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Vechtaer (42) verkauft ergaunerte Handys im Wert von 134.225 Euro

Wegen gewerbsmäßiger Hehlerei muss der Mann sich vor Gericht verantworten. Haften soll er für den Wert der Ware, auch wenn sein Erlös geringer ist.

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Symbolfoto: OM-Medien

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Das Schöffengericht des Amtsgerichtes Vechta hat jetzt einen Vechtaer (42) wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 8 Monaten auf Bewährung verurteilt. Er soll zwischen März 2018 und Dezember 2019 in 54 Fällen Mobiltelefone und Tablets angekauft haben, um sie weiterzuverkaufen. Das Problem: Derjenige, von dem der 42-Jährige die Ware bezog, hatte sie ergaunert. Das hätte der Vechtaer merken müssen, hieß es vor Gericht. 

Was war passiert? Der Angeklagte hatte durch eine Ebay-Kleinanzeige Kontakt zu dem Mitarbeiter eines Handy-Shops in Oldenburg bekommen. Der Clou: Dieser Verkäufer hatte für Kunden ohne deren Wissen Unterverträge angelegt und so hochwertige Geräte der Marken Apple, Samsung und Huawei erhalten. Die hatte ihm, so hieß es vor Gericht, der Angeklagte abgekauft und dann verkauft an einen Mobilfunk-Händler in Vechta. Nach eigenen Angaben verdiente er dabei 10 bis 20 Euro pro Gerät.

Der Abnehmer in Vechta habe Lieferscheine und Rechnungen verlangt und auch bekommen. Dass diese Papiere von dem Erstverkäufer falsch waren, stellte die Polizei später fest. So waren unter den vermeintlichen Kundenadressen auch die Anschriften von Obdachloseneinrichtungen und Hilfsorganisationen.

Polizei klärt Fälle wie diesen oft auf

Der Angeklagte kaufte und verkaufte allerdings nicht nur an den Mobilfunkhändler in Vechta, sondern auch an Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Die Ware sei etwas preiswerter gewesen als im Handel. Daher sei es vorgekommen, dass er oft vier oder fünf hochwertige Geräte gekauft und wieder verkauft habe. Auch der Zwischenhändler habe profitiert, sagt der 42-Jährige.

Deutlich wurde, dass die Polizei bei dieser Art von Straftaten eine hohe Aufklärungsquote hat. Handys kann man fast immer zurückverfolgen. Das wurde aus den Zeugenaussagen des Kriminalbeamten klar.

In dem Urteil wurde auch die Einziehung von 134.225 Euro beschlossen. Der Angeklagte haftet also in Höhe des Wertes der erlangten Handys, obwohl der Gewinn, den er aus dem Weiterverkauf erzielt hatte, wesentlich niedriger war, geschätzt 3000 bis 5000 Euro.

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