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Ute Clamor sagt Vechta Adieu

Die Gemeinde verabschiedet sich feierlich von ihrer  Pfarrerin. Nach 10 Jahren in Vechta und 40 Jahren im kirchlichen Dienst geht die 66-Jährige in den Ruhestand.

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Das Ende einer langen Reise: Schweren Herzens verabschieden sich Pfarrer Andreas Technow (von links), Kreispfarrerin Martina Wittkowski, Bischof Thomas Adomeit und Johann Lehmann von Ute Clamor. Foto: Seelhorst

Das Ende einer langen Reise: Schweren Herzens verabschieden sich Pfarrer Andreas Technow (von links), Kreispfarrerin Martina Wittkowski, Bischof Thomas Adomeit und Johann Lehmann von Ute Clamor. Foto: Seelhorst

Am Sonntag strömten die Mitglieder der evangelischen Gemeinde scharenweise in die Vechtaer Klosterkirche am Franziskanerplatz. Nicht aber zu einem gewöhnlichen Sonntagsgottesdienst, sondern zur Verabschiedungsfeier ihrer langjährigen Pfarrerin Ute Clamor, die sich seit dem 1. Januar offiziell im Ruhestand befindet. Dies war also ihre erste Predigt in ihrem neuen Lebensabschnitt - an ihrer Hingabe habe dies jedoch nichts geändert, stellte Bischof Thomas Adomeit fest: "Du bleibst Pastorin."

Über 40 Jahre im kirchlichen Dienst hat Clamor jetzt hinter sich - die Leidenschaft dafür entflammte während eines Kindergottesdienstes. Von da an war die Laufbahn klar: Sie wollte Pastorin werden. Nach vielen Stationen wie einem Examen in Oldenburg und der Ordination in der dortigen Lamberti-Kirche im Jahr 1985 führte sie ihr Weg schließlich auch nach Vechta, wo sie seit 2012 bis zuletzt als Pastorin, Seelsorgerin und Vertrauensperson für ihre Gemeinde tätig war.

„Ich entdecke Gott immer wieder in euren Gesichtern.“Ute Clamor, Pfarrerin im Ruhestand

"10 Jahre waren wir gemeinsam unterwegs", resümierte Clamor in ihrer Predigt. "Ich entdecke Gott immer wieder in euren Gesichtern." So habe sie seine Anwesenheit in vielen Situationen und Begegnungen in der Gemeinde erfahren dürfen - ob bei der Taufe oder auch der Trauerbegleitung. So waren vor allem das Leben in und mit der Gemeinde und die Begegnungen im Alltag wichtig für sie, erzählte Adomeit. Auch ihren Kollegen widmete Clamor lobende Worte und Danksagungen, darunter Pfarrer Andreas Technow, dessen kollegiales Verhältnis sie sehr zu schätzen wusste. "Wir haben uns sehr gut ergänzt. Es war ein harmonisches und konstruktives Miteinander", lobte Clamor.

Ebenso bedankte sie sich bei ihrem Ehemann Peter, ihrem Sohn Andreas und ihrer Schwester Karin, die ihr immer wieder wichtige Impulse gaben. Ihr Auftrag sei es gewesen Gott weder totzuschweigen noch totzuschwätzen. Clamor betrachtet sich als Suchende - wir alle würden die Sehnsucht kennen Gott zu erfahren und zu begreifen. Diese Spurensuche könne letztendlich wertvolle Glaubensschätze freilegen. "Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden." Wir gingen mit dem Blick in die Vergangenheit in eine ungewisse Zukunft voller Herausforderungen. Doch Clamor bleibt zuversichtlich wie immer: "Ich freue mich als älterer Mensch zu sagen: Mein Leben liegt vor mir."

Clamor hat die Kirche 10 Jahre lang geprägt

Auch Thomas Adomeit ist glücklich über die gemeinsame Zeit. "Wunsch und Begabung sind zusammengekommen. Du hast die ganze Bandbreite des Lebens wahrgenommen und viele Menschen begleitet." Clamor und die Kirche haben sich über die 10 Jahre gegenseitig geprägt. So hielt sie beispielsweise Gottesdienste auf Platt ab oder engagierte sich beim Projekt "Schaufenster Kirche" und in der Seelsorge. Auch beim Neubau und der Restfinanzierung der Orgel habe sie mitgewirkt. "Ihr wart ein Dreamteam. Ihr habt hier Kirche gebaut", lobte auch Adomeit die Zusammenarbeit von Clamor und Technow. "Danke, dass du dich in den Dienst der Kirche hast nehmen lassen."

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung unter anderem von der Kantorei und dem Posaunenchor der Evangelich-lutherischen Gemeinde Vechta. Nach dem Gottesdienst kamenndie Gemeindemitglieder noch zu einem  Beisammensein und persönlicher Verabschiedung im Gemeindehaus zusammen.

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