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Volksbank Lohne-Mühlen will neues Baugebiet in Mühlen entwickeln

Südlich der Münsterlandstraße sollen 22 Bauplätze entstehen. Der Steinfelder Rat hat einmütig grünes Licht für den Start der Bauleitplanung gegeben. Perspektivisch könnte das Baugebiet noch wachsen.

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Neuer Wohnraum in Mühlen: Wo jetzt noch das Getreide wächst, sollen demnächst Häuslebauer ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können. Die Volksbank Lohne-Mühlen will südlich der Münsterlandstraße ein neues Baugebiet entwickeln. Foto: Timphaus

Neuer Wohnraum in Mühlen: Wo jetzt noch das Getreide wächst, sollen demnächst Häuslebauer ihren Traum vom Eigenheim erfüllen können. Die Volksbank Lohne-Mühlen will südlich der Münsterlandstraße ein neues Baugebiet entwickeln. Foto: Timphaus

Die Volksbank Lohne-Mühlen will südlich der Münsterlandstraße in Mühlen ein neues Baugebiet entwickeln. Südwestlich der ehemaligen Seefahrerschule sollen im ersten Schritt 22 Bauplätze entstehen. Zusätzlich soll eine Gartenfläche nördlich der Münsterlandstraße, auf der zurzeit keine Bebauung möglich ist, ebenfalls überplant werden, um dort den Bau eines Wohnhauses zu ermöglichen.

Der Steinfelder Gemeinderat hat am Mittwoch einmütig den Startschuss für die Bauleitplanung gegeben. Um das Projekt zu ermöglichen, ist die 84. Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 90 "Wohngebiet an der Münsterlandstraße" erforderlich. Zuvor hatte der Bau-, Planungs- und Wirtschaftsförderungsausschuss über das Vorhaben beraten.

Das Plangebiet wird derzeit überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Östlich grenzt es an die "Kolping-Siedlung". Die Erschließung erfolgt von der Münsterlandstraße aus. Wie Stephanie Geelhaar vom Büro Diekmann, Mosebach und Partner aus Rastede im Bauausschuss ausführte, sollen auch moderne Wohnformen ermöglicht werden. Die Erschließung über eine Ringstraße lasse flexible Zuschnitte zu.

Perspektivisch könnte das Baugebiet möglicherweise entlang des Ondruper Kirchwegs erweitert werden. Das hatte unter anderem Bürgermeisterin Manuela Honkomp während der politischen Beratungen mitgeteilt.

Hubert Ritterhoff (CDU) nannte das Vorhaben ein "hervorragendes Beispiel für eine sinnvolle Nachverdichtung". Eine mögliche Erweiterung bezeichnete er als sinnvolle Sache. "Es wäre schön, wenn das klappen würde."

Die CDU-Fraktion regt 2 Mehrfamilienhäuser an

Hugo Fröhle (CDU) regte im Namen seiner Partei die Berücksichtigung von 2 Mehrparteienhäusern mit bis zu 5 Wohneinheiten im Eingangsbereich des Baugebiets an. Dies sei sicherlich verträglich und angesichts der hohen Nachfrage nach Wohnraum notwendig. Honkomp teilte mit, dass dies der Volksbank bereits kommuniziert worden sei.

Christian Katzer (UWG/SPD-Gruppe) mahnte, die Grundstücke dürften generell nicht zu groß werden. Er wies auf den Flächendruck hin. "Wir sollten möglichst vielen Menschen ermöglichen, sich den Traum vom Hausbau zu erfüllen."

Die Bürgermeisterin antwortete, dass dies auch im Sinne der Volksbank Lohne-Mühlen sei. Viele Jüngere könnten ein solches Projekt heute sonst nicht mehr stemmen.

Entlang der Münsterlandstraße ist ein Geh- und Radweg geplant

Auf Nachfrage von Katzer zur Nachhaltigkeit sagte Honkomp, dass ein Anschluss an das Nahwärmenetz im Verfahren geprüft werden müsse. Der UWG-Ratsherr drängte darauf, Vorgaben zu machen. Geelhaar entgegnete, dass der Gesetzgeber durch die Rahmenbedingungen bereits den Weg weise. Sie nannte exemplarisch die Photovoltaik.

Im Steinfelder Rat kam am Mittwoch ein Punkt noch nicht zur Abstimmung: Zur Erschließung und Vermarktung schließt die Gemeinde einen Städtebaulichen Vertrag mit der Volksbank Lohne-Mühlen ab.

Darin soll – neben dem durchschnittlichen Kaufpreis pro Quadratmeter – unter anderem festgehalten werden, dass die Gemeinde an der Münsterlandstraße von der Kreuzung Ondruper Kirchweg/Münsterlandstraße/Am Sportplatz bis zur Aufmündung der Dorfstraße einen Geh- und Radweg erstellt. Die Bank soll verpflichtet werden, die erforderlichen Flächen kostenfrei an die Kommune abzugeben und einen Kostenanteil zu leisten, der sich an die noch zu ermittelnden Anliegeranteile aus der Berechnung der Straßenausbaubeiträge anlehnt.

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