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Unterstützung für Krebskranke: Bäckerei Overmeyer verkauft "Flugkraft-Brot"

Das Steinfelder Familienunternehmen spendet 30 Cent pro verkauftem Brot an das Foto- und Hilfsprojekt. Die Aktion startet am 26. April. An anderer Stelle weht der Wind des Wandels durch den Betrieb.

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Brotverkauf für den guten Zweck: Geschäftsführerin Maria Overmeyer (links) und Mitarbeiterin Birgit Westerhaus präsentieren das neue "Flugkraft-Brot". Die Kreation ist ab Montag (26. April) in allen Filialen und Fachgeschäften erhältlich. Foto: Overmeyer

Brotverkauf für den guten Zweck: Geschäftsführerin Maria Overmeyer (links) und Mitarbeiterin Birgit Westerhaus präsentieren das neue "Flugkraft-Brot". Die Kreation ist ab Montag (26. April) in allen Filialen und Fachgeschäften erhältlich. Foto: Overmeyer

Die Bäckerei Overmeyer aus Steinfeld engagiert sich für den guten Zweck. Das Familienunternehmen mit Firmensitz im Krimpel startet eine Spendenaktion für das Foto- und Hilfsprojekt "Flugkraft" aus Rhauderfehn. Eigens zu diesem Anlass hat Seniorchef Christoph Overmeyer ein "Flugkraft-Brot" kreiert. 

Das rustikal gebackene Steinofenbrot, das zu 70 Prozent aus Roggen- und zu 30 Prozent aus Weizenmehl besteht, ist ab dem 26. April (Montag) erhältlich und kann 6 Wochen lang in allen 24 Fachgeschäften und Filialen in der Region erworben werden. Die Bäckerei Overmeyer spendet 30 Cent pro verkauftem Brot an "Flugkraft". 

Geschäftsführerin Maria Overmeyer sagt: "Während der Corona-Pandemie ist uns allen bewusst geworden, wie wichtig Gesundheit ist. Wir wollen auf diesem Weg krebskranke Menschen und ihre Angehörigen finanziell unterstützen. Auch Hilfsorganisationen leiden unter dieser Krise, weil ihnen Spenden wegbrechen." 

Fall "Sarah" machte Overmeyer auf "Flugkraft" aufmerksam

"Flugkraft" ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, krebskranken Menschen und deren Familien in der schlimmsten Zeit ihres Lebens unter die Arme zu greifen: Ob Therapie begleitend mit Fotos, finanzielle Unterstützung, bundesweite Versendung von individuell gepackten Kraftpaketen oder auch bei der Erfüllung von persönlichen Wünschen.

Maria Overmeyer berichtet, dass sie unter anderem durch Sarah Walbröhl auf "Flugkraft" aufmerksam geworden sei. Der Fall bewegte die Menschen: Der Langenbergerin musste aufgrund einer Krebserkrankung das rechte Bein amputiert werden.

Bäckerei baut auf Unterstützung ihrer Kunden

Overmeyer nahm Kontakt zu "Flugkraft" auf. Die Ehrenamtlichen des Foto- und Hilfsprojekts waren natürlich sofort begeistert. Die Druckerei Heimann aus Dinklage unterstützt ebenfalls die gute Sache: Sie hat kostenlos Banderolen für die Brote produziert.

Die Bäckerei Overmeyer hat sich in der Vergangenheit schon häufiger für soziale oder karikative Zwecke engagiert. So sammelte das Unternehmen bespielsweise 2019 durch den Verkauf eines "Zukunftsbrotes" insgesamt 1.600 Euro für den Bau eines Mädcheninternats in Malawi ein.

Overmeyer sagt: "Wir freuen uns, wenn die Aktion in der Bevölkerung gut ankommt und bauen auf die tatkräftige Unterstützung unserer Kunden."

Fachgeschäfte statt Filialen: Bäckerei denkt um

Während der soziale Gedanke quasi zur Overmeyer-DNA gehört, weht an anderer Stelle der Wind des Wandels durch den Betrieb. Overmeyer sagt, dass sich die Bäckerei aus dem Filialgeschäft in Supermärkten nach und nach zurückziehen und stattdessen künftig auf eigene Fachgeschäfte setzen wolle. Dies hängt nach ihren Angaben mit enervierenden Debatten über Mietkonditionen und Rahmenbedingungen zusammen.

Die Geschäftsführerin berichtet, dass an einigen Standorten der Einsatz nicht im Verhältnis zum Ertrag stehe. "Einerseits wollen Supermarktbetreiber uns Bäckereien als Aushängeschild. Andererseits werden astronomische Mieten gefordert. Hinzu kommen die langen Ladenöffnungszeiten", beklagt sie.

Overmeyer-Filiale in Mühlen wird umgebaut

3 Standorte hat die Bäckerei Overmeyer schon abgegeben, künftig könnten weitere folgen. Maria Overmeyer sagt aber auch: "Diese Abkehr bedeutet nicht, dass wir nie wieder eine Filiale in einem Supermarkt übernehmen werden." 

Weiter kündigt die Geschäftsführerin an, dass im Mai der Umbau der Overmeyer-Filiale in Mühlen beginnt. "Das wird sehr schick." Da die Bäckerei zum 30. Juni den Combi-Markt in Vechta aufgibt, soll außerdem der Standort in Oythe gestärkt werden.

"Wir warten, bis die Cafés wieder öffnen dürfen. Dann wollen wir durchstarten."Maria Overmeyer, Geschäftsführerin der Bäckerei Overmeyer aus Steinfeld

Und dann gibt es noch ein spannendes Projekt in Wagenfeld: An der dortigen Hauptstraße bauen Oliver und Franziska Keese aktuell das Central-Hotel grundlegend um. Ins Erdgeschoss zieht demnächst die Bäckerei Overmeyer mit einem Backshop und Café ein. "Außerdem wird es einen Frühstücksraum fürs Hotel geben", sagt Maria Overmeyer. Die Kombination von Hotel und Bäckerei sei ein Trend, den das Unternehmen bereits in Lohne beim Stadtcafé aufgegriffen habe. 

Zuletzt kündigt die Geschäftsführerin einige neue Kreationen in der Snack-Küche an. "Wir warten, bis die Cafés wieder öffnen dürfen. Dann wollen wir durchstarten."

Über Neuigkeiten aus dem Betrieb berichtet die Bäckerei Overmeyer künftig übrigens regelmäßig in ihrem neuen Kundenmagazin "Backstage".

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