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Verendete ein Hund in Benstrup an einem Giftköder?

Zwei Labradore haben in Benstrup etwas Verdächtiges gefressen. Ein Tier konnte nicht mehr gerettet werden. Die Polizei ist informiert.

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Warnung: Hundehalter müssen sich beim Spaziergang mit ihren Tieren vorsehen. Foto: dpa/Kalaene

Warnung: Hundehalter müssen sich beim Spaziergang mit ihren Tieren vorsehen. Foto: dpa/Kalaene

Ist in Benstrup bei Löningen am Dienstag ein Hund vermutlich nach der Aufnahme von Gift verendet? Das fragt sich Henrike Sieverding und will nun andere Hundehalter warnen. Denn: Ein zweites Tier zeige schwere Vergiftungssymptome. Es befinde sich zurzeit beim Tierarzt. 

Henrike Sieverding war nach eigenen Angaben am Dienstagvormittag mit ihren Kindern und zwei Hunden zu einem Spaziergang aufgebrochen. Auf Höhe des örtlichen Kindergartens habe ihr Labrador etwas unter der Hecke entdeckt. "Er verschwand fast darin und ich sah, dass er etwas Bläuliches in der Schnauze hatte." Die Halterin versuchte noch, dem Tier den Fund zu entreißen – vergeblich. "Labradore sind wie Staubsauger, die schlucken alles", sagt sie. 2 Stunden später habe der Rüde begonnen, sich heftig zu erbrechen. Auch Durchfall sei hinzugekommen. "Wir haben ihn sofort zum Tierarzt gebracht." Ob ihr Hund überleben wird, wusste Sieverding am Dienstagnachmittag nicht.

Doch damit nicht genug: Als die Benstruperin wieder zu Hause war, habe sie einen Anruf erhalten. Ihre Schwägerin habe nach ihrem eigenen Hund gesucht – ebenfalls ein Labrador. "Ich bin instinktiv nach draußen und habe ihn im Garten gefunden. Der Hund lag tot unter einem Busch. Seine Zunge hing ihm heraus. Sie war blau." Sieverding alarmierte die Polizei. Gemeinsam mit den Beamten habe sie anschließend den Ort abgesucht. Weitere Köder seien nicht gefunden worden. Die Polizei bestätigt indes den Einsatz, nähere Infos gab sie aber nicht. 

Köder sah aus wie blau gefärbtes Mett

Der Köder, den ihr Hund aufstöberte, habe wie blau gefärbtes Mett ausgesehen, erinnert sich Sieverding. Dass es Menschen gibt, die gezielt Gift auslegen, mache sie fassungslos. Über die Motive könne sie nur spekulieren. "Vermutlich ärgert sich da jemand über die Hundehaufen." Besonders perfide finde sie, dass der Köder in der Nähe der Kita ausgelegt worden sei und der Täter damit auch das Wohl der Kinder gefährdet habe. 

Am Wochenende waren in Emstekerfeld ähnliche Giftköder entdeckt worden. An einem von ihnen hat sich vermutlich eine Katze den Magen verätzt. Sie musste  eingeschläfert werden. Sollte sich der Vorfall in Benstrup bestätigen, würde sich die Zahl der polizeilich bekannten Fälle im Kreis Cloppenburg auf 4 erhöhen. Im Landkreis Vechta wurden bislang 6 Fälle registriert.

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