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Visbeker Schützen fiebern auf ihr Fest hin

Am Pfingstwochenende soll das Schützenfest in Visbek stattfinden. Das Programm ähnelt dem von 2019 – und verspricht damit Verhältnisse wie vor der Pandemie.

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Stecken mitten in den Vorbereitungen: Claus Hubbermann (links) und Albert Heckmann vom Vorstand des Schützenvereins St. Hubertus Visbek. Foto: C. Meyer

Stecken mitten in den Vorbereitungen: Claus Hubbermann (links) und Albert Heckmann vom Vorstand des Schützenvereins St. Hubertus Visbek. Foto: C. Meyer

Seit 2019 regiert das Königspaar Andreas II. Schlömer und Rita "die Sonne von Wöstendöllen" schon über das Visbeker Schützenvolk. Dieses Jahr soll es endlich abgelöst werden. Am Pfingstwochenende (3. bis 6. Juni) findet erstmalig seit Beginn der Corona-Pandemie wieder das Schützenfest in Visbek statt. Die Vorfreude darauf ist groß, wie der Präsident der St.-Huberts-Schützen, Albert Heckmann, und Vorstandsmitglied Claus Hubbermann verraten.

Seit rund 4 Wochen laufen bereits die Planungen, sagt Albert Heckmann. Es gebe schon die Zusagen der Schaustellerinnen und Schausteller, auch ein Festzelt wird aufgebaut. Einige Schützenvereine haben derzeit Schwierigkeiten, ein Zelt zu bekommen. Die Probleme der Branche gehen auch am Visbeker Schützenverein nicht spurlos vorbei. Der Personalmangel sorgt dafür, dass die Vereinsmitglieder zwischendurch auch mal selbst anpacken müssen – wie beim Umräumen der Tische beispielsweise, erzählt Hubbermann.

Davon abgesehen können die Schützinnen und Schützen sich auf ein Schützenfest fast wie vor Corona freuen (siehe Infokasten). Darauf habe man auch lange warten müssen. Das Vereinsleben habe natürlich unter der Pandemie gelitten – "wie bei jedem Verein", sagt Claus Hubbermann. Im vergangenen Jahr habe man zum Beispiel versucht, das Schützenfest mit speziellen Schützenboxen nach Hause zu bringen. Der Visbeker Heimatkorb diente da als Inspiration, sagt Hubbermann. Mehr als 400 Boxen seien verkauft worden, andere Vereine haben dies nachgeahmt.


Das Programm:

Freitag (3. Juni)

  • 18.30 Uhr: Kommers im Rathaus
  • 19.30 Uhr: Hissen der Königskompaniefahne, Marsch zum scheidenden König
  • 22 Uhr: Großer Zapfenstreich beim König

Samstag (4. Juni)

  • 14.45 Uhr: Abmarsch und Kranzniederlegung am Ehrenmal
  • 15.15 Uhr: Schützenmesse auf dem Festplatz, anschließend Insignien- wie Adlerschießen
  • 20 Uhr: Vorstellung des neuen Kinder- und Schützenkönigs im Festzelt, anschließend Party mit DJ Schröder

Sonntag (5. Juni)

  • 14.30 Uhr: Proklamation des neuen Schützenkönigspaares, anschließend Umzug
  • 15 Uhr: Uhrenschießen
  • 20 Uhr: Königsball mit der Band "Casablanca"

Montag (6. Juni)

  • 14.30 Uhr: Proklamation des neuen Kinderkönigspaares, anschließend Umzug
  • 16 Uhr: Wii-Spiel im Festzelt, Kinderkönigsparty mit DJ Schröder
  • 20 Uhr: Siegerehrung des Preisschießens

Sind die Mitglieder dem Verein denn trotz der Corona-Flaute treu geblieben? Allerdings, wissen die beiden zu berichten. Einige Kompanien hätten sogar neue Mitglieder gewinnen können. Innerhalb der Kompanien sei auch versucht worden, den Mitgliedern etwas anzubieten, wie Kohl- oder Spargelessen. Die Baustelle liege ganz woanders. Schon vor Corona bereitete die Nachwuchsarbeit dem Verein Probleme. Es sei schwierig, Kinder und Jugendliche an den Verein zu binden, sagt Hubbermann. Das Schießen sei erst ab 10 beziehungsweise 12 Jahren möglich. Albert Heckmann vermutet, dass sich bis dahin die Kinder und Jugendlichen schon anderen Vereinen zugewandt haben. Aber an der Stellschraube wolle man nun drehen. "Wir versuchen jetzt einen Neustart", sagt Hubbermann.

So gebe es dieses Jahr erstmalig während des Königsschießens am Schützenfestsamstag ein Blasrohrschießen. "Für ein bisschen Action drumherum", sagt Claus Hubbermann. Jugendliche dürfen das kostenlos nutzen, Erwachsene zahlen für drei Schuss 1,50 Euro. Zu gewinnen gibt es Gutscheine, die auf dem Schützenplatz eingelöst werden können.

Bei den vergangenen Schützenfesten in Norddöllen/Astrup und Rechterfeld habe es eine rege Beteiligung gegeben, so die Beobachtung von Albert Heckmann und Claus Hubbermann. "Die Leute hatten Nachholbedarf", schätzt Heckmann. Er hofft, dass sich dies auch beim Schützenfest in Visbek widerspiegelt.

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