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Vechta will Städtepartnerschaft wieder aufleben lassen

Nach der coronabedingten Pause erwägt der Freundeskreis Jászberény eine Fahrt nach Ungarn. Abzuwarten bleibt, wie sich die politischen Verhältnisse auf den Austausch auswirken.

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Die Partnerschaft zwischen den Städten besteht seit mehr als 25 Jahren. Vor 5 Jahren weilte eine ungarische Delegation um den damaligen Bürgermeister Dr. Magyar Levente (rechts) in Vechta, hier mit Vorstandsvertretern des Freundeskreises Jászberény, Guido Middelbeck und Karl-Heinz Wehry (von links).   Foto: Stadt Vechta

Die Partnerschaft zwischen den Städten besteht seit mehr als 25 Jahren. Vor 5 Jahren weilte eine ungarische Delegation um den damaligen Bürgermeister Dr. Magyar Levente (rechts) in Vechta, hier mit Vorstandsvertretern des Freundeskreises Jászberény, Guido Middelbeck und Karl-Heinz Wehry (von links).   Foto: Stadt Vechta

Durch die Corona-Pandemie ist der persönliche Austausch zwischen den Städten Vechta und Jászberény fast zum Erliegen gekommen. Schriftliche Kontakte hat es in den vergangenen Jahren schon gegeben, aber die erhofften Begegnungen sind ausgeblieben. Nun möchte der Freundeskreis Jászberény die Beziehungen zu den Ungarn wieder auffrischen und intensivieren. Das haben die Vereinsvertreter in ihrer Mitgliederversammlung bekräftigt.

Die wichtigste Aufgabe sei es jetzt, auch unabhängig von den politischen Verhältnissen und Positionen in der ungarischen Bevölkerung die Kontakte wieder aufleben zu lassen, erklärte Vorsitzender Karl-Heinz Wehry. Er regte an, dass der Freundeskreis eine Fahrt organisieren könne, und zwar eventuell zeitgleich zu Bürgermeister Kristian Katers Reise nach Jászberény, wie aus dem Protokoll des Partnerschaftsvereins hervorgeht.

Kater bestätigte auf Nachfrage von OM-Online, dass er für den Herbst seinen Antrittsbesuch in der ungarischen Partnerstadt plane. Dabei soll es zu einer ersten persönlichen Begegnung mit seinem neuen Amtskollegen Budai Lóránt kommen, der die Nachfolge von Dr. Magyar Levente angetreten hat. Im Fokus stünden die Menschen der beiden Städte, die inzwischen eine mehr als 25 Jahre lange Partnerschaft verbindet.

Unabhängig von der aktuellen politischen Situation in beiden Ländern finde ein Austausch statt, der die Beziehungen der Städte weiter festigen solle, so Kater weiter. Eine Gemeinsamkeit hätten er und Budai Lóránt schon in einer Videokonferenz festgestellt. Beide hätten im Rahmen des Schüleraustausches die Städte besucht und wollten die Partnerschaft nun weiter in direkten Gesprächen vertiefen.

Auch Firmen könnten Kontakte herstellen

Abzuwarten bleibt, inwieweit sich die zum Teil kontroversen politischen und gesellschaftlichen Ansichten auf die Beziehungen auswirken. In der Versammlung des Freundeskreis ist unter anderem Kritik am Wahlsystem in Ungarn laut geworden. Der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban hatte bei der Parlamentswahl im April einen Triumph gefeiert. Seine Fidesz-Partei kam auf 53 Prozent der Stimmen.

Laut Mitteilung des Vereins sprach sich Beisitzer Friedhelm Helweg dafür aus, die gesamtpolitische Lage in den Hintergrund zu stellen und den Fokus auf den Aufbau und die Pflege von Freundschaften vor Ort zu legen. Nach Auffassung von Vereinsmitglied Heinrich Dütemeyer ließen sich auch Kontakte über Firmen herstellen. Hier sehe er Potenzial, übrigens auch in finanzieller Hinsicht, zumal Bereiche wie Landwirtschaft oder Kunststoffverarbeitung für beide Städte relevant seien.

In den Jahren 2020 und 2021 wurden coronabedingt keine gegenseitigen Besuche durchgeführt. Auch viele Aktivitäten des Vereins selbst hätten nicht stattfinden können, berichtete der Vorsitzende. Gleichwohl habe es Aktionen gegeben, die erwähnenswert seien, unter anderem eine Spenden- und Paketaktion der Kolpingsfamilie sowie der Transport von Schultafeln und Sportmatten in die ungarische Partnerstadt. Edina Bense kündigte an, dass in diesem Sommer wieder das Zooprojekt realisiert werden solle.

Vorstand um Karl-Heinz Wehry wiedergewählt

Neben den Berichten standen auch Wahlen auf der Tagesordnung. Vorsitzender Karl-Heinz Wehry, seine Stellvertreterin Anita Hoyer, Geschäftsführer Guido Middelbeck und Kassenwart Andreas Michalowski wurden für weitere 2 Jahre bestätigt. Wiedergewählt wurden auch die Beisitzer Maria Eisleb, Friedhelm Helweg, Thorsten Siefert und Wolfgang Zapfe. Bürgermeister Kater gehört kraft seines Amtes dem Vorstand als Beisitzer an.

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