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Urlauber bringen das Virus mit

Wachsende Sorge im Gesundheitsamt:  Zum einen seien es vor allem Urlauber, die für neue Corona-Fälle sorgen. Zum anderen gibt es eine neue Infektionskette in einem fleischverarbeitenden Betrieb.

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Symbolfoto: dpa

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Im Landkreis Cloppenburg gibt es aktuell 22 nachgewiesene Erkrankungen mit dem Coronavirus. Das hat die Cloppenburger Kreisverwaltung am Montag mitgeteilt - und bringt gleichzeitig ihre Sorge zum Ausdruck. Es gebe eine "zunehmende Verbreitung des Coronavirus durch Urlaubsrückkehrer". Wie Kreissprecher Sascha Sebastian Rühl mitteilte, seien in den letzten zwei Wochen bereits drei Fälle registriert worden. 

"Ein positiver Test stammte aus einer siebenköpfigen Familie, die zusammen im Urlaub war", teilte Rühl am Montag mit. Landrat Johann Wimberg appelliert daher an die Bürger, auch im Urlaub nicht die Gefahr eine Infektion zu vergessen. "Auf dieses Urlaubsmitbringsel werden Ihre Familien, Freunde und auch Ihre Arbeitgeber und Kollegen gerne verzichten", sagt Landrat Johann Wimberg. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich beim Gesundheitsamt melden und in einer zweiwöchigen Quarantäne bleiben.

Drei Neuinfektionen im fleischverarbeitenden Betrieb

Für die steigende Zahl an Coronafällen (mittlerweile sind seit Ausbruch der Pandemie 147 Fälle nachgewiesen) sind aber auch Neuinfektionen in einem fleischverarbeitenden Betrieb in der Gemeinde Garrel verantwortlich. "Alle drei arbeiten dort eng zusammen. Weitere Tests aus ihrem Arbeitsumfeld sind aber negativ ausgefallen", erklärte Rühl am Montag. Um welchen Betrieb es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt.

Erst am 17. Juli hat es eine Infektionskette in dem anderen fleischverarbeitenden Betrieb Firma G+G Convenience Produkte in Garrel gegeben. Sieben Mitarbeiter wurden positiv getestet. Mittlerweile liegen auch die letzten Ergebnisse von der Belegschaft vor: Sie alle sind negativ. Auch ein fraglich positiv getesteter Mitarbeiter aus Oldenburg und sein näheres Umfeld sind negativ getestet worden.

Endgültige Entwarnung im Pius-Stift

Endgültige Entwarnung gibt es auch beim Pius-Stift in Cloppenburg: Nachdem eine Mitarbeiterin positiv getestet wurde, sind bei den Bewohnern und Mitarbeitern Abstriche genommen worden. 106 negative Ergebnisse standen bereits am 24. Juli fest. Am Montag konnte auch bei den restlichen Tests ein negatives Ergebnis mitgeteilt werden.

Die aktuellen Fälle in den Städten und Gemeinden im Überblick: Cloppenburg (5), Bösel (5), Garrel (3), Cappeln (2), Emstek (2), Molbergen (2), Essen (1), Lastrup (1), Löningen (1).  Mit Stand vom 27. Juli, gelten 125 Erkrankte wieder als genesen. 82 Einwohner des Landkreises Cloppenburg stehen unter Quarantäne.

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