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Verein NaturErlebnis Holdorf gibt Hirschkäfer ein neues Zuhause

An 5 Wochenenden leisteten die Naturschützer 120 Stunden ehrenamtliche Arbeit, um den Hirschkäfermeiler zu verwirklichen. Schon bald können die großen Krabbler hier ihre Eier ablegen.

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Die Baumeister: Thomas Haskamp (von links), Hendrik Hugenberg, Johannes Pohlmann, Wolfgang Thiel (kniend), Thomas Wagner, Jürgen Klüsener, Klaus Koldehoff und Ulrich Herkenhoff. Foto: Vollmer

Die Baumeister: Thomas Haskamp (von links), Hendrik Hugenberg, Johannes Pohlmann, Wolfgang Thiel (kniend), Thomas Wagner, Jürgen Klüsener, Klaus Koldehoff und Ulrich Herkenhoff. Foto: Vollmer

Der Verein NaturErlebnis Holdorf schafft mit dem Bau eines mächtigen Hirschkäfermeilers neuen Entwicklungsraum für den Hirschkäfer-Nachwuchs: Stolz präsentierte der Vorsitzende Thomas Wagner Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug das von den Mitgliedern des Vereins an der Grandorfer Straße Abzweig Haveriede erstellte Bauwerk, ein von der BINGO-Stiftung unterstütztes Naturschutzprojekt.

In dem mit 5,20 Metern Durchmesser großen Meiler wurden etwa 8 Kubikmeter Eichenholz in verschiedenen Rotte-Zuständen und 6 Kubikmeter Eichenholzschredder sowie Eichenrinde rund um einen Eichenstubben verarbeitet. An 5 Wochenenden leisteten die Naturschützer 120 Stunden ehrenamtliche Arbeit, um den Meiler zu verwirklichen. Das Projekt gliedert sich nahtlos an die von dem Verein initiierten und betreuten Blühflächen und Streuobstwiesen sowie den Naturlehrpfad und die Trockenmauer im Umfeld der Aufforstungen der Niedersächsischen Landesforsten – Forstamt Ankum und den 1300-Jahr-Wald an. Das ganze Gebiet hat sich zu einem Hotspot in Sachen Naturschutz in der Gemeinde Holdorf entwickelt.

"Die hier vorhandenen Eichenbestände sind ein wahres Paradies für die großen Krabbler."Thomas Wagner, Vorsitzender NaturErlebnis Holdorf

Warum dieser Meiler? „Der Hirschkäfer ist in seinem Bestand stark gefährdet, er steht in Deutschland unter Naturschutz“, informiert Thomas Wagner. Erfreulich sei, dass im Raum Dammer Berge und auch im Umfeld Holdorfs noch viele Hirschkäfer leben. Vermutlich die meisten in Norddeutschland. „Die hier vorhandenen Eichenbestände sind ein wahres Paradies für die großen Krabbler, aber auch hier nehmen die natürlichen Habitate ab“, stellt der Vorsitzende fest. Die Larven des Hirschkäfers, die sich in einem Zeitraum von 5 bis 7 Jahren im Boden des Meilers entwickeln, lieben das von Pilzen zersetzte Holz, den sogenannten Holzmulm. Die Lebensdauer der Hirschkäfer ist kurz, nur 4 bis 8 Wochen. In dieser Zeit heißt es: Saft von den Eichenbäumen lecken und sich fortpflanzen.

Der Hirschkäfermeiler hat einen sehr gut gelegenen Standort, und so hoffen die Mitglieder des Vereins, dass hier schon bald die ersten Eier abgelegt werden und in ein paar Jahren die ersten Hirschkäfer an die Oberfläche kommen. Unter den Augen der Mitglieder und Miterbauern des Hirschkäfermeilers montierte Ulrich Herkenhoff einen großen metallenen Hirschkäfer, der nun weit sichtbar auf dem Eichenstubben thront und auf den Meiler hinweist. Der Bürgermeister lobt das Projekt und ist beeindruckt von der wichtigen Arbeit des Vereins NaturErlebnis Holdorf. „In Kürze wird noch eine Informationstafel aufgestellt, damit ist dieses Projekt vorerst abgeschlossen“, so Thomas Wagner, der im Namen des Vereins allen Helfern, Unterstützern und Partnern, die die Realisierung des Projekts möglich gemacht haben, dankt.

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