

Die restlichen 50 Zentimeter, die für eine Straße von drei Metern Breite nötig sind, trägt die Gemeinde aus eigenen Mitteln. Beide Strecken seien wichtige, viel genutzte Strecken vor allem von Kindern und Jugendlichen. Denn sie seien die beste Verbindung aus den Siedlungen Eschweg, Wulleberg, Fasanenweg und Westerkamp beziehungsweise aus dem Ortsteil Grenzenhöhe zur Ortsmitte und zu den Sportstätten. Auf Dauer müssten weitere Radwege erneuert werden, denn gerade die in den achtziger Jahren geschaffenen Wege, die zu Zeiten hoher Arbeitslosigkeit gepflastert worden seien, müssten dringend saniert werden, so Kleene.

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