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Vier Fachärzte aus Lohne geben ein "Update Orthopädie"

Die Experten des Endoprothetikzentrums am Lohner St.-Franziskus-Hospital zeigten die Entwicklungen auf dem Gebiet des modernen Gelenkersatzes auf.  70 Teilnehmer waren in Stratmanns Hotel anwesend.

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Versammeltes Fachwissen: (von links) Dr. Michael Eckertz, Dr. med. Markus Lühmann, Dr. med. Harald Kuhn, Marc Bielefeld und Geschäftsführer Thomas Meyer stellten ihr modernes Endoprothetikzentrum vor. Foto: Röttgers

Versammeltes Fachwissen: (von links) Dr. Michael Eckertz, Dr. med. Markus Lühmann, Dr. med. Harald Kuhn, Marc Bielefeld und Geschäftsführer Thomas Meyer stellten ihr modernes Endoprothetikzentrum vor. Foto: Röttgers

Einblicke in die Endoprothetik gab es am Donnerstag bei einer Vortragsreihe des St.-Franziskus-Hospitals Lohne in Stratmanns Hotel. Gleich vier Fachärzte standen dem interessierten Publikum zur Verfügung. Rund 70 Interessierte, Patienten und ärztliche Kollegen erhielten ein „Update Orthopädie“, bei dem es viele neue Entwicklungen auf dem Gebiet des Gelenkersatzes gab.

Der Geschäftsführer des St.-Franziskus-Hospitals, Thomas Meyer, lobte diese "still wirkende Abteilung" mit überregionaler Bedeutung. Das Endoprothetikzentrum habe seine Fallzahlen steigern können, sodass jährlich rund 400 Prothesen in Lohne eingepflanzt würden, merkte Meyer an.

Der Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Spezielle Unfallchirurgie, Marc Bielefeld, informierte eingangs über die Historie des Gelenkersatzes. Heutzutage werde möglichst schonend der Hüftgelenkersatz eingesetzt. Bielefeld informierte über die "minimalinvasive Hüftendoprothetik", bei der möglichst schonend die künstlichen Schafte eingesetzt würden, um eine schnelle Rehabilitation, kürzere Klinikaufenthaltszeiten, kleinere Narben, weniger Blutverlust und eine schnellere Rückkehr in den eigenen Alltag zu erzielen.

Vom Kampfsport mit Kunstgelenk ist abzuraten

"Sport mit künstlichem Gelenk. Was nützt, was schadet?" Dieser Frage ging Dr. med. Harald Kuhn nach. Der Facharzt für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Spezielle Unfallchirurgie, Sportmedizin und Kinderorthopädie hat die Leitung der speziellen orthopädischen Chirurgie inne. 49 Prozent aller Ersatzleistungen fallen auf das Knie, 47 Prozent aller Operationen finden im Bereich der Hüfte, je 2 Prozent in den Schultergelenken und im Sprunggelenk statt, so der Facharzt. Radfahren, Nordic Walking, Kraul- und Brustschwimmen, Pilates und Yoga, Segeln, Rudern und Wandern seien mit einem Kunstgelenk geeignet. Hockey, Fußball, Tennis, Badminton, Gymnastik und Skaten "eher nicht", da sie die Gelenke zu sehr strapazierten. "Absolut ungeeignet sind Kampfsport und Judo", urteilte er. Für „Kunst-Gelenke“ bedürfe es drei „Heilkünstlern“: den Operateur, die Pflege und Physiotherapie und den Patienten selber, schloss Kuhn seinen Vortrag.

Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der modernen Endoprothetik brachte Dr. Michael Eckertz am Beispiel des Kniegelenkes näher. Eckertz ist stellvertretender Leiter des EPZ, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie mit Schwerpunktbezeichnung für Unfallchirurgie. Dr. Eckertz informierte unter anderem über Arthrose. "Die Zukunft wird sein, dass wir während der Operation Daten in Echtzeit erhalten werden, um Prothesen per Datenbrille bauen zu können", blickte er in eine sich rasant entwickelnde Zukunft.

Doch erst, wenn alle konservativen Maßnahmen, wie Medikamente, Spritzen und vor allem Krankengymnastik, nicht zu den gewünschten Resultaten führten, stünde ein operativer Eingriff an, erklärte Dr. Markus Lühmann. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist Fachexperte für Endoprothetikzentren nach EndoCert. Er sprach über die "Schlittenprothese am Kniegelenk" und ging der Frage nach, ob ein Teilgelenkersatz die Alternative zur Knie-Totalendoprothese (TEP) sei. Alle vier Fachärzte standen nach ihren Vorträgen dem Publikum Rede und Antwort.

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