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Vestruper Ortsdurchfahrt: Erste Ergebnisse der Sanierung sind schon zu sehen

Viele Jahre quälte die holprige Pflasterung Verkehrsteilnehmer wie Anwohner. Aktuell laufen die Arbeiten für den Fahrbahnaustausch – und ein Unterschied ist bereits zu bemerken.

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Erste Veränderungen: Die Fahrbahn ist im ersten Bauabschnitt schon ausgetauscht worden. Foto: C. Meyer

Erste Veränderungen: Die Fahrbahn ist im ersten Bauabschnitt schon ausgetauscht worden. Foto: C. Meyer

Die Baustelle vor seiner Haustür nimmt Jürgen Nieske aktuell gerne in Kauf. Er habe sich an dem Tag, als die Arbeiten begonnen hatten, sogar gefreut, wie er verrät. Etwas, das man wohl nicht alle Tage von Menschen hört, die vor ihrer Haustür mit einer Baustelle konfrontiert sind. Aber in diesem Fall ist das sicherlich nachvollziehbar: Denn: Jürgen Nieske ist Anwohner der Vestruper Ortsdurchfahrt. Dort wird seit Anfang Juli die unliebsame Fahrbahn ausgetauscht. Die holprige Pflasterung weicht einer Asphaltierung.

Einen kleinen Vorgeschmack auf das Endergebnis gibt es bereits. Von Elsten kommend ist die Hochelstener Straße bis zur Kreuzung Vestruper Dorfstraße schon soweit asphaltiert. Eine Ampelanlage macht derzeit eine einspurige Verkehrsführung möglich. Den wohltuenden Unterschied merken nicht nur Autofahrerinnen und -fahrer, sondern auch die Anwohnerinnen und Anwohner, sagt Jürgen Nieske. Deutlich ruhiger als zuvor sei es. Denn die ortsbildprägende Grauwacke-Pflasterung hatte ihre ganz eigene Geräuschkulisse zur Folge.

Lärm war für Anwohner eine Zumutung

Für die Anwohnerinnen und Anwohner in Vestrup sei der Lärm zuletzt auch nicht mehr tragbar gewesen, sagt Nieske. So laut wie in der „Einflugschneise eines Flughafens“, zieht er den Vergleich heran. Insbesondere wenn Lkw über die in die Jahre gekommene Buckelpiste gefahren sind, sei es „extrem“ gewesen. Tatsächlich bestätigte ein Gutachten aus dem Jahr 2020, dass eine Geräuschkulisse vorlag, als würden auf einer normalen asphaltierten Straße 20.000 Fahrzeuge am Tag durch den Ort fahren. Nur, durch Vestrup fahren täglich rund 2000 Fahrzeuge.

Foto: C. Meyer
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Foto: C. Meyer
Foto: C. Meyer
Foto: C. Meyer
Foto: C. Meyer

Für die Zukunft erwartet Jürgen Nieske einen „Riesenunterschied“ und, dass es eine „erhebliche Beruhigung“ geben wird. Allzu lange muss er darauf wahrscheinlich nicht mehr warten. Ursprünglich war die Fertigstellung der Sanierung für den 19. August geplant, werde sich aber nun auf Ende August verlagern, wie Uta Weiner-Kohl, Leiterin des Geschäftsbereichs Osnabrück der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf Nachfrage wissen lässt. Die Pflasterarbeiten in den Nebenanlagen gestalten sich aufwendiger als angenommen.

Während der gesamten Bauzeit könne es zudem immer wieder zu Verkehrsregelungen mit einer Baustellen-Ampel beziehungsweise einspuriger Verkehrsführung kommen, so Weiner-Kohl auf die aktuelle Situation im Vestruper Ortskern angesprochen. 
Aber: „Grundsätzlich bleibt es bei der Vollsperrung.“ Die Abwicklung der Maßnahme erfolgt in drei Bauabschnitten, in denen wechselnde Bereiche der Straße vollgesperrt werden.

Künftig weiterhin Tempo 30?

Der erste Bauabschnitt, der bereits asphaltiert ist, betrifft den Bereich ab der Kreuzung Vestruper Dorfstraße (K 260)/Hochelstener Straße Richtung Lastrup. Der 2. Bauabschnitt schließt daran dann Richtung Bakum an. Der 3. und letzte Bauabschnitt betrifft den Bereich der K 260 (Vestruper Dorfstraße) ab Höhe Grüner Weg bis zur Vestruper Ortsdurchfahrt (L 837). Der jeweilige Umleitungsverkehr ist ausgeschildert. Die vom Land Niedersachsen getragenen Baukosten belaufen sich auf rund 750.000 Euro, hieß es zu Beginn der Maßnahme. Gegenwärtig seien keine Kostenerhöhungen bekannt, so Weiner-Kohl.

Zuletzt galt Tempo 30 in Vestrup. Die holprige Straße machte es den Verkehrsteilnehmenden ohnehin kaum möglich, schneller zu fahren. Wie Uta Weiner Kohl noch einmal erläutert, sei die Geschwindigkeitsreduzierung aufgrund von Schäden an der Pflasterfahrbahn angeordnet worden. „Mit dieser Erneuerung der Fahrbahn ist dieser Hintergrund entfallen.“ Andere Gründe für die Aufrechterhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung seien nicht bekannt. Dieser Punkt sei von der örtlichen Verkehrsbehörde – also vom Landkreis Vechta – zu prüfen. Auf Nachfrage lässt Kreissprecher Jochen Steinkamp wissen, dass erst nach Abschluss der Baumaßnahme geprüft werden könne, wie mit der Geschwindigkeitsbegrenzung umgegangen werde.

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