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Vechtaer 7-Tage-Inzidenz schießt auf Höchstwert, Cloppenburg jetzt unter 1000

Der Inzidenzwert für den Kreis Vechta ist am Dienstag von 1398,9 am Vortag auf 1825,4 gestiegen. Ein Höchstwert. Im Landkreis Cloppenburg wird die Zahl erstmals seit Ende Januar wieder dreistellig.

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Völlig unterschiedliche Entwicklungen bei den Corona-Zahlen im Oldenburger Münsterland: Während die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vechta von Montag auf Dienstag in die Höhe schnellt, sinkt der Cloppenburger Inzidenzwert erstmals seit dem 31. Januar wieder unter die Marke von 1000. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervor.

Demnach ist der Inzidenzwert im Landkreis Vechta deutlich auf 1825,4 gestiegen (Vortag: 1398,9). Das ist ein neuer Höchstwert bei den bislang täglich berechneten und auf OM-Online veröffentlichten Werten des RKI. Ein Blick auf die beim RKI vorliegenden Daten zeigt: Es sind mindestens 699 neue nachgewiesene Coronafälle, die bei der Berechnung berücksichtigt wurden. Denn am Montag basierte die 7-Tage-Inzidenz auf 1924 Coronafällen, am Dienstag sind es 2623. Weil gleichzeitig auch Infektionen bei der Berechnung herausgefallen sind, da deren Nachweis länger als 7 Tage zurückliegt, dürften es mehr Fälle sein.

Das Vechtaer Gesundheitsamt hat am Montagnachmittag in seinem Corona-Update mit 1903 nachgewiesenen Infektionen einen Rekordwert gemeldet. Allerdings betonte die Kreisverwaltung, dass die Zahl vorrangig wegen einer Nachzählung so hoch gewesen sei. Die Nachzählung wurde wegen eines Software-Fehlers im Gesundheitsamt notwendig.

Eine völlig andere Entwicklung gibt es aktuell hingegen im Landkreis Cloppenburg: Hier ist die 7-Tage-Inzidenz zum ersten Mal seit dem 31. Januar wieder unter die Marke von 1000 gesunken. Das RKI meldet am Dienstag einen Wert von 952,9 (Vortag: 1004,4). Das ist gleichzeitig die zurzeit niedrigste 7-Tage-Inzidenz in ganz Niedersachsen.

Die aktuelle Berechnung basiert auf 1645 nachgewiesenen Coronafällen in den letzten 7 Tagen. Das Cloppenburger Gesundheitsamt hat am Montagnachmittag 392 registrierte Neuinfektionen veröffentlicht.

Landesweite Intensivbettenquote erreicht Höchstwert

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist am Dienstag gestiegen. Der Wert beträgt jetzt 1997,5 (Vortag: 1941,8). Der niedersachsenweit höchste Wert wird für den Landkreis Wolfenbüttel mit 3694,7 gemeldet. 

Gesunken ist hingegen die Hospitalisierungsinzidenz. Der Wert beträgt 15,9. (Vortag: 16,3).Der Leitindikator basiert auf der Zahl der mit einer Covid-19-Erkrankung eingewiesenen Personen in Krankenhäusern in den vergangenen 7 Tagen.

Bei der prozentualen Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Erkrankte hat der Wert am Dienstag einen neuen Höchststand erreicht. 7,5 Prozent der Intensivbetten in Niedersachsen werden derzeit durch Covid-19-Patienten belegt (Vortag: 7,0).

Gesundheitsministerin bestätigt: Niedersachsen wird kein Hotspot

Eine deutliche Ansage macht derweil Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens zur Hotspot-Frage: Am 3. April werden nach derzeitigem Stand die meisten Corona-Regeln wie im neuen Infektionsschutzgesetz vereinbart wegfallen. Eine landesweite Hotspot-Regelung komme nicht infrage. Gegenüber dem NDR sagte die SPD-Politikerin: „Dafür müssten wir eine schwere Gefahr und Überlastung des Gesundheitssystems nachweisen.“ Es gebe zwar eine hohe Last im Gesundheitssystem, aber keine Überlastung. „Und deswegen wird Niedersachsen kein Hotspot“, sagte Behrens. Diese Position hatte sie schon vor einer Woche im Landtag in Hannover erläutert. Zuvor hatten die Grünen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) aufgefordert, Kriterien festzulegen, die für die Anwendung der Hotspot-Regel erfüllt sein müssen.

Mit dem neuen Infektionsschutz sei sie sehr unglücklich, sagte Behrens im NDR. Den anderen Landesgesundheitsministerinnen und -ministern gehe es genauso. Aber der Bundestag habe es nun einmal beschlossen. „Wir müssen sehr eigenverantwortlich handeln, also uns selbst in die Verpflichtung nehmen und zum Beispiel Mund-Nasen-Bedeckungen tragen“, betonte die Ministerin.

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