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Vechtaer CDU-Kreistagsfraktion fordert kostenlose Schnelltests

Die CDU will regionale Testzentren im Kreisgebiet. Die Wählergemeinschaft Wir für Vechta setzt gleichzeitig auf Tracking mit der App Luca, um Gastronomie, Handel und Kultur eine Perspektive zu geben.

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Foto: dpa

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Während auf Bundesebene noch über eine flächendeckende Einführung von kostenlosen Schnelltests gestritten wird, geht die CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Vechta in die Offensive. Sie hat sich am Dienstag in einem Eilantrag an Landrat Herbert Winkel (CDU) gewandt und fordert dringend den Aufbau mehrerer regionaler Testzentren im Kreis Vechta.

„Wir halten regelmäßige Schnelltests neben der Impfung für ein wesentliches Instrument zur Bekämpfung der Pandemie. Die abwartende Haltung der Bundesregierung halten wir für nicht länger hinnehmbar und sehen uns gezwungen, hier als Landkreis Vechta selbst voran zu gehen“, erklärt CDU-Fraktionsgeschäftsführer Walter Goda.

Hilfsorganisationen sollen bei der Umsetung helfen

In ihrem Initiativantrag plädieren die Christdemokraten für den Aufbau von Testzentren, um Bürgern die Möglichkeit zur kostenlosen qualifizierten Testung auf das Coronavirus zu bieten. Zudem soll sichergestellt werden, dass nach einem positiven Schnelltest auch die erforderlichen PCR-Tests durchgeführt werden können. Kooperationspartner sollen die regionalen Hilfsorganisationen (Malteser und Deutsches Rotes Kreuz) sein. Zahlen soll – zumindest vorübergehend und wenn nicht anders möglich – der Landkreis.

Bei Vechtas Landrat Herbert Winkel kommt die Idee gut an. Da derzeit nicht genug Impfstoff zur Verfügung stehe, seien Schnelltests die beste Alternative, wird er in einer Mail aus dem Kreishaus zitiert. Der CDU-Antrag solle nun an alle Abgeordneten zur Abstimmung geschickt werden. Die Einrichtung der Testzentren selbst sei durchaus kurzfristig denkbar, sagt die Behörde. Dazu finden noch in dieser Woche Gespräche mit den Kommunen statt.

Und die Finanzen? „Nach Rücksprache mit dem Landkreis Osnabrück und den dort gemachten Erfahrungen wäre mit Kosten in Höhe von rund 200.000 Euro für vier Wochen Betrieb zu rechnen“, schreibt der Landkreis. Einen ähnlichen Vorschlag im Kampf gegen das Virus hat unlängst die Gruppe „Wir für Vechta“ öffentlich gemacht. Sie setzt auf eine Kombination aus Schnelltests und der Tracking-App „Luca“.

Forderung: Zwei Tests pro Woche in Schulen und Kitas

In einem Appell an den Vechtaer Kreistag heißt es: „Die Strategie wären zwei Schnelltests pro Woche bei Lehrerinnen, Schülerinnen, Erzieherinnen und Kindern in Kitas, um sämtliche Schulen und Kitas zumindest wieder im Szenario B öffnen zu können. Hierfür sollten Freiwillige, Helfer von Hilfsdiensten und Bundeswehrsoldaten herangezogen werden. (...) Kombiniert mit der Luca-App können dann auch Gastronomie, Einzelhandel und Kultur (...) wieder eröffnen.“ Hierfür solle sich das Vechtaer Gesundheitsamt dringend mit „Luca“ vernetzen.

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