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UWG Molbergen kritisiert "Hissen der russischen Flagge" scharf

Mit Empörung und Unverständnis reagiert die Unabhängige Wählergemeinschaft Molbergen auf den Vorfall vom Wochenende. Sie fordert die Täter auf, sich zu stellen.

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Sonntagmorgen in Molbergen: Ein Video, das aus einem fahrenden Auto heraus aufgenommen wurde und die russische Fahne am Rathaus zeigt, verbreitete sich schnell.  Foto: Screenshot

Sonntagmorgen in Molbergen: Ein Video, das aus einem fahrenden Auto heraus aufgenommen wurde und die russische Fahne am Rathaus zeigt, verbreitete sich schnell.  Foto: Screenshot

Das Hissen der russischen Flagge am Molberger Rathaus hat für Empörung, Wut und Unverständnis innerhalb und außerhalb der Gemeinde gesorgt. Auch die UWG Molbergen kritisiert diese Tat scharf. In einer Pressemitteilung erklärt die Wählergemeinschaft: "Das Hissen einer fremden Flagge am Mast des Molberger Rathauses ist verboten, das wissen die Täter sicher selbst. Viel verwerflicher allerdings ist der damit verfolgte Zweck: Offenbar soll damit Sympathie für den russischen Staat und eine Billigung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges zum Ausdruck gebracht werden, mit dem Russland die Ukraine und Europa derzeit überzieht."

Jeder, der die deutsche freiheitlich demokratische Grundordnung und die Menschenrechte schätze und tagtäglich von ihr in Deutschland profitiere, müsse die Missachtung solcher Werte durch die russische Regierung verachten. Die UWG fragt sich, warum sich die Täter an die Seite eines Regimes stellten, das andere Völker angreife, Europa mit Atomwaffen drohe und das Völkerrecht mit Füßen trete?

Auf Facebook wird diskutiert

"Die Ereignisse am Molberger Rathaus zeigen deutlich, dass es Zeit ist für alle Molberger, unsere Werte hochzuhalten und  Intoleranz, Gewalt und der Verletzung von Menschenrechten klar entgegenzutreten", heißt es in der Mitteilung. Und weiter: "Wir fordern alle politischen und gesellschaftlichen Gruppen in der Gemeinde Molbergen auf, jetzt Flagge für die Menschlichkeit zu zeigen, und mit uns für diese Werte einzustehen. Und den Tätern rufen wir zu: Stellt Euch und rechtfertigt Euch für Eure Tat."

Auch auf Facebook in der Gruppe "Molbergen unser Dorf" wird über das Hissen der russischen Flagge diskutiert. Eine Internetnutzerin fragt sich beispielsweise, ob diese Aktion gegen den Bürgermeister gerichtet war oder ob russische Mitbürger ein Zeichen setzen wollten. Beides sei, so schreibt sie, "nicht zu entschuldigen". Ein weiterer User erklärt: "Ich denke, die Spaßvögel haben die Lage der Situation nicht verstanden." Große Teile des russischen Volkes seien ebenso Opfer. Tausende  Demonstranten würden in Moskau und St. Petersburg verhaftet. Zudem schreibt er: "Solche Aktionen wie in Molbergen machen vieles für anständige Menschen kaputt, die hier eine friedliche neue Nachbarschaft und Heimat gefunden haben." Niemand müsse seine Herkunft verleugnen, Kultur und Religion dürften frei gelebt werden.

Ein anderer Facebook-Nutzer mahnt, dass die Putin-Anhänger  darüber nachdenken sollten, ob sie im richtigen Land leben. Sicherlich würden sie die Vorzüge Deutschlands genießen. Putin sei ein Kriegstreiber, der ein demokratisches Land überfällt. Das sei mit „nichts“ zu rechtfertigen. Eine Russlanddeutsche ärgert sich wiederum, dass "wir durch solche Aktionen alle in einen Topf gesteckt werden".

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