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Von Insekten bis Möbel aus Restmaterial: Schüler aus Garrel beschäftigten sich mit Energie- und Klima-Themen

Im Rahmen einer Projektwoche geht es für die Schüler der Oberschule Garrel heiß her. Landen nun Insekten und Würmer auf dem Speiseplan der Schule?

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Reste- und Müllverwertung: Eine Terrasse mit Springbrunnen und Hochbeet schaffen für die Schüler einen Ort, um sich zurückzuziehen und für Ruhepausen. Foto: Looschen

Reste- und Müllverwertung: Eine Terrasse mit Springbrunnen und Hochbeet schaffen für die Schüler einen Ort, um sich zurückzuziehen und für Ruhepausen. Foto: Looschen

„Es sind viele tolle Projekte gewählt und durchgeführt worden“, zeigt sich Oberschuldirektor Markus Berssen begeistert. Am Freitag (14. Oktober) endet an der Oberschule Garrel eine Projektwoche zum Thema „Energievision 2050 – Unser Klima. Meine Energie. Deine Zukunft“. Viele aktuelle Themen wie Ernährung, Energie, Nachhaltigkeit und Klimawandel wurden bearbeitet. Zum Abschluss gab es eine Videovorführung und Informationen für alle Schüler von dem Verein „Die Multivision“.

Um ein Kilogramm Rindfleisch zu erzeugen, werden 15.000 Liter Wasser verbraucht. Da scheint eine Alternative angebracht. Ob es Insekten werden? Für deren Produktion braucht es nur einen Liter Wasser. Eine Klasse beschäftigte sich mit der Frage – inklusive einer Verkostung. Auf dem Teller landeten Heuschrecken, Grillen, verschiedene Würmer. „Da mussten wir schon den Ekel überwinden, um zu kosten“, gibt Bianca Brunemund zu. Sie hat das Thema mit ihrer Klasse bearbeitet.

Insekten landen vorerst nicht auf den Tellern

Fazit: Als Angebot für die Mensa sind Insekten noch nicht geeignet. Dafür sind sie zu teuer. 25 Gramm kosten 15 Euro. Eine Anregung für die zukünftige Ernährung und eine bewusstere Auswahl bleiben bei der Klasse haften. Müllvermeidung und -trennung sind wichtige Themen. Um das anschaulich zu machen, wurde 3 Stunden lang im Dorfpark nach Müll gesucht.

Da kam einiges zusammen. Sogar Autoteile fanden die Schüler im Gebüsch. Gesammelt wurde auch, was sich auf dem Schulhof fand und was in die Anlagen rund um die Schule geworfen worden war. Nach einer gründlichen Trennung wurde der Müll fachgerecht entsorgt. Wohin mit alten Holzpaletten?

Neue Möbel für den Schulhof werden nachhaltig hergestellt

Eine Gruppe unter der Leitung von Stefan Hack machte daraus Sitzmöbel, Bänke und Tische. Die werden im Sommer auf dem Schulhof stehen, im Winter kann man sie in der Aula nutzen. Eine andere Klasse schuf aus Restmaterialien einen Sichtschutz, baute in einem Innenhof eine Terrasse, einen Springbrunnen und ein Hochbeet. Darin werden Kräuter angepflanzt, die dann im Hauswirtschaftsunterricht genutzt werden.

Insekten finden in einem eigenen Hotel ein neues Zuhause. Kurzfilme wurden gedreht, Karten zum Thema Klimawandel erstellt, der CO₂-Ausstoß dargestellt. Wenn in Garrel auch keine Energie aus Wasserkraft gewonnen werden kann, hat eine Klasse dennoch untersucht, wie die Energiegewinnung mit Wasserkraft funktioniert. Ein virtueller Rundgang auf der Homepage vermittelt Eindrücke von der Aktionswoche. Erlauben die Lerndefizite nach den Schulschließungen, Homeschooling und Corona-Erkrankungen eine Projektwoche? Markus Berssen hat festgestellt, dass zwischen den Schülern eine Distanz entstanden ist, die es abzubauen gilt. „Das soziale Miteinander kann so gefördert werden und viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien konnten sich gut einbringen“, sagte der Schulleiter.

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