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Vechtaer Kids lieben Schleim und PC-Spiele

Positives Zwischenfazit: Die Organisatoren zeigen sich überwältigt vom guten Feedback auf das Ferienprogramm.

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Brandmalerei im Gulfhaus: Die Kinder haben bei dieser Aktion zusammen mit den Betreuern Milena Eberhard (links) und Hannah Osterloh (Dritte von rechts) ihre Lieblingshelden gestaltet.  Foto: Kessen

Brandmalerei im Gulfhaus: Die Kinder haben bei dieser Aktion zusammen mit den Betreuern Milena Eberhard (links) und Hannah Osterloh (Dritte von rechts) ihre Lieblingshelden gestaltet.  Foto: Kessen

Das Ferienprogramm der Stadt Vechta ist in vollem Gange: Seit 5 Wochen stehen im Gulfhaus täglich viele Aktionen an, die die Kinder während der Sommerferien besuchen können. Vor Kurzem fand zum Beispiel die Aktion „Kunstwerke mit dem Brennpeter – Marvel Edition“ statt, bei der die Teilnehmer mit Brandmalerei ihren Lieblingshelden als Bild gestalten konnten.  

Begonnen hat das Ferienprogramm mit dem alljährlichen Sommercamp, das im letzten Jahr noch ausfallen musste. Vom 23. bis zum 30. Juli ging es für 37 Kinder und 12 Betreuer ins Zeltlager nach Haltern am See. „Ohne die Ehrenamtlichen, die sich für das Zeltlager teilweise eine Woche Urlaub genommen haben, würde das gar nicht funktionieren“, ist Stadtjugendpfleger Tobias Hartmann seinen Helfern dankbar. Trotz des manchmal schlechten Wetters hätten alle „viel Spaß“ gehabt. „Das Highlight war natürlich der Besuch von Bürgermeister Kristian Kater, er war ein richtiger Promi bei den Kindern“, lacht Hartmann.

Gaming-Angebote sind besonders beliebt 

Parallel zu dem Sommercamp sind im Gulfhaus schon die ersten Aktionen angelaufen. „Insgesamt 88 Aktionen waren für die 6 Wochen geplant, inzwischen sind es mindestens 100 Aktionen geworden“, berichtet der Stadtjugendpfleger. Das liege vor allem daran, dass viele Kurse wegen des großen Andrangs mehrmals stattgefunden haben. „Die Aktionen sind vor allem an die bis 12-Jährigen gerichtet, das Durchschnittsalter beträgt 9,5 Jahre.“ Es solle für jeden etwas dabei sein, sei es Kreatives, Sport oder Spiel. Die Nachfrage sei in diesem Jahr genauso hoch wie beim letzten Ferienprogramm, bis auf die Gaming-Angebote, die sogar noch beliebter sind. „Das liegt wohl am neuen Gaming-Raum, den wir seit diesem Jahr haben“, vermutet Hartmann.

Ein paar Jugendliche hätten sich einen solchen Raum gewünscht und diesen dann kurzerhand selbst zusammengebaut. Die Finanzierung wurde über den Jugendetat gesichert, über den die Jugendlichen selbst entscheiden können. Jetzt kann dort zu sechst Minecraft oder Fortnite gespielt werden.

Schleimfabrik ist ein Dauerbrenner im Programm 

Ein Dauerbrenner im Ferienprogramm ist die Schleimfabrik, in der die Kinder selber Schleim herstellen können. „Das wird jedes Jahr einfach wieder gut angenommen.“ Unterstützung bekommt das Gulfhaus von insgesamt 15 Vereinen aus Vechta und Langförden, unter anderem von Feuerwehren oder Sportvereinen. „Es sind sonst etwas mehr Vereine, aber da sind die Verantwortlichen verständlicherweise noch etwas vorsichtiger“, sagt Hartmann. Organisiert wird das Ferienprogramm von Stadtjugendpfleger Hartmann zusammen mit dem Einrichtungsleiter Sebastian Krause. Hinzu kommen eine FSJlerin, 25 Ehrenamtliche und 4 Praktikanten. „In den 6 Wochen arbeiten sie insgesamt 2100 Stunden, das ist schon Wahnsinn“, verdeutlicht Hartmann die Dimension des Ehrenamtes.

Bei der Buchung der Aktionen auf der Webseite des Gulfhauses zeigte sich schnell, dass die Angebote nicht für alle ausreichen können. „Etwa jeden 2. Wunsch konnten wir erfüllen“, weiß Hartmann. Die Plätze wurden der Fairness halber zugelost. Dass aus den 88 geplanten Aktionen dann noch über 100 wurden und damit mehr Kinder teilnehmen konnten, liege vor allem an den Ehrenamtlichen. „Sie haben so viel möglich gemacht, wie nur irgendwie ging.“ Wie in den letzten Sommer- und Herbstferien, wurde das Ferienprogramm auch diesmal nicht von der Pandemie ausgebremst. „Wir richten uns natürlich nach der Verordnung: Momentan müssen wir keine Maske tragen und keinen Abstand halten“, erklärt Hartmann. Zudem gebe es keine Teilnehmerbegrenzung. „Natürlich haben wir ein Hygienekonzept, aber insgesamt beeinflusst die Pandemie unsere Arbeit so gut wie gar nicht.“

Mitarbeiter sind glücklich über normale Arbeit in Pandemie-Zeit

„Wir vom Gulfhaus sind wahnsinnig überwältigt vom positiven Feedback“, zieht der Stadtjugendpfleger ein erste Zwischenbilanz. Die Mitarbeiter seien glücklich, trotz der Pandemie normal arbeiten zu können und freuen sich, dass das Angebot so gut angenommen wird. „Dankbar sind wir natürlich für die Unterstützung der Vereine und der Ehrenamtlichen.“

Das Programm im Gulfhaus läuft noch bis zum 1. September. Vereinzelt sind noch Plätze frei, die telefonisch nachgebucht werden können. Die Aktionen können auch auf der Instagram-Seite des Gulfhauses verfolgt werden, wo Stadtjugendpfleger Hartmann in den Stories täglich Einblicke in das Ferienprogramm gibt.

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