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Vechta hat zweites Fahrzeug für den Katastrophenschutz bekommen

Es ist ein geländegängiges Löschgruppenfahrzeug, welches sich gut zur Waldbrandbekämpfung eignet. Kreisbrandmeister Matthias Trumme zeigte das LF-KatS der Bundestagsabgeordneten Silvia Breher.

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Wollen Beschriftung des zweiten (rechts) nach dem Vorbild des ersten Fahrzeugs (v.l.): Kreisrat Holger Böckenstette, Bundestagsabgeordnete Silvia Breher und Kreisbrandmeister Matthias Trumme. Foto: Heinzel

Wollen Beschriftung des zweiten (rechts) nach dem Vorbild des ersten Fahrzeugs (v.l.): Kreisrat Holger Böckenstette, Bundestagsabgeordnete Silvia Breher und Kreisbrandmeister Matthias Trumme. Foto: Heinzel

Der Landkreis Vechta hat nun sein 2. Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (LF-KatS) erhalten. Kreisbrandmeister Matthias Trumme und Kreisrat Holger Böckenstette zeigten der Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (CDU) die beiden LF-KatS. Die Fahrzeuge werden jeweils bei einer der örtlichen Feuerwehren im Landkreis Vechta stationiert. Aktuell laufen die Gespräche, bei welchen Wehren dies der Fall sein wird. Mit einer Entscheidung rechnet der Kreisbrandmeister bis zum Herbst dieses Jahres.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) schreibt in einer Mitteilung zum Start der Auslieferung im Juli 2019, dass insgesamt 306 Fahrzeuge an die Bundesländer ausgeliefert werden. Die Beschaffungskosten pro Fahrzeug würden sich auf jeweils 223.000 Euro belaufen. Finanziert werden sie vom Bund. „Mit der Übergabe der Fahrzeuge kommt das BBK seinem gesetzmäßigen Auftrag zur ergänzenden Unterstützung für den Brand- und Katastrophenschutz der Länder nach“, so das Bundesamt. Im Januar 2021 teilte das BBK mit, dass es weitere 122 LF-KatS bestellt und eine Option auf weitere 241 Fahrzeuge habe. Damit werde man das „Ausstattungssoll für Löschgruppenfahrzeuge im ergänzenden Katastrophenschutz der Länder“ erreichen können.

Aufgrund ihrer Ausstattung und der Geländefähigkeit seien die Fahrzeuge besonders zur Waldbrandbekämpfung geeignet. Die Verteilung der LF-KatS erfolge über die Innenministerien der Länder. Das Fahrzeug sei einfach und übersichtlich aufgebaut. Zwei Tage dauere die Einweisung in das Fahrzeug. Das LF-KatS mit seinem Allradantrieb sei im Gelände zu 100 Prozent besser als ein normales Einsatzfahrzeug mit Allradantrieb und Zwillingsbereifung. Das LF-KatS kann mit seiner Pumpe 2000 Liter Wasser pro Minute und einem Druck von 10 Bar im Einsatzfall je nach Schlauchgröße 35 bis 45 Meter weit schleudern. Für die Wasserversorgung verfügt es über 560 Meter an B-Schläuchen, sogenannten Zubringerschläuchen.

Die leistungsfähige Pumpe im Heck des Fahrzeugs. Foto: HeinzelDie leistungsfähige Pumpe im Heck des Fahrzeugs. Foto: Heinzel

„Solche Fahrzeuge sind nicht in das örtliche Feuerwehrkonzept eingebunden“, erläutert Kreisbrandmeister Matthias Trumme. Die Kommunen müssten eine adäquate Feuerwehr bereitstellen. Aber sie würden in die Alarmierungs- und Ausrückepläne bei der Einsatzleitstelle eingepflegt. „Der Bund kann die Fahrzeuge jederzeit abberufen“, so Trumme weiter. Allerdings passiere dies eigentlich gar nicht. Prinzipiell übernehme der Bund die laufenden Kosten für die LF-KatS, die örtliche Feuerwehr stellt das Personal. Die Fahrzeuge würden zudem regelmäßig zu Ausbildungszwecken nach Vechta geholt werden. Hier würden sie beispielsweise im Rahmen des Maschinistenlehrgangs verwendet.

Hintergrund der Stationierung des Fahrzeugs beim Landkreis Vechta ist die Ausmusterung der beiden Vorgängerfahrzeuge vor 5 Jahren. Die Grundvoraussetzung, um ein neues LF-KatS beantragen zu können. Das erste Ersatzfahrzeug erreichte Vechta vor 2 Jahren, also 3 Jahre, nachdem die Vorgänger ausgemustert waren. „Ein System, das mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar ist“, sagte Matthias Trumme während des Ortstermins mit Silvia Breher. Die Bundestagsabgeordnete meinte, sie wolle der Sache nachgehen und diese Vorgehensweise überprüfen. Daneben wolle sie sich ebenfalls um das Thema der Beschriftung der Fahrzeuge kümmern. Das jetzt ausgelieferte LF-KatS verfügt über kein Wappen des Landkreises Vechta und keinen reflektierenden Schriftzug "Feuerwehr". Die Kosten für die Folierung würde der Landkreis Vechta übernehmen, erläutert Holger Böckenstette. Doch diese Maßnahme muss in Hannover genehmigt werden.

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