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Vikar-Henn-Preis soll von der Jugend mehr wahrgenommen werden

Noch bis Ende Februar können Personen für die Auszeichnung vorgeschlagen werden. Hannes Deeken, Vorsitzender des Cloppenburger Jugendparlaments, möchte besonders junge Menschen ansprechen.

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Wirbt vor allem um junge Leute: Der Vorsitzende des Cloppenburger Jugendparlaments und Jurymitglied des Vikar-Henn-Preises, Hannes Deeken. Archivfoto: Hermes

Wirbt vor allem um junge Leute: Der Vorsitzende des Cloppenburger Jugendparlaments und Jurymitglied des Vikar-Henn-Preises, Hannes Deeken. Archivfoto: Hermes

Der Vikar-Henn-Preis für Zivilcourage, der von der Bürgerstiftung Cloppenburg gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas ausgelobt wird (OM-Online berichtete), wird 2023 erst zum zweiten Mal vergeben. Benannt ist die Auszeichnung nach dem Geistlichen Vikar Ernst Henn, der in der Nazizeit gegen die Judenverfolgung predigte.

Wirklich etabliert ist er Preis vor seiner Premiere logischerweise noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. "Er soll ein Teil von Cloppenburg werden", gibt Hannes Deeken als Ziel aus. Der 23-Jährige ist Vorsitzender des Jugendparlaments in der Kreisstadt und eines von 10 Jurymitgliedern, die schlussendlich den Preisträger oder die Trägerin auswählen werden.

Damit die Auswahl dabei möglichst groß ist, braucht es natürlich viele Menschen, die vorgeschlagen werden. Zwar sind schon einige Vorschläge eingegangen, so Deeken, aber er möchte besonders junge Menschen mit dem Vikar-Henn-Preis erreichen. Dafür wurde jetzt mit ihm von der Filmstudiostube ein Video gedreht, das über den Preis und das Thema informiert. Über Social Media wurde es verbreitet. Innerhalb weniger Tage hat es mehrere Tausend Aufrufe vorzuweisen. Auch wurde es vielfach geteilt, erzählt Hannes Deeken, beispielsweise vom Bürgermeister oder dem Landrat.

Hannes Deeken hofft auf möglichst viele Vorschläge

Dass über das Internet so viele Menschen erreicht werden, freut den 23-Jährigen. Einerseits würde so das Thema "Zivilcourage" noch präsenter werden, andererseits steige so auch die Bekanntheit des Vikar-Henn-Preises. Möglichst viele Leute sollen wissen, worum es dabei geht, sagt der Vorsitzende des Jugendparlaments. Denn nur wer den Preis kennt, kann schließlich auch Einzelpersonen oder Gruppen dafür vorschlagen. Und gegen eine große Kandidatenzahl hat Jurymitglied Deeken natürlich nichts einzuwenden: "Wir wollen natürlich möglichst viele Bewerber haben."

Doch dabei geht es nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität bei den Vorschlägen. Daher ist Hannes Deeken auch wichtig, das Kriterium für den Preis hervorzuheben: Zivilcourage. "Man darf Zivilcourage nicht mit sozialem Engagement verwechseln", betont er. Letzteres sei zwar natürlich auch wichtig, aber eben nicht das Anliegen. Es geht um Menschen, die sich mutig im Alltag gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Unterdrückung und für Gerechtigkeit engagieren.

Thema "Zivilcourage" soll mehr in der Gesellschaft verankert werden

So ein Verhalten soll durch den Preis wieder mehr in der Gesellschaft verankert werden. "Es geht ja nicht nur um Geld und warme Worte, sondern auch um Reichweite", meint Deeken. Wer dann im April den Preis, dotiert mit immerhin 2500 Euro, entgegennehmen darf, das hängt erst mal davon ab, wer bis Ende Februar überhaupt vorgeschlagen wird.

Hannes Deeken wirbt bis dahin weiter fleißig für das Anliegen, ob im Internet oder auch im eigenen Freundeskreis. Er selbst schlägt aber natürlich niemanden vor, schließlich trifft er am Ende als Jurymitglied ja auch die Entscheidung. Und dabei möchte er, obwohl er der Jüngste ist, seine Ansicht klar vertreten.


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