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Verdacht auf Vogelgrippe in Vechta bestätigt: Knapp 9.500 Puten müssen getötet werden

Jetzt ist außerdem bei einem weiteren Betrieb in Vechta ein Schnelltest ebenfalls positiv ausgefallen. Dort werden 38.000 Legehennen gehalten. (1. Update)

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Symbolfoto: dpa

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Der Verdachtsfall auf das Vogelgrippevirus H5N8 in Vechta hat sich bestätigt. Das teilt der Landkreis am Freitagmittag mit. Betroffen seien 4 nebeneinander liegende Stallungen verschiedener Betreiber mit insgesamt 9.480 Puten. Alle Tiere müssen vorsorglich getötet werden, heißt es in der Mitteilung. 

Neuer Verdachtsfall in der Kreisstadt

Zudem gebe es einen weiteren Verdachtsfall in der Kreisstadt. In einer Haltung mit 38.000 Legehennen sei das Virus bei einem Schnelltest nachgewiesen worden, schreibt der Landkreis.

Bei den Puten habe ein Tierarzt seinen Verdacht am Donnerstag dem Landkreis gemeldet, nachdem ein Schnelltest positiv ausgefallen sei. Die Mitarbeiter des Veterinäramtes hätten daraufhin Proben entnommen und per Kurier zu einem  Labor nach Oldenburg gebracht.

Der Landkreis Vechta werde nach Bestätigung des Ergebnisses durch das Nationale Referenzzentrum auf der Insel Riems eine Allgemeinverfügung erlassen. Sprich: Die Behörde werde einen Sperrbezirk im Radius von 3 Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von 10 Kilometern festlegen. Im Sperrbezirk befinden sich laut Behörde 65 Geflügelhaltungen. Entsprechende Tierzahlen werden derzeit noch ermittelt. In den beiden Gebieten nehme das Veterinäramt Untersuchungen vor, um eine mögliche Ausbreitung des H5N8-Erregers frühzeitig zu entdecken.

Maßnahmen betreffen auch den Landkreis Cloppenburg

Von den im Landkreis Vechta ergriffenen Maßnahmen werden aller Voraussicht nach auch Teilgebiete des Landkreises Cloppenburg betroffen sein. Das bestätigt Kreissprecher Frank Beumker am Freitag auf Anfrage von OM Online. Welche Gebiete das sein werden, könne erst nach der amtlichen Feststellung gesagt werden. Die Kreisverwaltung kündige dies dann mit einer entsprechenden Allgemeinverfügung an.

Dabei laufen just an diesem Wochenende einige Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest im Kreisgebiet Cloppenburg aus. In den Nordkreisgemeinden endet das Wiedereinstallungsverbot, das für Barßel, Bösel, Garrel und das Saterland sowie die Stadt Friesoythe erlassen wurde, nachdem Anfang bis Mitte November im Raum Friesoythe 4 Ställe von der Geflügelpest betroffen waren. Im Cloppenburger Südkreis laufen nun ebenfalls Restriktionen aus, nachdem im Landkreis Osnabrück ebenfalls ein Stall betroffen war.

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