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Vördener müssen einen Cent mehr für Wasser zahlen

92 statt bislang 91 Cent pro Kubikmeter Trinkwasser: Der Wasserverband Bersenbrück dreht etwas an der Kostenschraube. Vorhandene Gewinne sind aufgebraucht.

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Kostbares Nass: Die Vördener zahlen mehr für das Trinkwasser.  Foto: Wasserverband Bersenbrück

Kostbares Nass: Die Vördener zahlen mehr für das Trinkwasser.  Foto: Wasserverband Bersenbrück

Während der jüngsten Ausschusssitzung des Wasserverbandes Bersenbrück, der auch Vörden und Campemoor mit Trinkwasser versorgt,  haben die Mitglieder für 2022 eine Erhöhung der Verbrauchsgebühr für Trinkwasser von 91 auf 92 Cent pro Kubikmeter beschlossen. Das hat der Verband mitgeteilt.

"In der Wassersparte war zur Aufzehrung der entstandenen Gewinnvorträge ein Fehlbetrag eingeplant, der nun eine Erhöhung der Trinkwassergebühr von einem Cent pro Kubikmeter notwendig macht", begründete Verbandvorsteher Dirk Imke die Erhöhung.

Auch Schmutz- und Regenwasserbeseitigung werden teurer

Auch der Schmutzwasserpreis von derzeit 2,30 Euro muss 2022 auf 2,33 Euro pro Kubikmeter angehoben werden. Für die zentrale Beseitigung von Niederschlagswasser steigt der Preis von 8,30 auf 8,99 Euro pro 50 Quadratmetern.

Alle anderen Beiträge und Preise blieben unverändert, erklärte Dirk Imke. "Besonders die deutlich steigenden Energie- und Unterhaltungskosten und auch die Aufwendungen für Löhne und Gehälter erfordern die Preisanpassung im Bereich Schmutz- und Niederschlagswasser. Es muss bei den Anpassungen immer berücksichtigt werden, dass sie eine Investition in unsere gut funktionierende Infrastruktur sind und die hochwertige Versorgung mit Trinkwasser und die wichtige Entsorgung von Abwasser nachhaltig sicherstellen.“

Pro Person fallen im Jahr 2,50 Euro mehr an

Durch die Erhöhung stiegen die Versorgungskosten für einen Durchschnittshaushalt um rund 2,50 Euro auf 170 Euro pro Person im gesamten Jahr.

Im niederschlagsreichen Jahr 2021 sei der Wasserverbrauch im Verbandsgebiet auch 2021 hoch, heißt es in der Mitteilung. Das Bevölkerungswachstum, deutlich verändertes Verbrauchsverhalten sowie die Nutzung durch Industrie und Landwirtschaft ließen den Wasserverbrauch ansteigen.

Im Hinblick auf den Klimawandel seien deshalb die vermehrte Nutzung von Regenwasser zur Gartenbewässerung, neue Bebauungskonzepte und der generell bewusste Umgang mit der Trinkwasserressource notwendig. So sollte der Bau von Zisternen zur Gartenbewässerung in künftigen Bebauungsplänen zur Pflicht werden, fordert der Wasserverband. Die Gemeinde Neuenkirchen-Vörden hat in dem Zusammenhang in diesem Jahr ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt.

Fördermenge im Wasserwerk Vörden soll steigen

Um den Wasserbedarf langfristig auch im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum in der Region zu decken, investiert der Wasserverband nach eigenen Angaben in die Aufbereitungsleistung und Technik aller Wasserwerke. Die aktuelle Wasserbedarfsprognose für das Versorgungsgebiet belaufe sich auf knapp 10 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr.

Um den Bedarf auch in Vörden dauerhaft sicherzustellen, strebt der Verband auch für das Wasserwerk Vörden mittelfristig eine Erhöhung der jährlichen Fördermenge an. Die liegt derzeit bei 400.000 Kubikmetern.

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