Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Visbeker laden zum Tag der Archäologie

Unter dem Motto „Neues zur Archäologie im Oldenburger Münsterland“ kommen am 14. November mehrere Experten zu Wort. Auch das ArchäoVisbek kann besucht werden.

Artikel teilen:
Frisch geborgenes prähistorisches Gefäß aus der Siedlungsfundstelle im Emsteker Ecopark. Fundstücke können auch am 14. November in Visbek betrachtet werden. Foto:  Foto: Denkmal3D

Frisch geborgenes prähistorisches Gefäß aus der Siedlungsfundstelle im Emsteker Ecopark. Fundstücke können auch am 14. November in Visbek betrachtet werden. Foto:  Foto: Denkmal3D

Zum 9. Tag der Archäologie in Visbek unter dem Motto „Neues zur Archäologie im Oldenburger Münsterland“ laden der Heimatverein Visbek sowie die Gemeinde Visbek für den 14. November (Samstag) ein. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie ausfallen. In diesem Jahr beginnt sie um 14 Uhr im Gasthaus Hogeback in der Visbeker Bauerschaft Erlte.

Der Fokus der Vorträge liege dieses Mal auf dem Oldenburger Münsterland, heißt es in einer Ankündigung. So berichten unter anderem Dr. Dieter Lammers und Hilko Poppen von Denkmal3D aus Vechta von ihren Grabungen im Emsteker Ecopark. Seit der Verlegung einer Ferngasleitung vor einigen Jahrzehnten ist hier eine prähistorische Fundstelle bekannt, schreiben die Veranstalter. Es handelt sich um eine ausgedehnte und teilweise intensiv bebaute, eisen- bis kaiserzeitliche Siedlung, die bereits über mehrere archäologischen Ausgrabungen erfasst wurde und immer noch wird. Aktuelle Untersuchungen brachten neben Hausgrundrissen, Speichern, Abfallgruben und Brunnen auch eine große Grabenanlage ans Tageslicht. Dass auch Visbek weiterhin im Fokus archäologischer Forschung steht, zeigen Lammers und Poppen mit tagesaktuellen Ergebnissen einer seit August 2021 laufenden Grabung am Poggenkamp.

Experte spricht über "Celtic Fields"

Der 2. Vortrag nimmt den Ort Visbek ins Visier, heißt es in der Ankündigung weiter. Genauer gesagt gehe es um Urnen aus Rechterfeld. Amandine Colson, Restauratorin bei Denkmal3D, zeigt am genannten Beispiel das gesamte Spektrum restauratorischer Arbeiten: von der Stabilisierung der Urnen während der archäologischen Untersuchung über die Ausgrabung unter Laborbedingungen bis hin zur Restaurierung von Grabbeigaben für etwaige Ausstellungszwecke sowie anthropologische Bestimmungen des Leichenbrandes.

Ausgrabungen in Emsteker Ecopark: Zu sehen sind Graben und Pfosten eines Gebäudes im Profil. Foto: Denkmal3DAusgrabungen in Emsteker Ecopark: Zu sehen sind Graben und Pfosten eines Gebäudes im Profil. Foto: Denkmal3D

Michael Wesemann vom NLD Oldenburg widmet sich in seinen Ausführungen am 14. November prähistorischen Ackerfluren – sogenannten "Celtic Fields2. Diese kenne man aus dem gesamten Nordseeraum, von England bis nach Dänemark, wie aus der Ankündigung hervorgeht. War es bis vor Kurzem nur möglich, diese "Celtic Fields" anhand von Bodenverfärbungen in Ackerflächen auf Luftbildern zu erkennen, gibt es seit Kurzem hochauflösende digitale Geländemodelle, die zu einer Fülle von neuen Funden geführt haben. Vor allem dort, wo seit Jahrtausenden nicht gepflügt worden ist, nämlich in den historisch alten Wäldern unserer Region, liegen großflächig und hervorragend erhaltene Celtic Fields, die bisher unentdeckt geblieben sind. Die neue Datenlage erlaubt nun weitere Forschungen darüber, wer und wie man sie anlegte – und was schließlich aus ihnen wurde.

Für die Gäste besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Original-Fundstücke zu begutachten. Außerdem kann in der Zeit von 10 bis 13 Uhr das ArchäoVisbek an der Rechterfelder Straße besucht werden.

  • Info: Der Eintritt ist frei. Es gelten die zu diesem Zeitpunkt gültigen Verwaltungsanordnungen zur Corona-Pandemie, die 2G-Regelung (Nachweis geimpft oder genesen) sowie die Pflicht der Registrierung. Um Anmeldung bis zum 8. November (Freitag) unter E-Mail heimatverein-visbek@ewetel.net oder Telefon 04445/988985 (vormittags) wird gebeten.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Visbeker laden zum Tag der Archäologie - OM online