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Verständigung geht beim "Fest der Kulturen" in Holdorf auch durch den Magen

Die Organisatoren freuten sich am Sonntag über viele offene Besucher beim Holdorfer Jugendtreff.

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Alles sehr lecker: Am Stand der syrischen Frauen kamen viele Besucher ins Schwärmen.  Foto: Gerwanski

Alles sehr lecker: Am Stand der syrischen Frauen kamen viele Besucher ins Schwärmen.  Foto: Gerwanski

Liebe geht durch den Magen, heißt es immer. "Und Verständigung auch", ergänzt Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Gerade erst hat er an diesem Sonntagnachmittag in den Küchenbereich des Jugendtreffs hineingeschnuppert und einige der Köstlichkeiten probiert, die sieben syrische Frauen zubereitet hatten.

"Alles mal durchprobieren", war aber auch die Devise vieler anderer Besucher des großen "Festes der Kulturen", das am Sonntag dort ausgerichtet wurde. "Es läuft super", war das Zwischenfazit, das Jugendtreff-Leiter Timo Donner und Elisabeth Vodde-Börgerding von der Caritas-Integrationsberatung am Nachmittag zogen. Viele Nationalitäten wie Syrer, Ukrainer oder Russen waren vertreten, ebenso alle Altersgruppen sowie Einheimische, die schon immer hier wohnten, Menschen, die vor etlichen Jahren zugezogen waren, und auch die, die erst seit kurzem in Holdorf ihr Zuhause gefunden haben. Sie alle hatten während der Corona-Zeit wenige Gelegenheiten, sich zu treffen. Doch dieses Fest brachte wieder Schwung in das Vorhaben, Menschen zusammenzubringen mit Spiel und Spaß und eben auch den unbekannten Gaumenfreuden.

Vielleicht bekommen die syrischen Frauen nun wieder mehr Kontakte, um besser Deutsch zu lernen, so eine der Intentionen der Organisatoren. Sie alle kamen im Jahr 2017 nach Holdorf, wie Sherin Silli von der Caritas-Flüchtlingshilfe berichtet. "Zuerst kamen die Männer, die Frauen dann später im Zuge der Familienzusammenführung."

„Wir sind vor allem für diejenigen da, die Probleme haben und Unterstützung brauchen.“Elisabeth Picklapp, Caritas-Sozialwerk

Für den 15-jährigen Zana Mousa aus Syrien ist die Situation längst schon anders. Er kam vor fast 7 Jahren nach Holdorf, geht mittlerweile in die 10. Klasse und schätzt den Jugendtreff "als sehr guten Ort zum Treffen". Wegen der Schule komme er mittlerweile etwas seltener hierher, berichtete er. "Aber jetzt, auf diesem Fest, treffe ich wieder Leute, die ich im Alltag nicht so oft sehe."

Ein interessantes Ziel für andere Jugendliche war der Stand der Berufshilfe für 14- bis 26-Jährige. Elisabeth Picklapp und Alexandra Schramm vom Caritas-Sozialwerk informierten hier über berufliche Orientierungen und die notwendigen Bewerbungen. "Wir begleiten die Jugendlichen bis zur Ausbildung", berichtete Elisabeth Picklapp. "Wir sind vor allem für diejenigen da, die Probleme haben und Unterstützung brauchen."

Gleich neben ihrem Stand hatte sich der Jugend-Migrationsdienst platziert, der sich speziell den rechtlichen Fragen widmet. Bei dessen Puzzle "Die Welt ist bunt" kamen die Besucher ebenfalls mit Spiel und Spaß ins Gespräch. Und dann waren da noch die vielen anderen Spielangebote, bei denen das Jahrmarktvergnügen "Hau den Lukas" nicht fehlte.

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