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Verein legt Einsprüche gegen E-233-Ausbau ab Bethen ein

Die Generalkritik lautet: Sinnlos, zu teuer und zu viel Raubbau an der Natur. Den Kreisverwaltungen in Cloppenburg und dem Emsland fehle es für die Planung einer solchen "Autobahn" an Kompetenz.

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4-spurig wie eine Autobahn: Nach dem Muster der Umgehungsstraße in Cloppenburg soll die E 233 ausgebaut werden. Als nächster Schritt ist der Abschnitt Bethen-Schneiderkrug geplant. Foto: Kreke

4-spurig wie eine Autobahn: Nach dem Muster der Umgehungsstraße in Cloppenburg soll die E 233 ausgebaut werden. Als nächster Schritt ist der Abschnitt Bethen-Schneiderkrug geplant. Foto: Kreke

Einsprüche haben der Verein "Verkehrswende Cloppenburg-Emsland" und eine Reihe seiner Mitglieder gegen den geplanten vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 eingelegt. Den Kreisverwaltungen in Cloppenburg und dem Emsland fehle es für die Planung einer solchen "Autobahn" an Kompetenz, rügte die Vorsitzende Dr. Irmtraud Kannen aus Cloppenburg in einer Pressemitteilung.

Die ohnehin "aus dem Ruder gelaufenen" Kosten würden damit noch weiter steigen und das Projekt in die Länge gezogen, meinte Kannen. Die schriftlich formulierten Einsprüche richten sich gegen den 8. Planungsabschnitt zwischen der Auffahrt Bethen und der Autobahn-Anschlussstelle Schneiderkrug. Für den 12,4 Kilometer langen Abschnitt läuft gerade das Planfestellungsverfahren, in dem Bedenken angehört werden.

Der Ausbau sei „wirtschaftlich völlig unsinnig“ , weil er mehr als doppelt so viel Verkehr auf mehr als doppelt so viel Straßenfläche erzeugen werde, kritisierte Vorstandsmitglied Ulf Dunkel. Die Bürgerinitiative fordert seit Jahren, die Lastzüge zwischen Rotterdam und Hamburg über die A 1 umzuleiten und die Bundesstraße 213 so zu entlasten. Die mit dem Verkehrsaufkommen verbundene Belastung durch Lärm, Feinstaub und Landschaftsverbrauch werde den Tourismus beschädigen und die Immobilienpreise senken, so Dunkel.

Grundsätzlich beklagt der Verein die Versiegelung

Fabian Wesselmann, Kreistagsmitglied aus Lastrup, kritisierte, sogar die "Anschlussohren" von Auffahrten würden als "Ausgleich" für den Flächenverbrauch gutgeschrieben. Grundsätzlich beklagt der Verein die Versiegelung der Landschaft, den Flächenverbrauch, die Vernichtung von wertvollem Baumbestand sowie die "unwiederbringliche Vernichtung von wertvollem Ackerland".

Als Nachweis der angeblichen Inkompezenz der Planer verweist der Vorstand auf die Einwendungen des Naturschutbundes NABU. Die Umweltschützer hatten 151 "Mängel" in den Planunterlagen angeprangert. Der Verein "Verkehrswende" teilt diese Kritik. Vor allem die Abwägung unterschiedlicher Ziele sei nicht nachvollziehbar. Dabei waren Mensch und Umwelt mit 15 Prozent veranschlagt worden, der Verkehr mit 30 und die Wirtschaft mit 25 Prozent. Dabei sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Projekts immer schlechter geworden und inzwischen "katastrophal", urteilt der Verein.

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