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Vor dem großen Schnitt herrscht Nervosität

Ihre Haare haben rund 20 Frauen und Mädchen sowie ein Junge gespendet, diese werden künftig als Perücken für krebskranke Kinder genutzt. Noch bis Ende des Monats können Zöpfe abgegeben werden.

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Bei der Haarspende: Julius Menke. Foto: Hermes

Bei der Haarspende: Julius Menke. Foto: Hermes

Ihre Haare haben rund 20 Frauen und Mädchen sowie ein Junge bei der „#rapunzelchallenge2021“ gespendet, diese werden künftig als Perücken für krebskranke Kinder genutzt. Wie berichtet, hatte die Garrelerin Nelli Hartmann zu der Aktion aufgerufen und selbst 60 Zentimeter ihrer Mähne gespendet. 

Mit dabei waren auch Lilo (10) und Julius (7) Menke. "Ich hatte schon vorher die Idee und meine Mama hat die Aktion dann in der Zeitung gesehen", erzählt die 10-Jährige kurz vor dem großen Schnitt. Vorfreude herrschte auch bei ihrem Bruder, der seine Haare 3 Jahre lang wachsen ließ. "Und auch den Papa wird's freuen, dann bleibt man beim Fußball nicht mehr so oft hängen", erzählt Mutter Marion mit einem Augenzwinkern. 

Zunächst wurden draußen vor dem „haaratelier“ in Cloppenburg Zöpfe gebunden, dann die Länge der Spende bestimmt. Nach dem Abtrennen ging es unter Einhaltung der Corona-Verordnungen einzeln auf den Frisörstuhl. Meisterin Maryann Zantopp und ihr Team kümmerten sich gleich im Anschluss um den richtigen Schnitt. Sie werden auch die Haare zum Weiterverarbeiten verschicken.

"Ich bin per Zufall auf die Aktion aufmerksam geworden und fand es gleich gut", erzählte Zantopp bereits im Vorfeld. Dies sei ein guter Startpunkt, ein Ausbau unter normalen Bedingungen sei zudem denkbar. "Man kann so etwas zum Beispiel mit einem kleinen Kinderfest oder Tag der offenen Tür verbinden. Es ist ein Startschuss in die richtige Richtung."

Foto: Hermes
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Foto: Duszat
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Foto: Hermes
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"Das gefällt mir gut, viel besser als vorher", sagt Julius beim Blick in den Spiegel. Auch seine Schwester ist begeistert: "Ich komme mir gleich viel größer vor." 

Zum ersten Mal gespendet hat auch Rike Diersing-Espenhorst: "Ich hatte das schon länger vor, jetzt war die passende Gelegenheit dazu." Sie habe von ihrer Kollegin von der Aktion erfahren. Dies sei eine tolle Sache, die sie gerne unterstützen möchte. "Ich habe selbst 2 gesunde Kinder und bin dankbar, dass es uns gut geht. So kann ich jetzt anderen helfen", erzählt die Spenderin. 30 Zentimeter ihrer Haare wollte sie mindestens geben, ihre Gemütslage vor dem Schnitt konnte sie nicht so recht beschreiben: "Ich bin schon etwas nervös und habe meine Haare lange nicht mehr so kurz gesehen."

Initiatorin Nelli Hartmann freute sich über die rege Beteiligung, 50 Zöpfe waren ihr Ziel. Mit den Teilnehmerinnen vor Ort und den bereits zuvor zugesandten Zöpfen war sie auf einem sehr guten Weg. "Wir sammeln noch bis Ende des Monats", erklärte sie am Rande der Veranstaltung.

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