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Verein Pfiffikus thematisiert beim Bildungs-Camp den Fachkräftemangel

Wie finden Jugendliche den passenden Beruf oder die richtige Ausbildung? Und wie kommen Betriebe an die entsprechenden Mitarbeiter? Um diese Themen ging es beim 1. Bildungs-Camp in Stapelfeld.

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Tipps und Erfahrungen aus erster Hand: Unternehmer Matthias Aumann hielt einen Impulsvortrag. Foto: Pfiffikus

Tipps und Erfahrungen aus erster Hand: Unternehmer Matthias Aumann hielt einen Impulsvortrag. Foto: Pfiffikus

Welcher Beruf passt zu mir? Was ist die richtige Ausbildung? Solche Fragen stellen sich viele Jugendliche, wenn es auf das Ende ihrer schulischen Laufbahn zugeht. Aber auch die Arbeitgeberseite muss sich mit Blick auf den Fachkräftemangel überlegen, wie man die richtigen Mitarbeiter findet – und diese auch für sich gewinnt. Um genau diese Thematiken ging es beim ersten Bildungs-Camp, das der  Verein "Pfiffikus" in Zusammenarbeit mit der katholischen Akademie Stapelfeld ins Leben gerufen hat.

Die jüngste Veranstaltung in Stapelfeld kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Rund 60 Teilnehmende aus Schulen, Betrieben oder Innungen der Region kamen hier zusammen, um sich mit dem Thema "Fachkräftemangel" auseinanderzusetzen. Ein aktuelles Anliegen. "Die Fragen brennen den Leuten unter den Nägeln", stellt Herbert Feldkamp, Gründer und 1. Vorsitzender von Pfiffikus, mit Blick auf die hohe Beteiligung an der Veranstaltung fest.

Zu Beginn wurden grundlegende Dinge zum Verein, der sich vorwiegend für Bildung und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen einsetzt, und den Zielen der Veranstaltung erklärt. Moderiert wurde der Ablauf vom ehemaligen Landtagsabgeordneten Clemens große Macke, der auch im Pfiffikus-Vorstand sitzt. Für Diskussionsbedarf unter den Anwesenden sorgte der Cloppenburger Unternehmer und Unternehmensberater Matthias Aumann mit einem Impulsvortrag. Dabei thematisierte er vor allem die Fachkräftegewinnung und die dabei wichtige Rolle der sozialen Medien. Mit einigen humorvollen Anekdoten und zahlreichen eigenen Erfahrungsberichten aus seinem Werdegang gab er den Zuhörern viele Ratschläge an die Hand, auch wenn nicht immer alle Anwesenden mit jeder Aussage "d‘accord" gingen.

Diskussionen und verschiedene Meinungen sind erwünscht

Das war aber auch von den Veranstaltern durchaus so gewollt. "Der Vortrag sollte polarisieren – und das hat er auch getan", so der 2. Vorsitzende, Heidjer Schwegmann. Schließlich könne eine Diskussion nur entstehen, wenn nicht alle derselben Meinung sind. Im Anschluss an die Ausführungen von Matthias Aumann wurden Themen gesammelt, die in kleineren Arbeitsgruppen ausführlich besprochen wurden. Dabei handelte es sich um die Punkte "Die Rolle der sozialen Medien", "Hürden der Bewerbung", "Attraktivität der Ausbildung steigern", "Zeitplan für die Berufsorientierung", "Die Rolle der Eltern", "Digitalisierung im Berufsorientierungsprozess", "Engagement" und "Chancen trotz geringer Qualifizierung".

Die Pilotveranstaltung werten die Verantwortlichen jetzt als Erfolg. "Es gab viele positive Rückmeldungen und es wurden auch bereits Wünsche für das nächste Mal geäußert", erklärt Schwegmann. Und ein nächstes Mal soll es auch geben. Geplant ist, dass das Bildungs-Camp künftig jedes Jahr stattfindet. Den ersten Rückmeldungen zufolge ist das Interesse daran auch bei vielen Teilnehmern groß. 

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