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Von zwei Präsidenten, die beim Dammer Carneval viel Spaß hatten

OM-Medien sucht die schönsten Geschichten rund um Carneval. Den Gewinnern winken Preise. Wolfgang Friemerding, dessen Geschichte beispielhaft ist, erinnert sich gerne an den Carneval 2010.

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Präsidenten unter sich: Christian Wulff (links) und Wolfgang Friemerding verstanden sich 2010 im Rathaus prächtig. Foto: Lammert

Präsidenten unter sich: Christian Wulff (links) und Wolfgang Friemerding verstanden sich 2010 im Rathaus prächtig. Foto: Lammert

OM-Medien hat seine Leser aufgerufen, die schönsten selbst erlebten Geschichten rund um den Dammer Carneval einzureichen. Einsendeschluss ist der 11. Februar. Die Beiträge werden an den Tagen rund um den eigentlich vom 19. und 21. Februar geplanten Straßencarneval erscheinen, der aber wegen der Corona-Pandemie wie alle anderen Carnevalsveranstaltungen abgesagt ist.

Als Preise winken Orden und Buchgutscheine

Für die schönsten Beiträge, die eine Jury auswählen wird, sind Preise ausgelobt. Die Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 stiftet 10 Carnevalsorden, OM-Medien stellt 10 Büchergutscheine im Wert von jeweils 25 Euro bereit. Als Beispiel, wie eine solche Geschichte aussehen kann, findet sich im Folgenden ein Beitrag Wolfgang Friemerdings, langjähriger Präsident der Carnevalsgesellschaft, der sich an eine Begegnung mit einem späteren Bundespräsidenten erinnert.

Er schreibt: „Es war Rosenmontag 2010. Pünktlich um 11 Uhr 1x11 Minuten erschien er leibhaftig: Ministerpräsident Christian Wulf, standesgemäß mit allen Ehren von Bürgermeister Gerd Muhle und mir als Präsidenten der Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614 im Rathaus empfangen.

Wulff kritzelte heimlich Notizen auf das Redemanuskript

Während Gerds launiger Begrüßungsansprache saß ich neben dem hohen Gast und erblickte ein Papier, das er unterhalb der Tischkante bearbeitete. Neugierig schielte ich hin und sah ein maschinenschriftliches Redekonzept mit großen Zeilenabständen, das er mit einem Kuli fortwährend bearbeitete.

Ob er daran weiterschrieb, während ich mit Reden dran war, konnte ich nicht sehen. Aber ich war doch verblüfft, dass der Ministerpräsident hernach seine eingefügten Kritzeleien ohne Probleme entziffern konnte und eine amüsante Ansprache hielt.

Nach Ende des Empfangs hatte ich die Ehre, ihn ganz ohne Security zu Fuß über die Große Straße bis zur Steinfelder Straße dem Umzug entgegenzuführen. Dabei erzählte er mir, dass er unbedingt im nächsten Jahr mit seinem 4-jährigen Sohn wiederkommen wolle, weil sein Nachwuchs so ein begeisterter Narr sei – aber alles ganz inoffiziell und rein privat.

Wulff verteilte Pendler-Bonbons großzügig

So waren wir denn an der Zugspitze, die bei zu Höne wartete, angekommen, wo Christian Wulf sodann – wie verabredet – den Wagen der Gruppe ,Die Pendler' bestieg, um sich von hoch droben feiern zu lassen. Dabei schaffte es der hohe Gast, innerhalb weniger hundert Meter deren gesamte Bonbonvorräte unter die Menge zu werfen, so dass die bedröppelten ,Pendler' ab der Tribüne vorm Rathaus, wo der MP den Wagen verließ, nichts mehr zu verteilen hatten.

Friemerding fühlte sich nachträglich geehrt

Das Nachspiel zeigte sich wenige Monate später: Christian Wulf wurde zum Bundespräsidenten gewählt – und ich fühlte mich nachträglich geehrt. Doch wiederum ein paar Monate später war er’s dann doch nicht mehr und mein Ehrgefühl war irritiert.

Sein Versprechen allerdings, im nächsten Jahr mit seinem Filius ganz privat wiederzukommen, hat er aufgrund der zwischenzeitlich turbulenten Ereignisse nicht wahr gemacht."

  • Info: Die Beiträge sollten maximal 2000 Anschläge inklusive der Leerzeichen haben.
  • Es wäre gut, wenn der Beitrag bebildert wäre. Ferner sollten der Name des Verfassern, dessen Alter und Adresse samt Telefonnummer übermittelt werden.
  • Die Beiträge senden die Verfasser bitte an die E-Mail-Adresse redaktion@om-medien.de oder klaus-peter.lammert@om-medien.de oder geben sie ausgedruckt in einer der OV-Geschäftsstellen in Damme, Lohne und Vechta ab.

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