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Visbeker Feuerwehr rückte 114 Mal aus

Das vergangene Jahr war reich an Einsätzen, wie der Ortsbrandmeister während der jüngsten Jahreshauptversammlung vermelden konnte. Zwei Sturmtage machen sich in der Bilanz bemerkbar.

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Das Ortskommando der Freiwilligen Feuerwehr Visbek kam mit den Gästen und den beförderten Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehrhaus bei der Jahreshauptversammlung zum Gruppenfoto zusammen. 																Foto: Koopmeiners

Das Ortskommando der Freiwilligen Feuerwehr Visbek kam mit den Gästen und den beförderten Kameradinnen und Kameraden im Feuerwehrhaus bei der Jahreshauptversammlung zum Gruppenfoto zusammen. Foto: Koopmeiners

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Visbek blickte der Ortsbrandmeister Sascha Stelmaszyk auf ein arbeitsreiches Einsatzjahr 2022 zurück. Die Bilanz: Die Zahl der Einsätze hat sich von 63 im Jahr 2021 auf 114 im Jahr 2022 erhöht. Alleine an zwei Sturmtagen hätten die Feuerwehrleute in Visbek fast 40 Einsätze abgearbeitet, ließ Stelmaszyk wissen.

Doch zunächst begrüßte Stelmaszyk am Freitagabend (13. Januar) fast 50 Mitglieder der aktiven Wehr, einschließlich der Altersabteilung. Im Haus der Bildung und Familie waren auch Bürgermeister Gerd Meyer, Amtsleiter Gerd Brengelmann, Kreisbrandmeister Matthias Trumme, Gemeindebrandmeister Stefan Hitz, Jugendfeuerwehrwart Heinrich Hermes sowie Ehrenbürger Werner Hitz anwesend. Dabei erfuhren sie einige Details zu der Verdoppelung der Einsätze im vergangenen Jahr.

Insgesamt 8216 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Begonnen hatte das Einsatzjahr am 2. Januar mit einer technischen Hilfeleistung in Endel; dort lag ein Baum auf der Fahrbahn. Der letzte Einsatz am 21. Dezember war dann ebenfalls eine Hilfeleistung: Bei einem Lkw im Graben war der Dieseltank beschädigt. Alle Einsätze seien akribisch in die Einsatzübersicht der Visbeker Ortsfeuerwehr eingetragen worden, so Stelmaszyk.

Insgesamt gab es 15 Brandeinsätze, 76 technische Hilfeleistungen, 3 Verkehrsunfälle, 12 Fehlalarme und 8 sonstige Einsätze wie beispielsweise Alarmübung, Kreisbereitschaft und Verkehrsabsicherungen. Im gesamten Jahr 2022 hat die Freiwillige Feuerwehr somit 2711 Einsatzstunden und zusätzlich 5049 Stunden für Dienstabende, Arbeitsdienste, Fortbildungen sowie 456 Stunden für Lehrgäng – also insgesamt 8216 Stunden – geleistet.

Dazu passe gut, sagte Stelmaszyk, dass die Gemeinde einen 40 Kilovoltampere-Stromerzeuger mit Lichtmast auf einem Anhänger angeschafft hat, da dieser insbesondere für die Einsätze an den Sturmtagen genutzt wurde. Als Ersatz für einen abgängigen Gerätewagen, auch Pritsche genannt, erhielt die Visbeker Wehr am 29. November des vergangenen Jahres einen neuen Gerätewagen für Ladungen bis zu 3,5 Tonnen. Dieser Wagen kann mit dem Pkw-Führerschein gefahren werden.

73 Personen sind in der Wehr aktiv

Dann berichtete der Ortsbrandmeister von den Mitgliederzahlen: Zum Jahresende waren 73 Aktive bei der Visbeker Wehr tätig, darunter 52 Männer und 17 Frauen, die gemeinsam einen Alterdurchschnitt von 34,7 Jahren haben. Bei der Seniorenwehr weisen die 15 Mitglieder einen Altersdurchschnitt von 72,1 Jahre auf.

Darüber hinaus hat Schriftführerin Natalie Calado das Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 4. März 2022 verlesen sowie einen Jahresbericht verfasst. Die Aktivitäten im Ortskommando einschließlich aller Lehrgangsbesuche seien chronologisch dokumentiert worden. Für die Besuche und die Brandschutzerziehung waren Jörg Pien, gemeinsam mit Manfred Gelhaus, Pia Nordloh, Jörg Faske und Michael Korf, federführend. Heinrich Hermes erstattete danach den Jahresbericht der Jugendfeuerwehr Visbek-Rechterfeld und Hubert Gerardi den Jahresbericht der Altersabteilung. Die Entlastung des Ortskommandos erfolgte einstimmig.

Dank und lobende Worte von den Gästen

Bürgermeister Gerd Meyer lobte im Anschluss die ständige Ausbildungsbereitschaft in der Feuerwehr; er bedankte sich im Namen der Gemeinde dafür, dass das hohe Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres mit Kompetenz bewältigt wurde. Auch für 2023 sind wieder mehrere Lehrgänge in Vechta geplant.

Kreisbrandmeister Matthias Trumme wertete die Leistung der Feuerwehr mit dem Prädikat „bestens“; die Altersabteilung nannte er „beispielhaft“, weil sie die aktive Wehr unterstützt (Verpflegungsdienst). Trumme informierte auch über Lehrgänge, die bei der Feuerwehr-Technischen-Zentrale in Vechta geplant werden. Gemeindebrandmeister Stefan Hitz zollte der Ortswehr Anerkennung für tolle Leistungen und erwähnte als Beispiel die gelungene „Winterveranstaltung“ mit der Jugendfeuerwehr vom 5. November.

Als Doppelmitglied ist Julian Wichmann (20) aus Ellenstedt in der Visbeker Wehr; er ist seit Juli 2022 im Bauhof der Gemeinde Visbek tätig. Maximilian Wietmaier (19) wurde als neues Mitglied vorgestellt; er absolviert bei der Visbeker Wehr das „Probejahr“. Phillip Humphreys wurde in den Festausschuss gewählt sowie Katharina Hermes als Kassenprüferin. Stelmaszyk verkündete unter dem Beifall der Kameraden und Gäste zudem 14 Beförderungen. Mit persönlichen Dankesworten und dem Wahlspruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, beendete Stelmaszyk die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Visbek.


Beförderungen:

  • Erste (r) Hauptfeuerwehrfrau/ -mann: Heike Zwanefeld, Steffen Hake, Hannes Hake, Jens Kühling, Jörg Pien.
  • Hauptfeuerwehrfrau/ -mann: Theresa Wittrock, Melanie Westerhoff, Pia Nordloh, Steffen Emke.
  • Zum Oberfeuerwehrmann /zur Oberfeuerwehrfrau: Philipp Diersen, Simon Freese, Katharina Hermes.
  • Befördert zum Feuerwehrmann: Jonas Hilgen, Michael Korf.

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