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Vermisster Joe aus Oldenburg: Polizei richtet Mordkommission ein

Nach dem Hinweis eines Zeugen besteht der Verdacht, dass der 8-Jährige das Opfer einer Straftat wurde. Davon unabhängig soll die Suchaktion nach Joe weiter fortgesetzt worden.

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Joe wird seit Freitag vermisst. Foto: Polizei Oldenburg Stadt

Joe wird seit Freitag vermisst. Foto: Polizei Oldenburg Stadt

Für die weiteren Ermittlungen im Fall des vermissten 8-jährigen Joe aus Oldenburg hat die Polizei nun eine Mordkommission (Moko) eingerichtet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermitteln gegen "Unbekannt".

Nach 6 Tagen intensiver Suche gebe es noch keine Hinweise über den Aufenthaltsort des vermissten Jungen aus Oldenburg. Wie berichtet, war das Kind am vergangenen Freitag (17. Juni) in den frühen Abendstunden bei der Polizei als vermisst gemeldet worden. Zeugen hatten Joe zuletzt im Stadtteil Donnerschwee gesehen.

Unmittelbar nach Eingang der Vermisstenmeldung hatten die Beamten Kontakt zu den Eltern des Jungen aufgenommen und Zeugen befragt. Zeitgleich veröffentlichte die Polizei eine Fahndung nach Joe, in die auch die umliegenden Polizeiinspektionen
einbezogen worden seien.

Dass Joe sich bewusst versteckt haben könnte, ist mittlerweile unwahrscheinlich

Mit Beginn der Öffentlichkeitsfahndung sei bei der Polizei eine Vielzahl an Hinweisen eingegangen, die von den Beamten überprüft worden seien. In den vergangenen Tagen wurden die Bereiche rund um den Wohnort des Jungen im Oldenburger Stadtnorden sowie in verschiedenen weiteren Stadtteilen, bis hin in den nahen Landkreis Ammerland, durchsucht. Die Beamten der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland wurden dabei laut Mitteilung von Angehörigen anderer Polizeidienststellen, externen Behörden und Institutionen wie Feuerwehren und Rettungsdiensten, aber auch privat organisierten Suchtrupps und freiwilligen Helferinnen und Helfern unterstützt.

Die Suche nach Joe blieb bis zum jetzigen Zeitpunkt erfolglos. Deshalb sei die ursprüngliche Annahme, dass das Kind
sich bewusst versteckt halten könnte, in den vergangenen Tagen damit zunehmend unwahrscheinlich.

Von Anfang an hätten sich die Ermittlungen der Beamten in alle denkbaren Richtungen erstreckt. Neben dem Vermisstenfall sei auch ein Unglücksfall oder ein Gewaltverbrechen zu keinem Zeitpunkt ausgeschlossen gewesen.

Polizei arbeitet zweigleisig

Aufgrund des Hinweises eines Zeugen ergebe sich nunmehr der Verdacht, dass Joe Opfer einer Straftat geworden sein könnte. Aus diesem Grund wurde seitens der Staatsanwaltschaft Oldenburg ein Ermittlungsverfahren gegen "Unbekannt" eingeleitet. Dies eröffnet den Behörden weitere ermittlungstaktische Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Sicherung von Daten, die ansonsten unwiederbringlich
verloren wären.

Neben den Ermittlungen der Moko "Ammer" zum Hintergrund von Joes Verschwinden habe auch die Suche nach dem Kind oberste Priorität bei den polizeilichen Maßnahmen.

Aus diesem Grund arbeite die Polizei zweigleisig: Einerseits würden die Suchmaßnahmen in der Vermisstensache getroffen, die dafür extra eingerichtete Sonderorganisation bleibe zunächst bestehen. Andererseits würden Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verbrechens geführt.

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