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Unwetter: Regen setzt Straßen und Keller in Löningen unter Wasser

37 Mal ist die Freiwillige Feuerwehr Löningen am Samstagmorgen im Südkreis ausgerückt. Auch der Chemiebetrieb Remmers meldete einen Wasserschaden. Die Kameraden waren etwa 7 Stunden im Einsatz.

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Ganze Straßen standen am Samstag in Löningen unter Wasser. Foto: Freiwillige Feuerwehr Löningen

Ganze Straßen standen am Samstag in Löningen unter Wasser. Foto: Freiwillige Feuerwehr Löningen

Die Freiwillige Feuerwehr Löningen ist am Samstagmorgen gegen zu insgesamt 37 Einsätzen im Cloppenburger Südkreis ausgerückt. 

Wie die Freiwillige Feuerwehr Löningen mitteilt, gingen um 7 Uhr der erste Anruf in der Zentrale ein. Die Mitarbeitervon Remmers, einem Chemiebetrieb in Löningen, meldeten einen massiven Wassereinbruch in die Produktions-, Lager- und Laboreinrichtungen. 3 Fahrzeuge der Löninger Feuerwehr rückten aus, um mit Sandsäcken und diversen Pumpen die Lage unter Kontrolle zu bringen. Ob das Wasser durch Chemikalien verunreinigte wurde, konnte bislang nicht festgestellt werden.

Anschließend folgten Notrufe von vielen Bürgerinnen und Bürgern Löningens. Durch den Starkregen drang Wasser in zahlreiche Häuser und Keller ein. Weitere Einsatzkräfte rückten aus. Auch die Kameraden der Feuerwehr Essen wurden zur Hilfe gerufen.

Neben privaten Haushalten wurden auch Betriebe überschwemmt

Nicht nur private Haushalte, sondern auch Gastronomiebetriebe, Massagepraxen und eine Kirchengemeinschaft sowie das Löninger Rathaus waren betroffen.

Die Unmengen an Wasser blockierten schlussendlich die örtliche Kanalisation. Es kam zu Überflutungen. Die Löninger Feuerwehrleute bahnte sich zu Fuß einen Weg durch den "See am Eisel" und öffnete alle Oberflächenentwässerungsschächte, damit das Wasser einfacher und schneller abfließen konnte.

Einige Verkehrsteilnehmer störten die Einsatzkräfte bei der Arbeit

Trotz der Absperrungen passierten zahlreiche Verkehrsteilnehmer die Einsatzstellen der Feuerwehr. Dadurch entstanden Wellen, die den Einsatzkräften das Wasser in Stiefel und Hosen spülten.

Dabei habe es sich aber um Ausnahmen gehandelt, heißt es in der Mitteilung der Feuerwehr. Im Großen und Ganzen sei die Arbeit der Einsatzkräfte mit großer Dankbarkeit wertgeschätzt worden.

Auf dem Dach des Löninger Rathauses hatten sich große Mengen an Wasser angesammelt, die mit einer Pumpe per Schlauch abgetragen werden mussten. Foto: Freiwillige Feuerwehr LöningenAuf dem Dach des Löninger Rathauses hatten sich große Mengen an Wasser angesammelt, die mit einer Pumpe per Schlauch abgetragen werden mussten. Foto: Freiwillige Feuerwehr Löningen

Drehleiter kommt für abgeknickte Baumkrone zum Einsatz

Zu den Einsätzen mit Überflutung gesellten sich auch 3 weitere Einsätzen anderer Art. Zum einen musste in Duderstadt ein umgestürzter Baum beseitigt werden. Zum anderen wurde in Essen mit einer Drehleiter eine abgeknickte Baumkrone herausgeschnitten. Ebenso rückte ein Fahrzeug aus, um bei einem medizinischen Notfall den Rettungsdienst mit einer Tragehilfe zu unterstützen.

Insgesamt waren die Feuerwehrkräfte fast 7 Stunden im Einsatz. Sie musste 37 Zielorte ansteuern. Danach wurden dann alle Pumpen, Fahrzeuge, Kleidung und andere Materialien wieder hergerichtet, um eine vollständige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

Teilweise waren ganzen Siedlungsstraßen im Südkreis überschwemmt. Foto: Freiwillige Feuerwehr LöningenTeilweise waren ganzen Siedlungsstraßen im Südkreis überschwemmt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Löningen

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