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Veronika Nordlohne hilft seit 20 Jahren den Menschen in Rumänien

Kürzlich war die Mühlerin wieder in dem südosteuropäischen Land, um zu sehen, was ihr karitatives Engagement bewirkt. Sie erlebte große Dankbarkeit – und wirbt weiter um Spenden für die Rumänienhilfe.

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Ihr ganzer Stolz: Veronika Nordlohne zeigt das Kunstwerk, welches ihr anlässlich ihres Jubiläums geschenkt wurde. Seit 20 Jahren setzt sich die Mühlerin karitativ für die Stiftung Heiliger Franziskus ein, die zahlreiche Kinderheime in Rumänien unterhält. Foto: Timphaus

Ihr ganzer Stolz: Veronika Nordlohne zeigt das Kunstwerk, welches ihr anlässlich ihres Jubiläums geschenkt wurde. Seit 20 Jahren setzt sich die Mühlerin karitativ für die Stiftung Heiliger Franziskus ein, die zahlreiche Kinderheime in Rumänien unterhält. Foto: Timphaus

Sie hat es wieder getan: Vor Kurzem ist Veronika Nordlohne aus Mühlen nach Rumänien gereist. Gemeinsam mit Maria Büscherhoff verbrachte sie eine Woche in dem südosteuropäischen Land, das zu ihrer zweiten Heimat geworden ist. Es war für Nordlohne die 37. Tour. "Vor 20 Jahren bin ich das erste Mal in Rumänien gewesen", weist die Seniorin auf ihr kleines Jubiläum hin.

Die 77-Jährige, die sich seit zwei Jahrzehnten karitativ für die Stiftung Heiliger Franziskus von Franziskanerpater Csaba Böjte engagiert, hat gemeinsam mit ihrer Begleiterin etwa 1600 Kilometer in Rumänien zurückgelegt. Kreuz und quer ging es zwischen Karpaten und Donau. Zwölf Kinderheime steuerte das Duo an.

"Ich habe sehr viele erschöpfte Männer, Frauen und Kinder gesehen", schildert Nordlohne ihre Eindrücke. Knapp ein Jahr Homeschooling und drei Monate Corona-Ferien hätten ihre Spuren hinterlassen, sagt sie. Aufgrund der Pandemie sei es auch sonst eine besondere Reise gewesen. "Rumänien hat neben Bulgarien eine der niedrigsten Impfquoten in Europa."

Via Facebook und WhatsApp hält sie Kontakt

Die Mühlerin setzt sich seit 20 Jahren für die Menschen in Rumänien ein. Ihr sind laut eigener Aussage vor allem jene Kinderheime wichtig, die sonst nicht im Fokus des Interesses stehen und denen deshalb die Finanzmittel fehlen. Via Facebook und WhatsApp hält Nordlohne kontinuierlich den Kontakt zu den Menschen vor Ort. Die sozialen Netzwerke nutzt sie auch, um transparent über den Einsatz der Spenden zu berichten, die sie aus Mühlen und der Umgebung erreichen. "Das ist mir wichtig. Die Menschen sollen sehen, dass ich mir keinen Cent selbst in die Tasche stecke."

Während ihrer Tour feierte die "Rumänienhelferin" ihren 77. Geburtstag. Die Menschen vor Ort wussten um diesen Umstand, sodass Nordlohne in den Genuss gleich mehrerer Partys kam. "Einmal musste ich auch einen Ehrentanz mit dem Heimleiter machen", lacht sie. In Deva in Siebenbürgen überraschten sie die Bewohner eines Heimes mit einem kunstvoll gestalteten Bild, das nunmehr Nordlohnes ganzer Stolz ist. Darauf zu lesen sind deutsche Wörter wie "Wir lieben dich", "Danke sehr" oder "Mit viel Liebe".

Es geht der Mühlerin um Hilfe nach Bedarf

Zwar zahlt der rumänische Staat laut Nordlohne mittlerweile mehr Kindergeld, weshalb viele Heranwachsende wieder zurück in ihre Familien kommen. Doch das hat nach Ansicht der Mühlerin nicht nur positive Aspekte. Sie sagt: "Hilfe ist auf jeden Fall weiterhin notwendig." Dabei ist es ihr wichtig, die Unterstützung nach dem Bedarf auszurichten. "Es braucht nicht den 100. Pullover", sagt sie.

Veronika Nordlohne wirbt um Unterstützung und Spenden für ihre Rumänienhilfe. "Ohne Geld lässt sich nicht viel ausrichten. Die Menschen in Rumänien haben es nötig. Ihnen fehlt so viel."

  • Info: Wer das Engagement von Veronika Nordlohne finanziell unterstützen möchte, kann ihr über das Konto der Pfarrei St. Johannes Baptist eine Spende zukommen lassen, Stichwort "Rumänienhilfe". IBAN: DE73 2806 2560 0004 7490 00.

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