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Von wegen Winter: Der Januar in Südoldenburg war viel zu warm

Im Kreis Vechta lag die Temperatur 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel, im Kreis Cloppenburg sogar 3,3 Grad darüber. Schon die Vormonate waren ungewöhnlich mild.

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Nicht gerade winterlich, aber immerhin ganz angenehm für Radtouren: So war der Januar im Oldenburger Münsterland. Foto: dpa/Schulze

Nicht gerade winterlich, aber immerhin ganz angenehm für Radtouren: So war der Januar im Oldenburger Münsterland. Foto: dpa/Schulze

Welch ein Einstieg ins Jahr 2022: Gleich der 1. Januar war im Oldenburger Münsterland auffallend warm. Mehr als 13 Grad wurden an jenem Tag in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta gemessen. Diese winterliche „Hitze“ sollte keine Ausnahme bleiben: Der gesamte Monat Januar war deutlich zu warm. Gleiches galt zuvor schon für die Monate von September bis Dezember 2021.

Landesweit nicht ganz so extreme Abweichungen

Das geht aus den Aufzeichnungen des meteorologischen Dienstes Wetterkontor hervor, die von OM-Online lokal ausgewertet wurden. Demnach lag die Durchschnittstemperatur im vergangenen Monat im Landkreis Vechta bei 4,7 Grad und damit 2,9 Grad über dem langjährigen Mittel von 1,8 Grad. Im Landkreis Cloppenburg wurde der Durchschnittswert von 1,6 Grad sogar um 3,3 Grad auf damit enorme 4,9 Grad übertroffen (siehe Grafiken).

Auch landes- und bundesweit fiel der Januar als zu warm auf, allerdings nicht ganz so extrem wie in Südoldenburg. Niedersachsen war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das zweitwärmste Bundesland.  Bei im Schnitt 4,4 Grad sei es demnach alles andere als winterlich gewesen.

Zurück in diese hiesige Region: Auch im Vorjahresvergleich werden die Unterschiede deutlich. So war im Januar 2021 in beiden hiesigen Landkreisen nur ein Mittelwert von jeweils 2,0 Grad gemessen worden.

Parallel zu den relativ hohen Temperaturen, die seit dem Herbstanfang konstant weit über dem Schnitt liegen, waren sowohl der Herbst 2021 als auch der bisherige Winter 2021/22 ziemlich trocken. Das galt vor allem für den November. Dort waren weit weniger als 50 Prozent der regulären Niederschlagsmenge registriert worden.

Jetzt zu den konkreten Januarzahlen: Der milde Verlauf dieses vermeintlichen Wintermonats wird allein darin ersichtlich, dass das Thermometer an nicht einmal fünf Tagen unter den Gefrierpunkt sank. Kältester Tag war der 11. Januar mit einer Temperatur von minus 5,1 Grad im südlichen Landkreis Vechta.

Minusgrade gab es nur an fünf Tagen

Derweil regnete es im Kreis Cloppenburg – auf niedrigem Niveau – etwas mehr als im Kreis Vechta. Zwischen Visbek und Vörden fielen 41 Liter je Quadratmeter, 23 weniger als im langjährigen Mittel der Jahre von 1981 bis 2010. Zwischen Saterland und Essen (Oldenburg) kamen 47 Liter vom Himmel, 20 Liter weniger als normal.

Dabei hatte der Monat für alle, die Regen mögen und schätzen, durchaus verheißungsvoll begonnen. In den ersten Januar-Tagen plätscherte es recht ergiebig. Im Kreis Cloppenburg wurden allein am 2. Januar mehr als acht Liter je Quadratmeter registriert, im Kreis Vechta am 5. Januar mehr als fünf Liter. Aber: Nach dem ersten Monatsdrittel schlossen sich die Himmelsschleusen nahezu komplett.

Wie auch immer: Zusätzlich zum Regen bekam der nördliche Bereich des Oldenburger Münsterlandes im Januar auch etwas mehr Sonnenschein ab. 34 Stunden lang schien der Himmelskörper über dem Landkreis Cloppenburg, knapp neun Stunden weniger als im Schnitt der Vorjahre. 33 Stunden kamen über dem Landkreis Vechta zusammen, fast zwölf Stunden weniger als zu erwarten war.

Zu den Aussichten: In den kommenden Tagen ist immer wieder mit Regen und nur selten mit Sonnenschein zu rechnen. Die Tageshöchstwerte sollen laut Vorhersage bei acht bis elf Grad liegen. Wirklich winterlich ist auch das nicht.

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